Klavier-Konzert

Tonhalle-Orchester Zürich | Donald Runnicles | Andreas Haefliger

Strauss | Mozart | Ravel | Elgar

Sa, 24.11.18.30 UhrNr. 18515

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Piano-Festival

17.11.-27.11. 2018

 

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    Klavier-Konzert

    Tonhalle-Orchester Zürich | Donald Runnicles | Andreas Haefliger

    Richard Strauss (1864–1949)
    Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Konzert für Klavier und Orchester c-Moll KV 491
    Maurice Ravel (1875–1937)
    Klavierkonzert für die linke Hand D-Dur
    Edward Elgar (1857–1934)
    In the South (Alassio) op. 50

    «Absolut einfach, nichts als Mozart.» Mit diesem erstaunlichen Bekenntnis charakterisierte Maurice Ravel einmal seine eigene Musik. Ob er recht damit hatte, wird Andreas Haefliger zeigen, wenn er zwei Klavierkonzerte der beiden Komponisten unmittelbar nacheinander spielt. Mozarts c-Moll-Konzert ist eines seiner liebsten: «Es verwirklicht wunderbar den Geist gelebter Kammermusik», erklärt Haefliger. «Orchester und Soloinstrument sind darin gleichwertige Dialogpartner, die sich gegenseitig ganz subtil Zwischenkommentare zuspielen.» Turbulenter zur Sache geht es in Ravels D-Dur-Konzert, das einen munteren Stilmix aus schwerelosen Tanzrhythmen, schwarzer Romantik und groovendem Jazz bietet – und uns glauben lässt, dass der Pianist hier mit beiden Händen und nicht nur mit seiner Linken zugreift. Der schottische Maestro Donald Runnicles und das Tonhalle-Orchester Zürich rahmen die beiden Konzerte mit zwei schmissigen spätromantischen Tondichtungen: dem unverwüstlichen Till Eulenspiegel von Richard Strauss und Edward Elgars melodienseliger Konzertouvertüre In the South – einer Hommage an den sonnigen Süden.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Tonhalle-Orchester Zürich

    Das Tonhalle-Orchester Zürich, das 1868 gegründet wurde, feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. Die ersten 80 Jahre seiner Geschichte prägten die Dirigenten Friedrich Hegar und Volkmar Andreae, die beide jeweils rund vier Jahrzehnte an der Spitze standen. In der jüngeren Vergangenheit war es vor allem David Zinman, der das Orchester als Chefdirigent (1995–2014) zu Weltgeltung führte. Zur Saison 2019/20 wird der estnische Maestro Paavo Järvi die Leitung übernehmen. Heute gehören rund hundert Musi-kerinnen und Musiker dem Tonhalle-Orchester Zürich an, das pro Spielzeit etwa hundert Konzerte mit fünfzig verschiedenen Programmen präsentiert. Dazu zählen auch zahlreiche Gastspielreisen: Allein in den letzten zwei Jahrzehnten trat das Ensemble in 70 Städten und 14 Ländern auf. Zuletzt, im Oktober und November 2018, stand eine Tournee in asiatische Metropolen auf dem Terminkalender, mit Stationen in Peking, Shanghai, Taipeh und Seoul. Das Orchester arbeitet regelmässig mit renommierten Gastdirigenten wie Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Bernard Haitink oder Franz Welser-Möst zusammen; hinzu kommen Spezialisten für die historisch informierte Aufführungspraxis wie Ton Koopman, Jan Willem de Vriend oder Giovanni Antonini. Unter den prominenten Solisten, mit denen das Orchester konzertierte, finden sich die Pianisten Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, Nelson Freire, Hélène Grimaud, Maria João Pires, Jean-Yves Thibaudet und Yuja Wang, die Geiger Lisa Batiashvili, Julia Fischer, Christian Tetzlaff und Frank Peter Zimmermann oder der Cellist Yo-Yo Ma. Mit Kinder- und Familienkonzerten, Workshops, der Reihe tonhalleLATE und der Community-Plattform TOZzukunft werden neue Besucherschichten angesprochen. Das Tonhalle-Orchester Zürich hat mehr als 40 CDs vorgelegt; zum Jubiläum erschien 2018 eine Box mit Aufnahmen aller Chefdirigenten von 1942 bis 2016.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL: David Zinman dirigierte am 14. September 2003 Werke von Luciano Berio, Antonín Dvořák und Richard Strauss.

