Debut 1

Timothy Ridout | Frank Dupree

Beethoven | Schumann | Bowen

Do, 20.08. | 12.15 Uhr | Nr. 20311

Lukaskirche

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Preise (CHF)

CHF 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

14.08.-13.09. 2020

 

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    Timothy Ridout  Viola
    Frank Dupree  Klavier
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Hornsonate F-Dur op. 17. Bearbeitung für Viola von Rudolph Leopold
    Robert Schumann (1810–1856)
    Fantasiestücke op. 73
    York Bowen (1884–1961)
    Sonate für Viola und Klavier Nr. 1 c-Moll op. 18

    Als Soloinstrument führte die Bratsche lange Zeit ein Schattendasein: Man traute ihr nicht zu, virtuose Passagen zu gestalten, und verspottete sie lieber mit berüchtigten Witzen. Wie etwa der Dirigent Hans Knappertsbusch, der einmal lästerte: «Die Bratsche ist so überflüssig wie das Gemächt vom Papst.» Was für ein Irrtum! Das beweist eindrucksvoll der 1995 geborene britische Bratschist Timothy Ridout, der als Sieger aus dem Lionel-Tertis- und dem Cecil-Aronowitz-Wettbewerb hervorging und 2019 zum «BBC New Generation Artist» ernannt wurde. Den Mangel an älterem Repertoire kompensiert er bei seinem Luzerner Debut, indem er Beethovens herrliche Hornsonate in einer Bearbeitung vorträgt. Robert Schumann dagegen, der seine Fantasiestücke op. 73 ursprünglich für Klarinette erdacht hatte, räumte mit alternativen Fassungen von vornherein den Streichern ein Spielrecht ein. Ein Originalwerk für die Bratsche ist die c-Moll-Sonate, die Ridouts Landsmann York Bowen 1906 komponierte: schwelgerisch-romantische Musik, die das Instrument mit seinem aparten Klang ins allerbeste Licht rückt.

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