Sinfoniekonzert 6

West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Solisten

Strauss | Tschaikowsky

Do, 17.08.19.30 UhrNr. 17308

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    17.

    Aug

    Donnerstag
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 6

    West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Solisten

    Kian Soltani  Violoncello
    Richard Strauss (1864–1949)
    Don Quixote op. 35
    Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
    Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

    Wenn es um die Frage nach der Identität geht, um die Bewahrung des Eigenen oder die Öffnung gegenüber dem Anderen, dann steht man oft vor Grenzen, die unüberwindlich scheinen. Das West-Eastern Divan Orchestra aber hat bewiesen, wie sich Gegensätze versöhnen und Konflikte lösen lassen: Seine Mitglieder stammen aus Israel oder der arabischen Welt, sind grösstenteils Juden oder Muslime, doch wenn sie gemeinsam musizieren, ist nichts von Feindseligkeit zu spüren, dann spielen sie mit einem Bogenstrich und einem Atem. Ein «Experiment in Utopie» hat Daniel Barenboim dieses Orchester genannt, das er 1999 mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gründete, um seine Friedensvision in nuce, auf dem Feld der Musik, umzusetzen. Das Programm ihres zweiten Luzerner Konzerts überbrückt ebenfalls Fronten: Der Deutsche Richard Strauss und der Russe Pjotr Iljitsch Tschaikowsky stehen hier Seit an Seit; der musikalische Naturalismus des Don Quixote mit Windmaschine und Schafsblöken trifft auf das hochromantische Melos der Fünften Sinfonie.

    Angebot: Mit dem Nachwuchs ins Konzert
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte (Preiskategorie I – III) für dieses Konzert erhalten Sie eine gleichwertige Freikarte für Ihre jugendliche Begleitung dazu. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis einschliesslich 17 Jahre – solange der Vorrat reicht. Ihre Konzertkarten können Sie telefonisch unter der Nummer +41(0)41 226 44 80 bestellen: Von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr sind wir für Sie da.

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    West-Eastern Divan Orchestra

    Das West-Eastern Divan Orchestra, das junge Musikerinnen und Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien vereint, wurde 1999 von Daniel Barenboim und dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gegründet. Dabei bildete die Vision eines friedlichen Zusammenlebens der Kulturen im Nahen Osten den Leitgedanken – nicht zufällig stand Johann Wolfgang von Goethes berühmte Gedichtsammlung West-östlicher Divan Pate bei der Namensgebung. Nach ersten Arbeitsphasen in Weimar und Chicago bezog das Orchester 2002 seinen Sitz im andalusischen Sevilla und somit in einer Region, in der bis zur Reconquista von 1492 Juden, Muslime und Christen in Religionsfreiheit zusammenleben konnten; dort bereiten sich seine Mitglieder mit Proben, Vorträgen und Diskussionen auf die jeweiligen Programme vor, die anschliessend auf internationalen Konzerttourneen präsentiert werden. Das West-Eastern Divan Orchestra gastierte u. a. in der Berliner Philharmonie und im Wiener Musikverein, am Teatro alla Scala in Mailand und in der Pariser Salle Pleyel, in der New Yorker Carnegie Hall, im Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und im Teatro Colon in Buenos Aires, aber auch in Rabat, Ramallah, Katar und Abu Dhabi. Regelmässig ist es bei den BBC Proms und den Salzburger Festspielen zu erleben. Zuletzt absolvierten die Musikerinnen und Musiker im Frühjahr 2017 eine Europatournee mit Stationen in Aarhus, Helsinki und Stockholm, in der Hamburger Elbphilharmonie, im Boulez Saal Berlin und im Wiener Musikverein. Zahlreiche CDs und DVDs sowie Paul Smacznys Film Knowledge is the Beginning dokumentieren die Arbeit des Orchesters, das im Februar 2016 von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum UN-Botschafter für kulturelle Verständigung ernannt wurde. Im Herbst 2016 eröffnete in Berlin mit der Barenboim-Said-Akademie eine staatlich anerkannte Hochschule für Musik und Geisteswissenschaften.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 21. August 2007, als Daniel Barenboim Werke von Beethoven, Schönberg und Tschaikowsky dirigierte.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.west-eastern-divan.org.

    April 2017

     

     

    Weitere Termine

    Daniel Barenboim

    Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim, 1942 als Sohn zweier Klavierlehrer in Buenos Aires geboren, trat als Siebenjähriger erstmals öffentlich auf. 1952 übersiedelte die Familie nach Israel, wo Barenboim 1953 mit dem Wettbewerb der American-Israel Cultural Foundation ein Stipendium für das Studium bei Nadia Boulanger in Paris gewann. Darüber hinaus belegte er Dirigierkurse bei Igor Markevitch und wurde 1954 Wilhelm Furtwängler vorgestellt, der ihn als «Phänomen» bezeichnete. Die erste Phase seiner Laufbahn verbrachte Barenboim als weltweit erfolgreicher Konzertpianist. Seit seinem Einstand als Dirigent beim Philharmonia Orchestra (1967) ist er auch in dieser Funktion bei allen führenden Orchestern gefragt. Als erste feste Position übernahm er von 1975 bis 1989 die Leitung des Orchestre de Paris; von 1991 bis 2006 war er Chef des Chicago Symphony Orchestra, das ihn anschliessend zum Ehrendirigenten ernannte. Sein Operndebut gab er 1973 mit Mo­zarts Don Giovanni beim Edinburgh Festival; 1981 dirigierte er zum ersten Mal in Bayreuth, wo er bis 1999 jeden Sommer tätig war. Seit 1992 ist Daniel Barenboim Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin, im Jahr 2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit. Von 2007 bis 2014 war er der Mailänder Scala eng verbunden, zuletzt als Musikdirektor. Überdies rief Barenboim 1999 das West-Eastern Divan Orchestra ins Leben, das junge Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien zusammenführt. Im März 2017 eröffnete er in Berlin den Pierre Boulez Saal, wo er mit seinem neugegründeten Boulez Ensemble Werke von der Klassik bis zur Gegenwart aufführt. Für seine künstlerische und kulturpolitische Arbeit wurde Barenboim u. a. mit dem Prinz-von-Asturien-Preis und der Buber-Rosenzweig-Medaille, dem Siemens-Musikpreis, der Goethe-Medaille und dem japanischen «Praemium Imperiale» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 25. August 1966 mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven, begleitet vom English Chamber Orchestra .

