Erlebnistag – Museumskonzert 7

Streicher der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Gregor A. Mayrhofer

Bartók | Veress

So, 27.08.20.00 UhrNo. 17456

KKL Luzern, Kunstmuseum

Vergangenes Konzert


20% Ermässigung ab drei Konzerten am Erlebnistag – nur schriftlich und telefonisch buchbar.



Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    27.

    Aug

    Sonntag
    20.00

    KKL Luzern, Kunstmuseum

    Erlebnistag – Museumskonzert 7

    Streicher der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Gregor A. Mayrhofer

    Streicher der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY  
    Béla Bartók (1881–1945)
    Ausgewählte Duos für zwei Violinen
    Divertimento für Streichorchester Sz 133 
    Sándor Veress (1813–1992)
    Vier transsilvanische Tänze für Streichorchester

    1905 machten sich Béla Bartók und Zoltán Kodály gemeinsam auf den Weg, um die südosteuropäische Volksmusik systematisch zu erforschen. Sie gelangten in entlegene Landstriche, liessen sich Lieder von alten Bäuerinnen vorsingen, die schon deren Grossmütter gesungen hatten, oder von Ziegenhirten auf der Flöte und Dorfmusikanten auf der Fiedel vorspielen. Die archaische, unverfälschte Bauernmusik, die sie dabei zu hören bekamen und aufzeichneten, diente ihnen als Ansatz für eine Erneuerung der Klangsprache und Entwicklung einer spezifischen Identität: «aus musikalischen Kräften, die der Erde entsprossen sind», wie Bartók es formulierte. 
    Die Museumskonzerte des Erlebnistags erkunden Bartóks und Kodálys Revolution – und stellen die Frage, wie die Zeitgenossen und die nachfolgende Generation damit umgingen. Der Rumäne George Enescu und der Franzose Maurice Ravel etwa griffen die Neuerungen auf, Sándor Veress (übrigens der Lehrer von Heinz Holliger), György Ligeti und György Kurtág entwickelten sie zunächst fort und befreiten sich schliesslich vom übermächtigen Einfluss ihrer frühen Vorbilder. Verschiedenste Ensembles der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY – vom Duo über das Streichquartett und das Bläserquintett bis zum Brass Ensemble und zum Streichorchester – präsentieren diese musikalische Exkursion über den Balkan. Herzstück aber ist ein längeres Konzert mit den beiden «artistes étoiles» dieses Sommers, der Geigerin Patricia Kopatchinskaja und dem Cellisten Jay Campbell, die sich bei ihrem Programm mit der russischen Pianistin Polina Leschenko zusammentun. Wer schliesslich wissen will, ob all das für die junge Komponistengeneration noch von Belang ist, der erhält Antworten beim eröffnenden Werkstattkonzert des «Composer Seminar».

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    Gregor A. Mayrhofer

    Gregor A. Mayrhofer, Jahrgang 1987, studierte Komposition, Dirigieren und Gehörbildung in seiner Heimatstadt München (bei Jan Müller-Wieland), in Paris (bei Frédéric Durieux) sowie in Düsseldorf (bei Manfred Trojahn und Rüdiger Bohn) und schloss seine Dirigentenausbildung bei Alan Gilbert an der New Yorker Juilliard School ab. Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er ausserdem von Bernard Haitink, Fabio Luisi, Peter Eötvös und James Ross. Seit 2015 ist Gregor A. Mayrhofer Assistenzdirigent beim Ensemble intercontemporain, mit dem er im Mai 2016 (als kurzfristiger Einspringer für Pablo Heras-Casado) in der Pariser Philharmonie debutierte und im vergangenen Januar in der Kölner Philharmonie auftrat. Konzerte als Dirigent, Pianist und Komponist führten ihn durch ganz Europa, in die USA, nach Russland und zur Opera Mauritius, wo er 2013 Purcells Dido and Aeneas und 2015 Offenbachs Orphée aux enfers dirigierte. Gregor A. Mayrhofer hat mit Klangkörpern wie dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, den Münchner Symphonikern, der Internationalen Ensemble Modern Akademie, dem Cape Philharmonic Orchestra oder dem St. Petersburg Symphony Orchestra zusammengearbeitet. Kompositionsaufträge erhielt er u. a. von der Bayerischen Staatsoper München und der Staatsoper Hannover, dem Bayerischen Rundfunk, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, dem Ensemble intercontemporain und dem Scharoun Ensemble. 2013 gründete er das Studienstiftungsorchester NRW. Gregor A. Mayrhofer wurde mit dem «Tassilo-Kulturpreis» der Süddeutschen Zeitung, dem Charles Schiff Conducting Award und dem Bruno Walter Memorial Scholarship ausgezeichnet und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und von «Yehudi Menuhin Live Music Now».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 26. August 2016, wo er mit Musikern der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY und der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI eine Late Night mit Werken von Olga Neuwirth gestaltete.

    August 2017

    Weitere Termine

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