West-Eastern Divan Orchestra 2

West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Michael Barenboim | Kian Soltani

Brahms | Franck

Di, 17.08. | 19.30 Uhr | Nr. 211307

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 200 130 90 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    West-Eastern Divan Orchestra 2

    West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Michael Barenboim | Kian Soltani

    Kian Soltani  Violoncello
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
    César Franck (1822–1890)
    Sinfonie d-Moll 

    Wo andere kapitulieren, kommt Daniel Barenboim erst recht in Fahrt. Viele visionäre Projekte hat er Wirklichkeit werden lassen. Etwa das 1999 gegründete West-Eastern Divan Orchestra, in dem junge Musiker*innen aus Israel und der arabischen Welt gemeinsam musizieren und beweisen, wie man nationale, religiöse und kulturelle Gräben überwindet. Frieden muss keine Utopie bleiben, lautet der Leitgedanke. Längst ist Barenboims «Divan» den Kinderschuhen eines Jugendorchesters entwachsen und gehört zu den Top-Ensembles weltweit. Und einzelne seiner Mitglieder haben selbst internationale Solokarrieren gemacht. Wie der Geiger Michael Barenboim, Sohn des Maestros, oder der Cellist Kian Soltani, der 2018 den «Credit Suisse Young Artist Award» gewann. Für Brahms’ Doppelkonzert finden sie sich nun wieder zusammen: ein Familientreffen in Luzern. Anschliessend erklingt die raffinierte d-Moll-Sinfonie von César Franck, dem «belgischen Brahms», wie er zuweilen genannt wird, weil auch er die ausgetüftelte motivische Arbeit mit emotionalem Reichtum zu verbinden verstand.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    West-Eastern Divan Orchestra

    Das West-Eastern Divan Orchestra, das zu gleichen Teilen junge Musikerinnen und Musiker aus Israel und den arabischen Ländern sowie einige Mitglieder aus Spanien, der Türkei und dem Iran vereint, wurde 1999 von Daniel Barenboim und dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gegründet. Dabei bildete die Vision eines friedlichen Zusammenlebens der Kulturen im Nahen Osten den Leitgedanken – nicht zufällig stand Goethes berühmte Gedichtsammlung West-östlicher Divan Pate bei der Namensgebung. Allsommerlich trifft sich das Orchester zu Arbeitsphasen, wo es sich mit Proben, Vorträgen und Diskussionen auf die jeweiligen Programme vorbereitet, die anschliessend auf internationalen Konzerttourneen präsentiert werden. Das West-Eastern Divan Orchestra gastierte u. a. in der Berliner Philharmonie und im Wiener Musikverein, am Teatro alla Scala in Mailand und in der Pariser Salle Pleyel, in der New Yorker Carnegie Hall, im Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und im Teatro Colón in Buenos Aires, aber auch in Rabat, Ramallah, Katar und Abu Dhabi. Regelmässig ist es bei den BBC Proms, in der Berliner Waldbühne und bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Im November 2018 fand eine Gastspielreise in die USA statt, mit Konzerten in Chicago, Washington, New York, Berkeley und Los Angeles; Anfang August 2019 folgten sechs Auftritte beim «Festival Barenboim» in Buenos Aires. Zahlreiche CDs und DVDs sowie Paul Smacznys Film Knowledge Is the Beginning dokumentieren die Arbeit des Orchesters, das 2016 zum UN-Botschafter für kulturelle Verständigung ernannt wurde. Mit der Barenboim-Said-Akademie ist dem West-Eastern Divan Orchestra eine staatlich anerkannte Hochschule für Musik und Geisteswissenschaften assoziiert, an der bis zu 90 Talente aus dem Nahen Osten einen vierjährigen Bachelor-Studiengang absolvieren können.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 21. August 2007, als Daniel Barenboim Werke von Beethoven, Schönberg und Tschaikowsky dirigierte.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.west-eastern-divan.org.

    Juli 2019

     

     

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    Daniel Barenboim

    Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim, 1942 als Sohn zweier Klavierlehrer in Buenos Aires geboren, trat als Siebenjähriger erstmals öffentlich auf. 1952 übersiedelte die Familie nach Israel, wo Barenboim 1953 mit dem Wettbewerb der American-Israel Cultural Foundation ein Stipendium für das Studium bei Nadia Boulanger in Paris gewann. Darüber hinaus belegte er Dirigierkurse bei Igor Markevitch und wurde 1954 Wilhelm Furtwängler vorgestellt, der ihn als «Phänomen» bezeichnete. Die erste Phase seiner Laufbahn verbrachte Barenboim als weltweit erfolgreicher Konzertpianist. Seit seinem Einstand als Dirigent beim Philharmonia Orchestra (1967) ist er auch in dieser Funktion bei allen führenden Orchestern gefragt. Als erste feste Position übernahm er von 1975 bis 1989 die Leitung des Orchestre de Paris; von 1991 bis 2006 war er Chef des Chicago Symphony Orchestra, das ihn anschliessend zum Ehrendirigenten ernannte. Sein Operndebut gab er 1973 mit Mo­zarts Don Giovanni beim Edinburgh Festival; 1981 dirigierte er zum ersten Mal in Bayreuth, wo er bis 1999 jeden Sommer tätig war. Seit 1992 ist Daniel Barenboim Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin; im Jahr 2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit. Von 2007 bis 2014 war er der Mailänder Scala eng verbunden, zuletzt als Musikdirektor. Überdies rief Barenboim 1999 das West-Eastern Divan Orchestra ins Leben, das junge Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien zusammenführt. 2017 eröffnete er in Berlin den Pierre Boulez Saal, wo er mit seinem neugegründeten Boulez Ensemble Werke von der Klassik bis zur Gegenwart aufführt. Für seine künstlerische und kulturpolitische Arbeit wurde Barenboim u. a. mit dem Prinz-von-Asturien-Preis und der Buber-Rosenzweig-Medaille, dem Siemens-Musikpreis, der Goethe-Medaille und dem japanischen «Praemium Imperiale» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 25. August 1966 mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven, begleitet vom English Chamber Orchestra .

