Sinfoniekonzert 5

West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Lisa Batiashvili

Tschaikowsky | Debussy | Skrjabin

Di, 21.08.19.30 UhrNr. 18310

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 5

    West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Lisa Batiashvili

    Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
    Polonaise aus der Oper Eugen Onegin
    Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
    Claude Debussy (1862–1918)
    La Mer
    Aleksandr Skrjabin (1872–1915)
    Le Poème de l'extase op. 54

    Bei diesem Konzert erwarten Sie besondere Erfahrungen: «Es war wie ein Eisbad, Kokain und Regenbogen», beschrieb der amerikanische Schriftsteller Henry Miller den Effekt, den Aleksandr Skrjabins orgiastische Orchesterfantasie Le Poème de l’extase bei ihm ausgelöst hatte. Kein Wunder bei einem Komponisten, der als Visionär gilt, bis zur Grenze des Wahnsinns. Selbst verstand sich Skrjabin als eine Art Prometheus und erklärte: «Die Welt lebt in meinem Bewusstsein, als mein Schöpfungsakt.» Auch Claude Debussy ging es um ein mystisches Moment, als er seine impressionistische Tondichtung La Mer erdachte: Er wollte mit dieser Musik kein Abbild der brausenden Wogen und des glitzernden Wassers schaffen, sondern lieber den Eindruck (französisch: «l’impression») spiegeln, den das Spiel der Wellen in ihm wachrief. Eindrucksvoll ist in jedem Fall, wie Lisa Batiashvili das Tschaikowsky-Violinkonzert interpretiert: Sie sei eine begnadete Geschichtenerzählerin, urteilte der Guardian, und der Wiener Standard schwärmte von ihrem hellen Geigenton, «wie ein Lichtstrahl».

    Podcast «Kinderszenen»: Aleksandr Skrjabin (1872–1915)  und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893) 
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Einschränkungen Bahnverkehr
    Luzern-Zug
    Zwischen Luzern und Ebikon auf der Linie Luzern - Zug ist der Bahnverkehr aufgrund von Bauarbeiten vom 18.08.2018, 21.50 Uhr bis 21.08.2018, 23.58 Uhr unterbrochen. Weitere Informationen finden sie hier.

    West-Eastern Divan Orchestra

    Das West-Eastern Divan Orchestra, das zu gleichen Teilen junge Musikerinnen und Musiker aus Israel und den arabischen Ländern sowie einige Mitglieder aus Spanien, der Türkei und dem Iran vereint, wurde 1999 von Daniel Barenboim und dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gegründet. Dabei bildete die Vision eines friedlichen Zusammenlebens der Kulturen im Nahen Osten den Leitgedanken – nicht zufällig stand Johann Wolfgang von Goethes berühmte Gedichtsammlung West-östlicher Divan Pate bei der Namensgebung. Allsommerlich trifft sich das Orchester zu Arbeitsphasen, wo es sich mit Proben, Vorträgen und Diskussionen auf die jeweiligen Programme vorbereitet, die anschliessend auf internationalen Konzerttourneen präsentiert werden. Das West-Eastern Divan Orchestra gastierte u. a. in der Berliner Philharmonie und im Wiener Musikverein, am Teatro alla Scala in Mailand und in der Pariser Salle Pleyel, in der New Yorker Carnegie Hall, im Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und im Teatro Colón in Buenos Aires, aber auch in Rabat, Ramallah, Katar und Abu Dhabi. Regelmässig ist es bei den BBC Proms, in der Berliner Waldbühne und bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Für den November 2018 ist eine Gastspielreise in die USA geplant, mit Auftritten in Chicago, Washington, New York, Berkeley und Los Angeles. Zahlreiche CDs und DVDs sowie Paul Smacznys Film Knowledge Is the Beginning dokumentieren die Arbeit des Orchesters, das im Februar 2016 von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum UN-Botschafter für kulturelle Verständigung ernannt wurde. Im Herbst 2016 eröffnete in Berlin mit der Barenboim-Said-Akademie eine staatlich anerkannte Hochschule für Musik und Geisteswissenschaften, an der bis zu 90 talentierte Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten einen vierjährigen Bachelor-Studiengang absolvieren können.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 21. August 2007, als Daniel Barenboim Werke von Beethoven, Schönberg und Tschaikowsky dirigierte.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.west-eastern-divan.org.

