22.08.2018 West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Elsa Dreisig - Coleman | Bruckner - Sommer-Festival - Lucerne Festival

Sinfoniekonzert 6

West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Elsa Dreisig

Coleman | Bruckner

Mi, 22.08.19.30 UhrNr. 18311

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 170 150 110 90 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 6

    West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Elsa Dreisig

    David Robert Coleman (*1969)
    Looking for Palestine für Sopran und Orchester
    Schweizer Erstaufführung
    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109

    Seine Siebte Sinfonie widmete Anton Bruckner König Ludwig II. von Bayern, die Achte eignete er Kaiser Franz Joseph I. von Österreich zu. Wer aber konnte sich an diese illustre Reihe bei der Neunten noch anschliessen und sie krönen? Nur einer kam dafür in Frage, der liebe Gott höchstselbst, den Bruckner tatsächlich als Widmungsträger seines sinfonischen Schwanengesangs ausersah – denn allein ihm, dem Allmächtigen, habe er schliesslich seine künstlerischen Gaben zu verdanken. Mit ihren religiösen Anspielungen ist Bruckners unvollendete Neunte ein tiefempfundenes Glaubenszeugnis, ein Gebet und Bekenntnis im Angesicht des Todes. Diesem Gipfelwerk der Spätromantik stellt Daniel Barenboim eine Novität für Sopran und Orchester gegenüber, komponiert vom 1969 geborenen Briten David Robert Coleman: Looking for Palestine heisst das Stück, das Texte aus den gleichnamigen Memoiren der amerikanisch-palästinensischen Autorin und Schauspielerin Najla Said vertont. Und die wiederum ist eine Tochter von Edward Said, mit dem Barenboim 1999 das West-Eastern Divan Orchestra gründete. 

    Podcast «Kinderszenen»: Anton Bruckner
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr (Link).

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.
     

    West-Eastern Divan Orchestra

    Das West-Eastern Divan Orchestra, das zu gleichen Teilen junge Musikerinnen und Musiker aus Israel und den arabischen Ländern sowie einige Mitglieder aus Spanien, der Türkei und dem Iran vereint, wurde 1999 von Daniel Barenboim und dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gegründet. Dabei bildete die Vision eines friedlichen Zusammenlebens der Kulturen im Nahen Osten den Leitgedanken – nicht zufällig stand Johann Wolfgang von Goethes berühmte Gedichtsammlung West-östlicher Divan Pate bei der Namensgebung. Allsommerlich trifft sich das Orchester zu Arbeitsphasen, wo es sich mit Proben, Vorträgen und Diskussionen auf die jeweiligen Programme vorbereitet, die anschliessend auf internationalen Konzerttourneen präsentiert werden. Das West-Eastern Divan Orchestra gastierte u. a. in der Berliner Philharmonie und im Wiener Musikverein, am Teatro alla Scala in Mailand und in der Pariser Salle Pleyel, in der New Yorker Carnegie Hall, im Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und im Teatro Colón in Buenos Aires, aber auch in Rabat, Ramallah, Katar und Abu Dhabi. Regelmässig ist es bei den BBC Proms, in der Berliner Waldbühne und bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Für den November 2018 ist eine Gastspielreise in die USA geplant, mit Auftritten in Chicago, Washington, New York, Berkeley und Los Angeles. Zahlreiche CDs und DVDs sowie Paul Smacznys Film Knowledge Is the Beginning dokumentieren die Arbeit des Orchesters, das im Februar 2016 von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum UN-Botschafter für kulturelle Verständigung ernannt wurde. Im Herbst 2016 eröffnete in Berlin mit der Barenboim-Said-Akademie eine staatlich anerkannte Hochschule für Musik und Geisteswissenschaften, an der bis zu 90 talentierte Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten einen vierjährigen Bachelor-Studiengang absolvieren können.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 21. August 2007, als Daniel Barenboim Werke von Beethoven, Schönberg und Tschaikowsky dirigierte.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.west-eastern-divan.org.

