Moderne 4

Susanne Elmark | Heinz Holliger | JACK Quartet | Marie-Lise Schüpbach u.a.

Holliger | Pagh-Paan | Moser | Kelterborn

Sa, 07.09.16.00 UhrNr. 19343

Südpol

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Preise (CHF)

CHF 50


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Moderne 4

    Susanne Elmark | Heinz Holliger | JACK Quartet | Marie-Lise Schüpbach u.a.

    Heinz Holliger  Oboe, Oboe d’amore und Englischhorn
    Marie-Lise Schüpbach  Oboe, Oboe d’amore und Englischhorn
    JACK Quartet:  Christopher Otto, Violine | Austin Wulliman, Violine | John Pickford Richards, Viola | Jay Campbell, Violoncello
    Thomas Kessler  Klangregie
    Wolfgang Heiniger  Live-Elektronik
    Emio Guim  Sampler
    Reinhard Manz  Video

    Zum 80. Geburtstag von Heinz Holliger

    Heinz Holliger (*1939)
    Ständchen für Englischhorn

    (Schweizer Erstaufführung)

    con sclancio aus Fünf kleine Stücke für Oboe solo
    Younghi Pagh-Paan (*1945)
    Schweigend lauschen für Englischhorn
    Für Heinz Holliger zum 80. Geburtstag
    Uraufführung
    Heinz Holliger (*1939)
    Streichquartett Nr. 2
    Roland Moser (*1943)
    FernLandLied für Oboe d’amore
    Uraufführung
    Rudolf Kelterborn (*1931)
    Duett für Oboe und Englischhorn
    Heinz Holliger (*1939)
    Not I. Monodram für Sopran, Live-Elektronik und Video auf einen Text von Samuel Beckett 

    In Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung

    Seit fast sechs Dezennien ist Heinz Holliger LUCERNE FESTIVAL eng verbunden und hat hier als Komponist, Oboist und Dirigent nachdrücklich Akzente gesetzt. Er wirkte im vormaligen Schweizerischen Festspielorchester mit, prägte 1998 als «composer-in-residence» das Programm und stand mehrfach auch am Pult der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Heinz Holliger gehört also gewissermassen zur Familie. Im Mai wird er 80 – und wir feiern diesen runden Geburts- tag nachträglich mit einem Kammerkonzert. Der Jubilar selbst wird Stücke von Rudolf Kelterborn und György Kurtág interpretieren, die für ihn entstanden sind. Kurtág, Younghi Pagh-Pan und Roland Moser haben Holliger zu Ehren neue Werke geschaffen. Zudem stehen wichtige eigene Arbeiten auf dem Programm, darunter das Zweite Streichquartett, das der Geiger Thomas Zehetmair einmal als «Explosion der Farbe» charakterisiert hat, und Not I nach Samuel Beckett. Als «Verstummung» hat Holliger dieses Monodram für eine Sopranistin bezeichnet, denn der Wortstrom der Solistin wird live-elektronisch vervielfältigt und verfremdet, zunehmend unscharf und am Ende gänzlich ausgelöscht.

    Susanne Elmark

    Die dänische Sopranistin Susanne Elmark wurde an der Königlichen Opernakademie in Kopenhagen ausgebildet, gab 1996 am dortigen Neuen Theater ihr Operndebut als Adele in der Fledermaus und erarbeitete sich an der Königlichen Oper Partien wie die Celia in Lucio Silla, die Zerlina im Don Giovanni oder die Eurydice in Philip Glass’ Orphée. Ihr Repertoire reicht von Mozart bis Schnittke; zu ihren Paraderollen zählen die Königin der Nacht und die Zerbinetta in Ariadne auf Naxos, mit denen sie u. a. an den Staatsopern in München und Stuttgart, an der Deutschen Oper Berlin, in Frankfurt und in Leipzig gastierte. In der vergangenen Saison debutierte Susanne Elmark in Rennes als Konstanze in der Entführung aus dem Serail – eine Rolle, die sie anschliessend auch bei einem Gastspiel der Kölner Oper im Irak gestaltete. Im Konzertbereich hat sie mit Dirigenten wie Gary Bertini, Paul McCreesh, Colin Davis und Eliahu Inbal zusammengearbeitet.

