Monteverdi-Trilogie

Vor 450 Jahren wurde Claudio Monteverdi geboren. Sir John Eliot Gardiner erweist «il divino Claudio», wie ihn schon die Zeitgenossen nannten, zu seinem Jubiläum die Ehre und dirigiert in fünf Tagen alle drei erhaltenen Opern: L’Orfeo, Il ritorno d’Ulisse in patria und L’incoronazione di Poppea.

Sir John Eliot Gardiner © Peter Fischli/LUCERNE FESTIVAL

2017 ist ein Monteverdi-Jahr: 1567, vor 450 Jahren, wurde der italienische Komponist in Cremona geboren. Er wirkte an der Schwelle der Renaissance zum Barock, als ein Pionier und Prophet der klassischen Musik heutiger Ausprägung. Monteverdi war also ein Identitätsstifter – und obendrein kreisen die Stoffe seiner Opern um die Frage, wer und was der Mensch ist.

Sir John Eliot Gardiner wird aus Anlass des Jubiläums und ideal zum Thema des Sommer-Festivals alle drei Monteverdi-Opern in Luzern aufführen. «Monteverdis Opern ergreifen dich einfach, sie nehmen dich von Anfang bis Ende gefangen», schwärmt er. «Für mich ist Claudio Monteverdi das musikalische Gegenstück zu William Shakespeare. Er hat es als erster Komponist in der Geschichte der abendländischen Musik verstanden, die ganze Bandbreite der menschlichen Empfindungen darzustellen: das pralle Leben, von den nobelsten und göttlichen Charakteren bis zu den niedersten Gestalten.»

Monteverdi-Trilogie