    Weitere Informationen finden Sie unter www.danielbarenboim.com

    Juli 2019


     

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    Michael Barenboim

    Der Geiger Michael Barenboim, der 1985 als Sohn von Elena Bashkirova und Daniel Barenboim in Paris geboren wurde, begann als Vierjähriger mit dem Klavierspiel. Nachdem die Familie 1992 nach Berlin umgezogen war, wechselte er zur Violine: Seine Lehrer waren Abraham Jaffe und Axel Wilczok, der ihn auch an der Rostocker Musikhochschule unterrichtete. Ausserdem studierte Barenboim einige Semester Philosophie an der Pariser Sorbonne. Als Konzertmeister des West-Eastern Divan Orchestra begann er seine Karriere, doch längst ist Michael Barenboim auch als gefragter Solist regelmässig bei grossen Orchestern zu Gast. Mit den Wiener Philharmonikern und dem Chicago Symphony Orchestra brachte er Schönbergs Violinkonzert zu Gehör. Er konzertierte mit den Münchner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Israel Philharmonic, dem Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala. 2016 debutierte er beim Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia unter Sir Antonio Pappano und beim Kölner Gürzenich-Orchester mit François-Xavier Roth. Viele Jahre hat Michael Barenboim mit Pierre Boulez zusammengearbeitet; zum 90. Geburtstag des französischen Komponisten im Jahr 2015 führte er mehrere seiner Stücke in Berlin, London, Paris und bei den Salzburger Festspielen auf. Und auch seine erste CD, die im Januar 2017 erschien, enthält neben Solowerken von Bach und Bartók die Anthèmes I und II von Boulez. Ein wichtiger Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit ist die Kammermusik. Michael Barenboim ist Mitbegründer des Erlenbusch Quartetts und musiziert auch mit den Geigern Nikolaj Znaider und Guy Braunstein, der Bratischistin Nobuko Imai, den Cellisten Frans Helmerson und Alisa Weilerstein sowie seinen Eltern am Klavier. Er lehrt an der neugegründeten Barenboim-Said Akademie in Berlin.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 1. September 2011 mit Werken für Violine solo von Bach und Boulez.

    April 2017

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    Kian Soltani

    Der Cellist Kian Soltani ist Gewinner des «Credit Suisse Young Artist Award» 2018 und erhält neben dem Preisgeld von 75.000 CHF im heutigen Konzert die Gelegenheit zum Debut mit den Wiener Philharmonikern. 1992 im österreichischen Bregenz als Sohn einer persischen Musikerfamilie geboren, begann Soltani im Alter von zwölf Jahren sein Cellostudium bei Ivan Moni-ghetti an der Musik-Akademie Basel. Die Ausbildung schloss er bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy ab; wichtige Impulse erhielt er auch als Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung. Nach ersten Wettbewerbserfolgen bei den Konkurrenzen «Karl Davidoff» in Lettland und «Antonio Janigro» in Kroatien siegte Soltani 2013 bei der «International Paulo Cello Competition» in Helsinki; 2014 wurde ihm der Luitpold-Preis des Kissinger Sommers, 2017 der «Leonard Bernstein Award» verliehen. Schon als 19-Jähriger konnte Kian Soltani im Wiener Musikverein und bei der Schubertiade in Hohenems debutieren. Seither hat er mit dem NDR Sinfonieorchester, dem Helsinki Philharmonic, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Sinfonieorchester Basel und dem Royal Liverpool Philharmonic konzertiert. 2017/18 trat er auch mit dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris und dem SWR Symphonieorchester auf. Regelmässig arbeitet Kian Soltani mit dem West-Eastern Divan Orchestra und Daniel Barenboim zusammen, mit denen er als Solist bei den Salzburger Festspielen, den BBC Proms in London und im Teatro Colón in Buenos Aires gastierte. In der Saison 2018/19 wird er als «Rising Star» der «European Concert Hall Organisation» in den grossen europäischen Konzerthäusern zu hören sein. Im Januar 2018 veröffentlichte er unter dem Titel Home seine erste Solo-CD, die Werke von Schubert und Schumann sowie persische Volksmusik enthält. Kian Soltani musiziert auf einem Instrument von Stradivari aus dem Jahr 1694.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 17. August 2015 mit Beethovens Tripelkonzert, das er mit Guy Braunstein, Daniel Barenboim und dem West-Eastern Divan Orchestra aufführte.

    Juli 2018

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