    Juli 2018

     

     

    Weitere Termine

    Daniel Barenboim

    Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim, 1942 als Sohn zweier Klavierlehrer in Buenos Aires geboren, trat als Siebenjähriger erstmals öffentlich auf. 1952 übersiedelte die Familie nach Israel, wo Barenboim 1953 mit dem Wettbewerb der American-Israel Cultural Foundation ein Stipendium für das Studium bei Nadia Boulanger in Paris gewann. Darüber hinaus belegte er Dirigierkurse bei Igor Markevitch und wurde 1954 Wilhelm Furtwängler vorgestellt, der ihn als «Phänomen» bezeichnete. Die erste Phase seiner Laufbahn verbrachte Barenboim als weltweit erfolgreicher Konzertpianist. Seit seinem Einstand als Dirigent beim Philharmonia Orchestra (1967) ist er auch in dieser Funktion bei allen führenden Orchestern gefragt. Als erste feste Position übernahm er von 1975 bis 1989 die Leitung des Orchestre de Paris; von 1991 bis 2006 war er Chef des Chicago Symphony Orchestra, das ihn anschliessend zum Ehrendirigenten ernannte. Sein Operndebut gab er 1973 mit Mo­zarts Don Giovanni beim Edinburgh Festival; 1981 dirigierte er zum ersten Mal in Bayreuth, wo er bis 1999 jeden Sommer tätig war. Seit 1992 ist Daniel Barenboim Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin, im Jahr 2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit. Von 2007 bis 2014 war er der Mailänder Scala eng verbunden, zuletzt als Musikdirektor. Überdies rief er 1999 das West-Eastern Divan Orchestra ins Leben, das junge Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien zusammenführt. Im März 2017 eröffnete er in Berlin den Pierre Boulez Saal, wo er mit seinem neugegründeten Boulez Ensemble Werke von der Klassik bis zur Gegenwart aufführt. Für seine künstlerische und kulturpolitische Arbeit wurde Barenboim u. a. mit dem Prinz-von-Asturien-Preis und der Buber-Rosenzweig-Medaille, dem Siemens-Musikpreis, der Goethe-Medaille und dem japanischen «Praemium Imperiale» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 25. August 1966 mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven, begleitet vom English Chamber Orchestra .

    Weitere Informationen finden Sie unter www.danielbarenboim.com

    Juli 2018


     

    Weitere Termine

    Lisa Batiashvili

    Lisa Batiashvili, die 1979 als Tochter eines Musikerehe­paars in Tiflis geboren wurde, übersiedelte mit ihrer Familie 1991 nach Deutschland und setzte dort ihre Violin­ausbildung bei Mark Lubotski in Hamburg sowie bei Ana Chumachenco in München fort. 1995 gewann sie den Zweiten Preis beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki – als jüngste Teilnehmerin. 2003 wurde ihr beim Schleswig-Holstein Musik Festival der «Leonard Bernstein Award» verliehen, 2006 in Bonn der BeethovenRing überreicht. Heute konzertiert Lisa Batiashvili regelmässig mit den besten Orchestern der Welt, darunter die Berliner Phil­harmoniker, die Staatskapelle Berlin, das New York Philharmonic, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und das London Symphony Orchestra. 2017/18 war sie «artist-in-residence» beim Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und trat mit der Dresdner Staatskapelle, den Münchner Philharmonikern, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Gustav Mahler Jugend­orchester auf. Dirigenten wie Daniel Barenboim, Alan Gilbert, Daniel Harding, Paavo Järvi, Yannick Nézet-Séguin, Sir Antonio Pappano, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen und Christian Thiele­mann haben die Zusammenarbeit mit ihr gesucht. Lisa Batiashvili widmet sich nicht nur dem Repertoire vom Barock bis zum 20. Jahrhundert, sondern engagiert sich auch für die zeitgenössische Musik. So brachte sie Violinkonzerte von Magnus Lindberg und Anders Hillborg zur Uraufführung; Giya Kancheli und Thierry Escaich wiederum haben für sie und ihren Ehemann, den Oboi­­sten François Leleux, Doppelkonzerte komponiert. Ab 2019 übernimmt sie die künstlerische Leitung der Sommerkonzerte in Ingolstadt. Bereits zweimal wurde Lisa Batiashvili mit dem «Echo Klassik» ausgezeich­net, ausserdem mit dem «Midem Classical Award» und dem «Choc de l’année». Sie musiziert auf einer Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1739.

    Juli 2018

    18.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium