Sinfoniekonzert 3

West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Martha Argerich

Widmann | Liszt | Wagner

Mo, 15.08.19.30 UhrNr. 16302

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

12.08.-11.09. 2016

 

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    15.

    Aug

    Montag
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 3

    West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Martha Argerich

    50. Luzerner Bühnenjubiläum von Daniel Barenboim
    Jörg Widmann (*1973)
    Con brio. Konzertouvertüre für Orchester
    Franz Liszt (1811–1886)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur S 124
    Richard Wagner (1813–1883)
    Ouvertüre zur romantischen Oper Tannhäuser
    Siegfrieds Rheinfahrt und Trauermarsch aus Götterdämmerung
    Ouvertüre zu Die Meistersinger von Nürnberg
    Sie ist die «Grande Dame» der Tastenkunst: Seitdem Martha Argerich vor fünfzig Jahren den Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann, wird sie als «Löwin am Piano» oder «Göttin» gefeiert und weltweit bewundert für ihr hochvirtuoses und leidenschaftliches Klavierspiel. Schon 1969 debutierte sie beim Festival in Luzern und begeisterte hier fortan das Publikum mit Klavierkonzerten von Prokofjew und Ravel, Schumann, Beethoven oder Mozart. Gleichwohl markiert ihr Auftritt in diesem Sommer noch eine Premiere: Denn erstmals ist Martha Argerich in Luzern mit Daniel Barenboim zu erleben, den sie bereits als Kind in ihrer gemeinsamen Heimatstadt Buenos Aires kennengelernt hatte. In den letzten Jahren haben die beiden eine enge Zusammenarbeit entwickelt, vor allem bei Konzerten mit dem West-Eastern Divan Orchestra, das Argerich 2014 zu seinem Ehrenmitglied ernannte. Diesmal stehen Werke von Franz Liszt und seinem Schwiegersohn Richard Wagner im Zentrum des Programms – ein familiäres Gipfeltreffen.

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    West-Eastern Divan Orchestra

    Das West-Eastern Divan Orchestra, das junge Musikerinnen und Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien vereint, wurde 1999 von Daniel Barenboim und dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gegründet. Dabei bildete die Vision eines friedlichen Zusammenlebens der Kulturen im Nahen Osten den Leitgedanken – nicht zufällig stand Johann Wolfgang von Goethes berühmte Gedichtsammlung West-östlicher Divan Pate bei der Namensgebung. Nach ersten Arbeitsphasen in Weimar und Chicago bezog das Orchester 2002 seinen Sitz im andalusischen Sevilla und somit in einer Region, in der bis zur Reconquista von 1492 Juden, Muslime und Christen in Religionsfreiheit zusammenleben konnten; dort bereiten sich seine Mitglieder mit Proben, Vorträgen und Diskussionen auf die jeweiligen Programme vor, die anschliessend auf internationalen Konzerttourneen präsentiert werden. Das West-Eastern Divan Orchestra gastierte u. a. in der Berliner Philharmonie und im Wiener Musikverein, am Teatro alla Scala in Mailand und in der Pariser Salle Pleyel, in der New Yorker Carnegie Hall und im Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium, aber auch in Rabat, Ramallah, Katar und Abu Dhabi. Regelmässig ist es bei den BBC Proms und den Salzburger Festspielen zu erleben. Zuletzt gestalteten die Musikerinnen und Musiker Ende Juli/Anfang August eine Reihe von acht Konzerten im Teatro Colón in Buenos Aires. Zahlreiche CDs und DVDs sowie Paul Smacznys Film Knowledge Is the Beginning dokumentieren die Arbeit des Orchesters, das im Februar 2016 von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum UN-Botschafter für für kulturelle Verständigung ernannt wurde. Im Herbst 2016 eröffnet mit der Barenboim-Said Akademie eine staatliche anerkannte Hochschule für Musik und Geisteswissenschaften mit einem Konzertsaal von Frank Gehry.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 21. August 2007, als Daniel Barenboim Werke von Beethoven, Schönberg und Tschaikowsky dirigierte.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.west-eastern-divan.org.