    Oktober 2018

     

    Donald Runnicles

    Der schottische Dirigent Donald Runnicles, Jahrgang 1954, studierte in seiner Heimatstadt Edinburgh sowie in Cambridge und begann seine Karriere 1980 als Korrepetitor am Nationaltheater Mannheim. Schon bald wurde er mit Dirigaten betraut, gastierte an verschiedenen Bühnen und konnte 1989 am Theater Freiburg seine erste Chefposition antreten. Nachdem er 1990 Wagners Ring an der San Francisco Opera dirigiert hatte, wurde er sogleich an die Spitze des Hauses berufen, das er sechzehn Jahre lang, von 1992 bis 2008, leitete. 2009 übernahm Runnicles als Chefdirigent die Verantwortung beim BBC Scottish Symphony Orchestra, dem er bis 2016 vorstand. Zur selben Zeit, im Jahr 2009, begann auch seine Amtszeit als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin; diesen Vertrag hat er mittlerweile bis 2022 verlängert. Überdies ist Donald Runnicles Principal Guest Conductor beim Atlanta Symphony Orchestra und Künstlerischer Direktor des Grand Teton Music Festival in Wyoming. Als Operndirigent war er auch bei den Festivals in Glyndebourne, Edinburgh und Salzburg, an der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der Opéra na-tional de Paris sowie an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper zu Gast. Auf dem Konzertpodium arbeitete Runnicles, der sich vor allem dem spätromantischen Repertoire widmet, mit dem Chicago und dem Boston Symphony sowie dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra zusammen. In Europa konzertierte er mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, den Wiener und den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, der Staatskapelle Dresden und dem Sympho­nieorchester des Bayerischen Rundfunks. Donald Runnicles ist Träger des «Order of the British Empire» und Ehrendoktor der University of Edinburgh, der Royal Scottish Academy of Music and Drama sowie des San Francisco Conservatory of Music.

    Oktober 2018

    Andreas Haefliger

    Der Schweizer Pianist Andreas Haefliger, geboren 1962 in Berlin, wurde als 15-Jähriger an die New Yorker Juilliard School aufgenommen, wo er die Klavierklasse von Herbert Stessin absolvierte. Ausgezeichnet mit mehreren Preisen, begann er seine Karriere in den Vereinigten Staaten und trat bald als Solist mit Orchestern wie dem New York und dem Los Angeles Philharmonic, dem Boston, dem Chicago und dem San Francisco Symphony sowie dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra auf. 1993 erfolgte sein Debut in der Londoner Wigmore Hall, das zahlreiche weitere Engagements in Europa nach sich zog, so etwa bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und den BBC Proms. Haefliger musizierte mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem London Symphony und dem Philharmonia Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Rotterdam Philharmonic und dem Budapest Festival Orchestra. Vielbeachtet ist seine Reihe «Perspectives», die das Schaffen Ludwig van Beethovens mit Werken von Mozart bis Ligeti koppelt. Das Projekt führt er nicht nur in der Londoner Wigmore Hall durch – er dokumentiert es auch auf CD; die jüngste Folge, «Perspectives 7», erschien im April 2018. Im Frühjahr 2019 wird Andreas Haefliger mit den Wiener Symphonikern unter Susanna Mälkki das neue Klavierkonzert von Dieter Ammann uraufführen; anschliessend interpretiert er das Werk u. a. mit dem Boston Symphony Orchestra und den Münchner Philharmonikern. Haefliger tritt auch regelmässig als Liedpianist auf, so zuletzt mit dem Bariton Andrè Schuen; seine Aufnahme von Schuberts Goethe-Liedern mit Matthias Goerne erhielt den «Preis der deutschen Schallplattenkritik». Als Kammermusiker ist er in der Saison 2018/19 mit den Geigern Cho-Liang Lin und Martin Beaver, mit der Bratschistin Lise Berthaud und dem Cellisten Julian Steckel in Rotterdam, Antwerpen, Madrid, Bilbao und Hongkong zu erleben.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 24. August 1985 im Rahmen der Reihe «Junge Künstler» bei einem gemeinsamen Rezital mit seinem Bruder Michael Haefliger und Violinsonaten von Ives, Beethoven und Strauss.

    Oktober 2018


     

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