    August 2011

     

    Heinz Holliger

    Heinz Holliger wurde 1939 in Langenthal im Kanton Bern geboren. Er studierte in Bern, Paris und Basel die Fächer Oboe (bei Émile Cassagnaud und Pierre Pierlot), Klavier (bei Sava Savoff und Yvonne Lefébure) sowie Komposition (bei Sándor Veress und Pierre Boulez). Seine internationale Karriere als Oboist, die ihn in die grossen Musikzentren aller fünf Kontinente geführt hat, begann 1959, als er den Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf gewann; 1961 siegte er überdies beim ARD-Musikwettbewerb in München – und feierte seinen Einstand bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, dem heutigen LUCERNE FESTIVAL. Heinz Holliger hat die spieltechnischen Möglichkeiten seines Instruments erweitert und setzt sich bis heute mit Nachdruck für die zeitgenössische Musik wie auch für weniger bekannte Werke ein. Zahlreiche Komponisten, unter ihnen Henze, Ligeti und Lutosławski, widmeten ihm neue Partituren. 1977 nahm Heinz Holliger seine Dirigentenlaufbahn auf, die ihn bald zu den renommiertesten Orchestern brachte, zu den Berliner und den Wiener Philharmonikern etwa, zum Cleveland Orchestra, zum Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam oder zum Philharmonia Orchestra. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem Chamber Orchestra of Europe. Mit seinem eigenen Schaffen präsentierte sich Heinz Holliger 1998 als «composer-in-residence» bei den IMF Luzern. 2002 wurde seine Oper Schneewittchen in Zürich uraufgeführt, und dort kamen im Frühjahr 2018 auch seine Lenau-Szenen Lunea heraus. Holliger wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt, darunter der Sonning-Musikpreis (1987), der Frankfurter Musikpreis (1988), der Siemens-Musikpreis (1991), der Premio Abbiati der Biennale di Venezia (1995), der Zürcher Festspielpreis (2007) und zuletzt der Robert-Schumann-Preis (2017). Seit 2016 ist er Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 31. August 1961 als Oboist mit Veress’ Passacaglia concertante.

    Juli 2018

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    Marie-Lise Schüpbach

    JACK Quartet

    Das amerikanische JACK Quartet wurde 2003 von vier jungen Musikern gegründet, die gemeinsam an der Eastman School of Music in Rochester (New York) studierten. Der Name des Ensembles leitet sich aus den Vornamen der Mitglieder ab: John Pickford Richards (Viola), Ari Streisfeld (Violine II), Christopher Otto (Violine I) und Kevin McFarland (Violoncello). Während ihrer Ausbildung erhielten die Vier auch Unterricht beim Arditti und beim Kronos Quartet sowie, als Teilnehmer der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, bei Musikern des Ensemble intercontemporain, die ihnen wichtige Ratschläge für die Interpretation ihres künftigen Repertoires mit auf den Weg gaben. Denn das Quartett konzentriert sich vor allem auf die Erarbeitung zeitgenössischer Musik und arbeitet dabei eng mit den jeweiligen Komponisten zusammen: Neben Helmut Lachenmann sind hier insbesondere György Kurtág, Matthias Pintscher, Georg Friedrich Haas, Toshio Hosokawa, Wolfgang Rihm, James Dillon und Beat Furrer zu erwähnen. Das JACK Quartet trat in der Londoner Wigmore Hall, in der New Yorker Carnegie Hall, im Kimmel Center in Philadelphia und in der Library of Congress in Washington auf; es gastierte bei den Donaueschinger Musiktagen, der Biennale di Venezia, den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und beim Ultraschall-Festival in Berlin. Von 2012 bis 2014 arbeiten die vier Musiker eng mit Maurizio Pollini zusammen und wirken an der Serie der «Pollini Perspectives» mit, die nach ihrer Premiere bei LUCERNE FESTIVAL in Tokio, Paris, Berlin und Mailand präsentiert wird. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des JACK Quartet ist jungen Komponisten und Instrumentalisten gewidmet: So gibt das Quartett Workshops an den Universitäten von Iowa, Wisconsin-Madison, Buffalo, Illinois, Washington und New York und lehrt überdies an verschiedenen amerikanischen Musikhochschulen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL im Sommer 2005 als Teilnehmer der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY bei einem Gesprächskonzert mit Helmut Lachenmann.

