Staatskapelle Berlin

Staatskapelle Berlin | Daniel Barenboim

Schubert | Beethoven

Fr, 27.08. | 19.30 Uhr | Nr. 211318

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 290 190 130 40


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Staatskapelle Berlin

    Staatskapelle Berlin | Daniel Barenboim

    Franz Schubert (1797–1828)
    Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Sinfonia eroica

    Mit seiner Sinfonia eroica legte Ludwig van Beethoven 1803 ein epochales Werk vor, das die bisherigen Standards der Gattung ausser Kraft setzte. Schon die ersten beiden Sätze dauern länger als eine ganze Haydn-Sinfonie. Die wie Stützpfeiler eingerammten Eröffnungsakkorde und die schneidenden Dissonanzen, die Beethoven im Kopfsatz platziert, wirkten wie ein Schock auf das damalige Publikum. Und das Pathos der «Marcia funebre», die Anklänge an die Revolutionsmusik und die ideologische Überhöhung des Finales, das auf den Prometheus-Mythos anspielt, eröffneten aussermusikalische Botschaften. Manch einem Zeitgenossen ging das zu weit. Der junge Franz Schubert etwa legte 1816 mit seiner Fünften die Antithese vor: eine Sinfonie in schlanker Besetzung und einem an Mozart orientierten Klangbild. Und doch muss sich Schubert damit vor Beethoven keineswegs verstecken. Die anmutige Melodik und die spielerische Agilität seiner Musik, ihre Natürlichkeit und kunstvolle Einfachheit weisen den damals erst 19-jährigen Komponisten ebenfalls als Meister seines Metiers aus.  

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Staatskapelle Berlin

    Die Staatskapelle Berlin, die vom brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. als Hofkapelle gegründet und 1570 erstmals urkundlich erwähnt wurde, zählt zu den ältesten Orchestern der Welt. Als Friedrich der Grosse 1742 die Königliche Hofoper eröffnete, erweiterte sich ihr Wirkungskreis: Seit dieser Zeit ist das Orchester dem Opernhaus Unter den Linden fest verbunden. Berühmte Persönlichkeiten leiteten die seit 1842 etablierten Konzertreihen: Von Spontini, Mendelssohn und Meyerbeer über Weingartner, Strauss und Furtwängler bis zu Karajan, Konwitschny und Suitner reicht die Liste der Dirigenten, die am Pult des Orchesters wirkten. Auch Richard Wagner arbeitete mit der Hofkapelle zusammen — seine Werke gehören seither zu den Säulen ihres Repertoires. Seit 1992 steht Daniel Barenboim an der Spitze; im Jahr 2000 wählte ihn das Orchester zum Dirigenten auf Lebenszeit. Regelmässig bereist es die europäischen Musikzentren, aber auch Israel, Japan, China sowie Nord- und Südamerika. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Festtage werden auch häufig Werkzyklen präsentiert, darunter schon zweimal die zehn grossen Wagner-Opern. 2021/22 interpretiert die Staatskapelle u. a. einen Schumann-Zyklus mit Barenboim. Fünfmal wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt zum «Orchester des Jahres» gewählt, 2003 erhielt sie den Furtwängler-Preis und einen Grammy. Mit der 1997 gegründeten Orchesterakademie sind die Mitglieder auch im Bereich der Ausbildung tätig; sie engagieren sich in Daniel Barenboims Musikkindergarten Berlin für den jüngsten Nachwuchs und in der Stiftung NaturTon e.V. für den Umweltschutz.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) im September 1994 mit zwei Konzerten und Werken von Beethoven, Wagner und Verdi unter der Leitung von Daniel Barenboim.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Daniel Barenboim

    Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim, 1942 als Sohn zweier Klavierlehrer in Buenos Aires geboren, trat als Siebenjähriger erstmals öffentlich auf. 1952 übersiedelte die Familie von Argentinien nach Israel, wo Barenboim 1953 mit dem Wettbewerb der American-Israel Cultural Foundation ein Stipendium für das Studium bei Nadia Boulanger in Paris gewann. Darüber hinaus belegte er Dirigierkurse bei Igor Markevitch und wurde 1954 Wilhelm Furtwängler vorgestellt, der ihn als «Phänomen» bezeichnete. Die erste Phase seiner Laufbahn verbrachte Barenboim als weltweit erfolgreicher Konzertpianist. Seit seinem Einstand als Dirigent beim Philharmonia Orchestra (1967) ist er auch in dieser Funktion bei den besten Orchestern gefragt. Als erste feste Position übernahm Barenboim von 1975 bis 1989 die Leitung des Orchestre de Paris; von 1991 bis 2006 war er Chef des Chicago Symphony Orchestra, das ihn anschliessend zum Ehrendirigenten ernannte. Sein Operndebut gab er 1973 mit Mozarts Don Giovanni beim Edinburgh Festival; 1981 dirigierte er zum ersten Mal in Bayreuth, wo er bis 1999 jeden Sommer tätig war. Seit 1992 ist Daniel Barenboim Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin, im Jahr 2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit. Von 2007 bis 2014 war er der Mailänder Scala eng verbunden, zuletzt als Musikdirektor. Überdies rief Barenboim 1999 das West-Eastern Divan Orchestra ins Leben, das junge Musiker*innen aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien zusammenführt. 2017 eröffnete er in Berlin den Pierre Boulez Saal, wo er mit seinem neugegründeten Boulez Ensemble Werke von der Klassik bis zur Gegenwart aufführt. Für seine künstlerische und kulturpolitische Arbeit wurde Barenboim u. a. mit dem Prinz-von-Asturien-Preis und der Buber-Rosenzweig-Medaille, dem Siemens-Musikpreis, der Goethe-Medaille und dem japanischen «Praemium Imperiale» ausgezeichnet. Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ernannte ihn 2007 zum UN-Friedensbotschafter.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 25. August 1966 mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven, begleitet vom English Chamber Orchestra .

    Weitere Informationen finden Sie unter www.danielbarenboim.com

    Juli 2021


     

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