Lucerne Festival Orchestra 3

Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra

Ives | Pärt | Ligeti u.a.

So, 15.08. | 19.30 Uhr | Nr. 211303

KKL Luzern, Konzertsaal

Karten kaufen

Preise (CHF)

CHF 50


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

|

 
     

    Lucerne Festival Orchestra 3

    Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra

    Charles Ives (1874–1954)
    From the Steeples and the Mountains
    George Antheil (1900–1959)
    Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier
    Philipp Jakob Rittler (1637–1690)
    Mummum a 6
    Niccolò Paganini (1782–1840)
    La Campanella aus dem Violinkonzert Nr. 2 h-Moll op. 7
    Arvo Pärt (*1935)
    Fratres für Posaune und Klavier
    György Ligeti (1923–2006)
    Mysteries of the Macabre für Trompete und Klavier
    Charles-Valentin Alkan (1813–1888)
    La chanson de la folle au bord de la mer op. 31 Nr. 8
    Carlo Gesualdo (1566–1613)
    Tenebrae factae sunt
    Galina Ustwolskaja (1919–2006)
    Komposition Nr. 1 Dona nobis pacem

    In diesem Konzert steckt alles drin! Da trifft der Renaissancefürst Carlo Gesualdo, für seine expressiven Madrigale ebenso berühmt wie als Gattinnenmörder berüchtigt, auf den selbsternannten «bad boy of music» George Antheil, dessen Zweite Violinsonate allerlei Schlagermelodien zitiert und den Pianisten überdies als Schlagzeuger einsetzt. Da steht Arvo Pärts meditativer «Glöckchen-Stil» neben einem Glocken-Hymnus des experimentierfreudigen Einzelgängers Charles Ives. Und da ist der komponierende Klaviervirtuose Charles Valentin Alkan mit seinem beklemmenden «Gesang einer Wahnsinnigen am Meeresgestade» zu entdecken. Eine kunterbunte Kammermusik-Revue, unterstützt durch eine verrückte Licht-Regie, haben sich die Musiker*innen des Lucerne Festival Orchestra ausgedacht. Und sie mit allerlei virtuosen Verrücktheiten gespickt – vom Bravourstück des «Teufelsgeigers» Niccolò Paganini bis zu György Ligetis Mysteries of the Macabre, einer Bearbeitung dreier teuflisch schwerer Koloratur-arien, die Reinhold Friedrich auf der Trompete intoniert. Eines eint all diese ganz unterschiedlichen Komponist*innen: Sie gingen eigene Wege und ver-rückten dadurch die musikalischen Massstäbe ihrer Zeit.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra

    Im Sommer 2003 schlug die Geburtsstunde des Lucerne Festival Orchestra, das vom italienischen Dirigenten Claudio Abbado und von Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen wurde. Sie knüpften damit an das legendäre «Eliteorchester» an, in dem Arturo Toscanini 1938, im Gründungsjahr des Festivals, gefeierte Virtuosen seiner Zeit zu einem luxuriösen Klangkörper vereinte und mit einem «Concert de Gala» vorstellte. Abbado hatte bis zu seinem Tod im Januar 2014 die Leitung des Lucerne Festival Orchestra inne. Zu seinem Nachfolger wurde 2016 Riccardo Chailly ernannt, der seinen Vertrag mittlerweile bis 2026 verlängert hat. Als Gastdirigenten waren am Pult Andris Nelsons, Bernard Haitink, Yannick Nézet-Séguin und Herbert Blomstedt zu erleben. Das Orchester setzt sich aus international renommierten Solist*innen, Kammermu-siker*innen und Musikprofessor*innen sowie Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala zusammen. Viele der Aufführungen wurden im Fernsehen übertragen und liegen mittlerweile auf DVD oder CD vor; sie wurden mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem BBC Music Magazine Award und dem International Classical Music Award ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2019 eine Strauss-CD; auf DVD kam 2020 die erste Folge des Rachmaninow-Zyklus unter Chailly heraus, mit dem Dritten Klavierkonzert, gespielt von Denis Matsuev, und der Dritten Sinfonie. Gastspiele führten das Lucerne Festival Orchestra bisher in zahlreiche europäische Musikmetropolen, aber auch nach New  York, Tokio, Seoul, Peking, Schanghai und Schenzhen.

    Das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA ist seit seinen ersten Auftritten im Jahr 2003 alljährlich beim Sommer-Festival zu erleben.

    Juli 2021

    Weitere Termine