    Juni 2013

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    Jay Campbell

    Der amerikanische Cellist Jay Campbell ist «artiste étoile» beim Sommer-Festival 2017. Er wurde 1989 in Berkeley geboren und an der New Yorker Juilliard School ausgebildet. Sein Repertoire reicht von der Alten Musik bis zum zeitgenössischen Musikschaffen. Wichtige Erfahrungen sammelte er in der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, an der er in den Sommern 2010 und 2011 teilnahm; hier trat er solistisch bei Boulez’ Messagesquisse und Pli selon pli unter der Leitung des Komponisten auf. 2016 erhielt Jay Campbell den «Avery Fisher Career Grant». Im selben Jahr verpflichtete ihn das New York Philharmonic, mit dem er erstmals 2013 konzertiert hatte, als Kurator der Reihe «Ligeti Forward», die er gemeinsam mit den LUCERNE FESTIVAL ALUMNI für die NY Phil Biennial erarbeitete; unter der Leitung von Alan Gilbert interpretierte er in diesem Rahmen György Ligetis Cellokonzert. Jay Campbell hat mit Komponisten wie Elliott Carter, Matthias Pintscher und Kaija Saariaho sowie mit zahlreichen Vertretern der jungen Generation zusammengearbeitet. John Zorn schuf mehr als ein Dutzend Werke für ihn, darunter die für den Pulitzer-Preis nominierte Triokomposition The Aristos; die CD-Einspielung wurde von der New York Times zu den «Best Recordings» des Jahres 2015 gezählt. Konzerte führten Jay Campbell in die New Yorker Carnegie Hall und in die Avery Fisher Hall, ins Kennedy Center Washington, ins Robert and Margrit Mondavi Center for the Performing Arts im kalifornischen Davis und ins Krannert Center Illinois, zum Marlboro Festival, zu Chamber Music Northwest, zum Moab Music Festival und zum Heidelberger Frühling. Er ist Mitglied im JACK Quartet und bildet gemeinsam mit Stefan Jackiw und Conrad Tao ein Klaviertrio.

    August 2017

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    Thomas Kessler

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    Wolfgang Heiniger

    Wolfgang Heiniger, Jahrgang 1964, studierte an der Musikakademie seiner Heimatstadt Basel Schlagzeug und Elektronische Musik sowie Komposition bei Thomas Kessler und wurde 1991/92 vom Zentrum für Computermusik der Stanford University als Gastkomponist eingeladen. Sein Œuvre umfasst Werke für Live-Elektronik, In-strumentalmusik und Kompositionen für Tanztheater, Bühne und Film. Er ist Mitbegründer von the B.E.A.M (Basel Electric Art Messengers) und des European Powerbook Orchestra, tritt als Klangregisseur und Interpret live-elektronischer Musik bei Festivals und Konzerten in Europa, Asien und Amerika auf und betreute auch selbst Festivals, so «Echt!Zeit» in Basel oder das Festival Rümlingen. Von 1995 bis 2003 leitete Wolfgang Heiniger den Studiengang «Audiodesign» an der Musikhochschule Basel, anschliessend wurde er als Professor für intermediale Komposition an die Berliner Hochschule für Musik «Hanns Eisler» berufen.

    August 2011

     

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