    Weitere Informationen finden Sie unter www.danielbarenboim.com

    April 2017


     

    Weitere Termine

    Kian Soltani

    Der Cellist Kian Soltani stammt aus einer persischen Musikerfamilie. Er wurde 1992 im österreichischen Bregenz geboren und begann im Alter von zwölf Jahren sein Cellostudium bei Ivan Monighetti an der Musik-Akademie Basel. Überdies nahm er an Meisterkursen u. a. von Sol Gabetta, David Geringas, Jens Peter Maintz, Antonio Meneses und Pieter Wispelwey teil. Seit 2014 studiert er als «Junger Solist» bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy. Nach ersten Wettbewerbserfolgen bei den Konkurrenzen «Karl Davidoff» in Lettland und «Antonio Janigro» in Kroatien gewann Soltani 2013 den Ersten Preis bei der «International Paulo Cello Competition» in Helsinki; 2014 wurde ihm dann der Luitpold-Preis des Kissinger Sommers verliehen. Als Stipendiat wird er seit drei Jahren von der Anne-Sophie Mutter Stiftung gefördert und geht gemeinsam mit der Geigerin und ihrem Ensemble junger Virtuosen regelmässig auf Tournee. Bekannt wurde Kian Soltani, als er im Alter von 19 Jahren im Wiener Musikverein und bei der Schubertiade in Hohenems debutierte. Seither hat er als Solist mit dem NDR Sinfonieorchester, dem Helsinki Philharmonic, der Tapiola Sinfonietta, dem Zagreb Philharmonic, dem Lettischen Nationalorchester und dem Tonhalle-Orchester Zürich konzertiert. 2016/17 gastierte er erstmals beim Sinfonieorchester Basel, beim Royal Liverpool Philharmonic und bei der London Sinfonietta. Regelmässig arbeitet Kian Soltani als Solocellist mit dem West-Eastern Divan Orchestra unter Leitung von Daniel Barenboim zusammen, der ihn auch in das neugegründete Boulez Ensemble nach Berlin engagierte. Neben Kammerkonzerten in der Londoner Wigmore Hall und im norwegischen Bergen präsentierte er im vergangenen Frühjahr auch ein Programm mit traditioneller persischer Musik. Im Juli 2017 wurde Kian Soltani beim Schleswig-Holstein Musikfestival der «Leonard Bernstein Award» verliehen.

    Bisher ein Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL als Solist: Am 17. August 2015 interpretierte Kian Soltani hier mit Guy Braunstein, Daniel Barenboim und dem West-Eastern Divan Orchestra Beethovens Tripelkonzert.

    April 2017

    Miriam Manasherov

    Miriam Manasherov wurde 1981 in Israel geboren. Mit acht Jahren begann sie Geige zu spielen und erhielt ersten Unterricht von Luba Schochat, später wechselte sie zur Bratsche. Frühe Orchestererfahrungen sammelte sie als Mitglied des Young Israel Philharmonic Orchestra, dem sie von 1995 bis 2001 angehörte. Nach ihrem Schulabschluss an der Thelma Yellin High School of the Arts absolvierte sie ihren Militärdienst in der Excellent Musicians Unit, wo sie u. a. in einem Streichquartett musizierte, aus dem später das Rosso Quartet hervorging. Ihre Bratschenausbildung begann sie bei Yuri Gandelsman an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv; 2003 wechselte sie dann an die Musikhochschule Lübeck, wo sie bei Barbara Westphal studierte. Miriam Manasherov wirkte als Solobratschistin in der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals und im Verbier Festival Orchestra mit. 1999 verpflichtete sie Daniel Barenboim ins West-Eastern Divan Orchestra. Überdies ist sie als freie Mitarbeiterin dem Israel Philharmonic Orchestra verbunden, spielte im Konzerthausorchester Berlin und im Kölner Gürzenich-Orchester und gehörte drei Jahre lang, von 2010 bis 2013, dem WDR Sinfonieorchester an. Mit dem Rosso Quartet trat sie in Italien und Frankreich auf und gewann einen Ersten Preis beim Kammermusikwettbewerb der Jerusalem Academy of Music and Dance. Miriam Manasherov wurde mit einem Stipendium der America-Israel Cultural Foundation (von 2000 bis 2002) ausgezeichnet und erhielt 2006 den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Nach fast zehn Jahren in Deutschland kehrte sie nach Israel zurück, wo sie unterrichtet und als Kammermusikerin auftritt.

    Mai 2017

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