    Juli 2018

     

     

    Weitere Termine

    Daniel Barenboim

    Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim, 1942 als Sohn zweier Klavierlehrer in Buenos Aires geboren, trat als Siebenjähriger erstmals öffentlich auf. 1952 übersiedelte die Familie nach Israel, wo Barenboim 1953 mit dem Wettbewerb der American-Israel Cultural Foundation ein Stipendium für das Studium bei Nadia Boulanger in Paris gewann. Darüber hinaus belegte er Dirigierkurse bei Igor Markevitch und wurde 1954 Wilhelm Furtwängler vorgestellt, der ihn als «Phänomen» bezeichnete. Die erste Phase seiner Laufbahn verbrachte Barenboim als weltweit erfolgreicher Konzertpianist. Seit seinem Einstand als Dirigent beim Philharmonia Orchestra (1967) ist er auch in dieser Funktion bei allen führenden Orchestern gefragt. Als erste feste Position übernahm er von 1975 bis 1989 die Leitung des Orchestre de Paris; von 1991 bis 2006 war er Chef des Chicago Symphony Orchestra, das ihn anschliessend zum Ehrendirigenten ernannte. Sein Operndebut gab er 1973 mit Mo­zarts Don Giovanni beim Edinburgh Festival; 1981 dirigierte er zum ersten Mal in Bayreuth, wo er bis 1999 jeden Sommer tätig war. Seit 1992 ist Daniel Barenboim Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin, im Jahr 2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit. Von 2007 bis 2014 war er der Mailänder Scala eng verbunden, zuletzt als Musikdirektor. Überdies rief er 1999 das West-Eastern Divan Orchestra ins Leben, das junge Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien zusammenführt. Im März 2017 eröffnete er in Berlin den Pierre Boulez Saal, wo er mit seinem neugegründeten Boulez Ensemble Werke von der Klassik bis zur Gegenwart aufführt. Für seine künstlerische und kulturpolitische Arbeit wurde Barenboim u. a. mit dem Prinz-von-Asturien-Preis und der Buber-Rosenzweig-Medaille, dem Siemens-Musikpreis, der Goethe-Medaille und dem japanischen «Praemium Imperiale» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 25. August 1966 mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven, begleitet vom English Chamber Orchestra .

    Weitere Informationen finden Sie unter www.danielbarenboim.com

    Juli 2018


     

    Weitere Termine

    Elsa Dreisig

    Die Sopranistin Elsa Dreisig, geboren 1991 in Paris, stammt aus einer französisch-dänischen Familie. Sie besuchte die Chorschule der Opéra royal de Wallonie und der Opéra national de Lyon. Später studierte sie Gesang bei Valérie Guillorit am Conservatoire national supérieur de musique in Paris und bei Regina Werner an der Musikhochschule in Leipzig. 2012 gewann sie den Wettbewerb «Des Mots et des Notes» und 2014 die Konkurrenz «Ton und Erklärung». 2016 wurde ihr bei Plácido Domingos «Operalia» der Erste Preis als bester Sängerin zuerkannt. Die Pariser «Victoires de la Musique» zeichneten sie kurz darauf als Gesangsentdeckung des Jahres aus, und die Zeitschrift Opernwelt würdigte sie als Nachwuchskünstlerin der Saison. Ihr Bühnendebut hatte Elsa Dreisig bereits 2013/14 in Lortzings Wildschütz an der Leipziger Musikhochschule gefeiert; schon im Folgejahr gab sie ihren Einstand am Pariser Théâtre du Châtelet. Von 2015 bis 2017 gehörte sie dem Opernstudio der Staatsoper Berlin an, danach verpflichtete Daniel Barenboim sie ins feste Ensemble des Hauses. Dort war sie seither als Gretel in Humperdincks Hänsel und Gretel, als Pamina in Mozarts Zauberflöte, als Violetta Valéry in Verdis La traviata und als Eurydike in Glucks Orpheus zu hören. In der Saison 2018/19 wirkt sie bei einer von Sir Simon Rattle geleiteten Neuproduktion von Rameaus Hippolyte et Aricie mit, singt die Dircé in Cherubinis Médée und gehört zum Ensemble der Uraufführung von Beat Furrers Violetter Schnee. 2017 debutierte Elsa Dreisig als Micaëla in Bizets Carmen beim Festival d’Aix-en-Provence. Am Opernhaus Zürich war sie bereits als Musetta in Puccinis La bohème zu Gast, an der Opéra national de Paris gestaltete sie im Mai und Juni 2018 die Lauretta in Puccinis Gianni Schicchi.

    Juli 2018

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