Rezital 3

Sir András Schiff

Schumann | Brahms | Mozart | Bach | Beethoven

Mi, 21.11. | 19.30 Uhr | Nr. 18509

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Piano-Festival

17.11.-27.11. 2018

 

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    Robert Schumann (1810–1856)
    Thema mit Variationen Es-Dur WoO 24 Geistervariationen
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Drei Intermezzi op. 117
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Rondo a-Moll KV 511
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Sechs Klavierstücke op. 118
    Johann Sebastian Bach (1685–1750)
    Präludium und Fuge h-Moll BWV 869 (aus Das Wohltemperierte Klavier, Teil 1)
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Vier Klavierstücke op. 119
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate Es-Dur op. 81a Les Adieux

    «Die westliche Musik erreicht einen absoluten Gipfel bei und mit Bach», glaubt Sir András Schiff. «Dann erlebt sie eine zweite goldene Ära in der Wiener Klassik bis zum Tod Schuberts 1828. Weitere produktive Phasen bilden Romantik und Spätromantik.» In seinen beiden Konzerten beim Piano-Festival konzentriert er sich ganz auf diese drei grossen Blütezeiten der Musikgeschichte und stellt sie im unmittelbaren Wechselspiel einander gegenüber. Dabei sorgt er für verblüffende Erkenntnisse, etwa was die Modernität der Komponisten angeht: «Man kann nicht ernsthaft behaupten, Brahms sei fortschrittlicher als Bach», erklärt er. Doch der Abend hält noch weitere Entdeckungen bereit: Wenn Schiff Beethoven spielt, wartet ein «metaphysisches und kosmisches» Erlebnis auf das Publikum, während Robert Schumanns letztes Werk, die Geistervariationen, die lange für die Schöpfung eines «Wahnsinnigen» gehalten wurden, einen zu Tränen rühren können. Dazu passen die späten Klavierstücke von Brahms, die Schiff als «herbstlich, melancholisch, resigniert» beschreibt. Ein bewegender Abschied – und doch kein Abgesang.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Sir András Schiff

    Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász, später setzte er sein Studium bei Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados in seiner Heimatstadt sowie bei George Malcolm in London fort. Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit stehen die Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Seit 2004 hat Schiff den kompletten Zyklus aller Klaviersonaten Beethovens in mehr als zwanzig Städten aufgeführt und auf CD eingespielt. Regelmässig tritt er mit international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf; einen Schwerpunkt setzt er indes auf die Interpretation der Klavierkonzerte von Bach, Beethoven und Mozart unter eigener Leitung. Zu diesem Zweck gründete er 1999 die Cappella Andrea Barca, doch auch mit dem Chamber Orchestra of Europe arbeitet er eng zusammen. Seit früher Jugendzeit ist Schiff überdies ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Von 1989 bis 1998 leitete er die Musiktage Mondsee, von 1995 bis 2013 die Ittinger Pfingstkonzerte (gemeinsam mit Heinz Holliger), und seit 1998 führt er in Vicenza die Konzertreihe «Omaggio a Palladio» durch. Als Pädagoge ist er an der Barenboim-Said-Akademie in Berlin tätig. Sir András Schiff wurde mit dem Robert-Schumann-Preis (2011), der Goldenen Mozart-Medaille (2012) und der Goldmedaille der Londoner Ro-yal Philharmonic Society (2013) ausgezeichnet. Im Juni 2014 erhob ihn Queen Elizabeth II. in den Adelsstand, 2018 verlieh ihm Prince Charles als Präsident des Royal College of Music die Ehrendoktorwürde. 2017 erschien sein Buch Musik kommt aus der Stille. Sir András Schiff hat gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezogen. Nach beleidigenden Angriffen von Seiten ungarischer Nationalisten zog er die Konsequenz, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) mit einem Rezital am 21. August 1990 und Werken von Janáček, Bartók, Schubert und Haydn.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    18:30 Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium

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