    August 2016

     

     

    Weitere Termine

    Daniel Barenboim

    Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim feiert im Sommer 2016 sein 50. Luzerner Bühnenjubiläum. Als Sohn zweier Klavierlehrer wurde er 1942 in Buenos Aires geboren und trat als Siebenjähriger erstmals öffentlich auf. 1952 übersiedelte die Familie nach Israel, wo Barenboim 1953 den Wettbewerb der American-Israel Cultural Foundation gewann, was ihm ein Stipendium für ein Studium bei Nadia Boulanger in Paris einbrachte. Darüber hinaus belegte er Dirigierkurse bei Igor Markevitch und wurde 1954 Wilhelm Furtwängler vorgestellt, der ihn als «Phänomen» bezeichnete. Die erste Phase seiner Laufbahn verbrachte Barenboim als weltweit erfolgreicher Konzertpianist. Seit seinem Einstand als Dirigent beim Philharmonia Orchestra (1967) ist er auch in dieser Funktion bei allen führenden Orchestern gefragt. Als erste feste Position übernahm er von 1975 bis 1989 die Leitung des Orchestre de Paris; von 1991 bis 2006 war er Chef des Chicago Symphony Orchestra, das ihn anschliessend zum Ehrendirigenten ernannte. Sein Operndebut gab er 1973 mit Mo­zarts Don Giovanni beim Edinburgh Festival; 1981 dirigierte er zum ersten Mal in Bayreuth, wo er bis 1999 jeden Sommer tätig war. Seit 1992 ist Daniel Barenboim Generalmusikdirektor derStaatsoper Berlin, im Jahr 2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit. 2007 nahm er eine enge Zusammenarbeit mit der Mailänder Scala auf, die er bis Ende 2014 als Musikdirektor leitete. Überdies begründete Barenboim 1999 das West-Eastern Divan Orchestra, das junge Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien zusammenführt. Für seine künstlerische und kulturpolitische Arbeit wurde Barenboim u. a. mit dem Prinz-von-Asturien-Preis und der Buber-Rosenzweig-Medaille, mit dem Siemens-Musikpreis und der Goethe-Medaille, dem japanischen «Praemium Imperiale» und dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. 

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 25. August 1966 mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven, begleitet vom English Chamber Orchestra .

    Weitere Informationen finden Sie unter www.danielbarenboim.com

    August 2016


     

    Weitere Termine

    Martha Argerich

    Die 1941 in Buenos Aires geborene Martha Argerich, die als Achtjährige bereits ihr Konzertdebut feiern konn-te, kam 1955 nach Europa, um ihre Klavierausbildung in Wien bei Friedrich Gulda fortzusetzen. 1957 gewann sie den Busoni-Wettbewerb in Bozen und die Klavierkonkurrenz von Genf; gleichwohl setzte sie ihr Studium weiter fort und arbeitete mit Arturo Benedetti Michelangeli und Stefan Askenase zusammen, ehe sie 1965 mit dem Ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau ihre internationale Laufbahn begann. Seitdem zählt Martha Argerich zu den besten Pianisten der Gegenwart; sie hat mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern konzertiert und dabei ein Repertoire von Bach bis Bartók zur Aufführung gebracht. In den letzten beiden Jahrzehnten nimmt vor allem die Kammermusik einen hohen Stellenwert in ihrer künstlerischen Arbeit ein. Zu ihren bevorzugten musikalischen Partnern zählen der Geiger Gidon Kremer, der Cellist Mischa Maisky und die Pianisten Nelson Freire, Alexandre Rabinovitch und Lilya Zilberstein, mit denen sie im Duo spielt. Im japanischen Beppu und im schweizerischen Lugano führt sie eigene Festivals durch, in deren Rahmen sie gemeinsam mit renommierten Kollegen und jungen Künstlern auftritt. Ihre Platteneinspielungen wurden mit zahlreichen Preisen bedacht. Bereits dreimal erhielt sie den begehrten «Grammy»: 1999 für ihre Aufnahme mit Prokofjew- und Bartók-Konzerten, 2005 für eine Duo-CD mit Mikhail Pletnev und 2006 für Beethoven-Konzerte mit dem Mahler Chamber Orchestra und Claudio Abbado. 2014 gewann sie für ihre Interpretation von Mozart-Konzerten den «Echo Klassik». Die Dokumentation Argerich, die ihre Tochter Stephanie 2013 vorlegte, präsentiert ein Filmportrait der Pianistin. Im Herbst 2005 wurde Martha Argerich für ihr Lebenswerk mit dem «Praemium Imperiale» geehrt; seit 2014 ist sie Ehrenmitglied des West-Eastern Divan Orchestra.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 20. August 1969 mit dem Dritten Klavierkonzert von Prokofjew und dem Schweizerischen Festspielorchester und Charles Dutoit. 

    August 2016

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