Rezital 2 – Klavier

Sir András Schiff

Mozart | Schubert | Haydn | Beethoven

So, 03.09.11.00 UhrNr. 17349

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    «Letzte Sonaten»

    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Klaviersonate D-Dur KV 576
    Franz Schubert (1797–1828)
    Klaviersonate B-Dur D 960
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Klaviersonate Es-Dur Hob. XVI:52
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate c-Moll op. 111

    «Letzte Sonaten»: Wer denkt bei diesem Titel, den Sir András Schiff seinem Rezital verliehen hat, nicht an Abschied und Ende, Weisheit und höhere Erkenntnisse? Oder, unter den Vorzeichen des diesjährigen Festspielmottos gefragt: Haben die vier grossen Wiener Klassiker, haben Haydn und Mozart, Beethoven und Schubert mit ihren finalen Gattungsbeiträgen zu ihrer wahren Identität gefunden? In Haydns pianistischem Schlusswort regieren Witz und Esprit, Mozart dagegen orientierte sich eher an der Strenge und Stringenz barocker Vorbilder (und er dürfte 1789, als er das Werk schuf, wohl kaum an den Tod gedacht haben). Aus Schuberts letzter Sonate klingen Wehmut und Weltschmerz – nur zwei Monate nach Vollendung des Werks sollte sein Leben denn auch zum Abschluss gelangen. Beethovens legendäres Opus 111 aber – entstanden 1821/22, als der Komponist schon völlig ertaubt war – scheint tatsächlich den Aufbruch in ein Danach zu spiegeln: Auf den Pianisten Edwin Fischer wirkten die beiden Sätze wie «Diesseits und Jenseits». 

    Sir András Schiff

    Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász, später setzte er sein Studium bei Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados in seiner Heimatstadt sowie bei George Malcolm in London fort. Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit stehen die Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Seit 2004 hat Schiff den kompletten Zyklus aller Klaviersonaten Beethovens in mehr als zwanzig Städten aufgeführt und auf CD eingespielt. Regelmässig tritt er mit international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf; einen Schwerpunkt setzt er indes auf die Interpretation der Klavierkonzerte von Bach, Beethoven und Mozart unter eigener Leitung. Zu diesem Zweck gründete er 1999 die Cappella Andrea Barca, doch auch mit dem Chamber Orchestra of Europe arbeitet er eng zusammen. Seit früher Jugendzeit ist Schiff überdies ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Von 1989 bis 1998 leitete er die Musiktage Mondsee, von 1995 bis 2013 die Ittinger Pfingstkonzerte (gemeinsam mit Heinz Holliger), und seit 1998 führt er in Vicenza die Konzertreihe «Omaggio a Palladio» durch. Als Pädagoge ist er an der Barenboim-Said-Akademie in Berlin tätig. Sir András Schiff wurde mit dem Robert-Schumann-Preis (2011), der Goldenen Mozart-Medaille (2012) und der Goldmedaille der Londoner Ro-yal Philharmonic Society (2013) ausgezeichnet. Im Juni 2014 erhob ihn Queen Elizabeth II. in den Adelsstand, 2018 verlieh ihm Prince Charles als Präsident des Royal College of Music die Ehrendoktorwürde. 2017 erschien sein Buch Musik kommt aus der Stille. Sir András Schiff hat gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezogen. Nach beleidigenden Angriffen von Seiten ungarischer Nationalisten zog er die Konsequenz, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) mit einem Rezital am 21. August 1990 und Werken von Janáček, Bartók, Schubert und Haydn.

    Juli 2019

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