Sinfoniekonzert 5

Shanghai Symphony Orchestra | Long Yu | Frank Peter Zimmermann

Chen | Prokofjew | Rachmaninow

Fr, 23.08.19.30 UhrNr. 19314

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 170 150 110 90 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 5

    Shanghai Symphony Orchestra | Long Yu | Frank Peter Zimmermann

    Long Yu  Dirigent
    Qigang Chen (*1951)
    Wu Xing (Die fünf Elemente)
    Sergej Prokofjew (1891–1953)
    Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 19
    Sergej Rachmaninow (1873–1943)
    Sinfonische Tänze op. 45

    Das Erste Violinkonzert von Sergej Prokofjew öffnete dem Geiger Frank Peter Zimmermann die Tür zur grossen Karriere: Schon mit zehn Jahren war es sein Lieblingskonzert, hörte er es immer wieder mit David Oistrach auf Schallplatte. Später stellte er sich mit diesem Werk auf den wichtigsten internationalen Konzertpodien vor, nahm es 1987 mit Lorin Maazel auch selbst auf. «Komischerweise war es dann für mich zwei Jahrzehnte völlig weg, da wurden andere Dinge wichtiger», erzählt Zimmermann, «aber jetzt ist es zu mir zurückgekommen, und ich bin überglücklich, es wieder zu spielen.» In Luzern wird er das Prokofjew-Konzert gemeinsam mit dem Shanghai Symphony Orchestra unter Long Yu aufführen, die vor zwei Jahren ihr vielbeachtetes Debut beim Festival gaben. Mit Sergej Rachmaninows Sinfonischen Tänzen nehmen sie sich ein Stück hoch-virtuoser, fesselnder Orchesterliteratur vor: Entstanden vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, ruft Rachmaninow hier mit Zitaten aus der Sequenz  des Dies irae und der orthodoxen Liturgie in Erinnerung, dass es noch höhere Mächte als die weltlichen gibt.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Shanghai Symphony Orchestra

    Das Shanghai Symphony Orchestra, dessen Wurzeln in das Jahr 1879 zurückgehen, ist das älteste chinesische Orchester. Gegründet als «Shanghai Public Band» wurde es 1922 zum «Shanghai Municipal Council Symphony Orchestra» umbenannt, ehe es 1956 seinen heutigen Namen erhielt. Prägend wirkte vor allem der italienische Dirigent Mario Paci, der 1919 die Leitung übernahm und die jungen chinesischen Musiker mit der westlichen Musik bekanntmachte. Parallel dazu regte er auch chinesische Komponisten zu neuen Werken an und sorgte dafür, dass sie in den Programmen zu Gehör gelangten. Die Geschichte des Shanghai Symphony Orchestra, das bald als eines der besten Orchester im Fernen Osten galt, verlief somit parallel zur Entwicklung der neueren chinesischen Musik. Seit den späten 1970er Jahren, nach dem Ende der «Kulturrevolution», hat das Shanghai Symphony Orchestra eine rege Tourneetätigkeit aufgenommen. 1990 feierte es sein Debut in der New Yorker Carnegie Hall, 2004 gastierte es im Rahmen des Chinesisch-Französischen Kulturjahrs erstmals in Europa, 2005 trat es als erstes chinesisches Orchester in der Berliner Philharmonie auf. Seit 2009 amtiert Long Yu als Musikdirektor. Unter seiner Stabführung konzertierte das Ensemble, als Kulturbotschafter der Expo 2010, gemeinsam mit den New Yorker Philharmonikern vor 100.000 Besuchern im Central Park. Seit 2009 präsentiert das Shanghai Symphony Orchestra jährlich ein Neujahrskonzert, das im Fernsehen übertragen wird und bisher von Dirigenten wie Riccardo Muti, Kurt Masur, Mikhail Pletnev, Alan Gilbert und Christoph Eschenbach geleitet wurde. Seit 2014 residiert es in der neuerbauten Shanghai Symphony Hall, die über zwei unterirdisch angelegte Konzertsäle verfügt. Für seine Einspielung von Tan Duns Filmmusik Crouching Tiger, Hidden Dragon wurde das Orchester mit einem «Grammy» ausgezeichnet.

    Mai 2017

    Weitere Termine

    Long Yu

    Der chinesische Dirigent Long Yu, der 1964 in Shanghai geboren wurde, erhielt seine erste musikalische Ausbildung von seinem Grossvater, dem Komponisten Ding Shande. Später studierte er Klavier und Dirigieren am Konservatorium von Shanghai; nach seinem Abschluss im Jahr 1987 setzte er das Studium noch an der Universität der Künste in Berlin fort. 1992 kehrte er aus Europa zurück und wurde als Principal Conductor an das Central Opera Theatre in Peking verpflichtet, 1998 rief er das Beijing Music Festival ins Leben, das sowohl Opernaufführungen als auch Konzerte präsentiert und mittlerweile als das bedeutendste Musikfestival der östlichen Hemisphäre gilt. Auch die Gründung des China Philharmonic Orchestra im Jahr 2000 geht mit auf die Initiative von Long Yu zurück; bis heute ist er dem Orchester als Chefdirigent verbunden. 2003 wurde er überdies an die Spitze des Guangzhou Symphony Orchestra berufen, seit 2009 amtiert er als Musikdirektor beim Shanghai Symphony Orchestra, seit 2015 als Principal Guest Conductor des Hong Kong Philharmonic Orchestra. Mit dem China Philharmonic trat er im Vatikan auf, mit dem Shanghai Symphony Orchestra reiste er durch Europa und die USA; die New York Times rühmte ihn daraufhin als «Chinas Herbert von Karajan». Als Gast hat Long Yu so renommierte Klangkörper wie das New York und das Los Angeles Philharmonic, das Chicago Symphony Orchestra, das Philadelphia Orchestra, das Orchestre de Paris, die Bamberger Symphoniker, die Münchner Philharmoniker, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und das Sydney Symphony Orchestra dirigiert. Neben dem klassischen Repertoire widmet er sich auch der zeitgenössischen Musik mit Werken von Krzysztof Penderecki, Philip Glass, Guo Wenjing, Tan Dun, Ye Xiaogang und Unsuk Chin. Auf CD hat er u. a. Werke chinesischer Komponisten mit Lang Lang aufgenommen.

    Mai 2017

    Weitere Termine

    Frank Peter Zimmermann

    Als Fünfjähriger begann der 1965 in Duisburg geborene Frank Peter Zimmermann mit dem Geigenspiel und gab im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert als Solist mit Orchester. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers nahm er 1983 seine internationale Karriere auf. Seither gastiert er bei allen wichtigen Festivals und musiziert mit den renommierten Orchestern und Dirigenten der Alten und der Neuen Welt. In der Saison 2011/12 war er «artist-in-residence» beim New York Philharmonic und bei den Bamberger Symphonikern. Ausserdem konzertierte er mit Bernard Haitink beim Chicago Symphony, mit Juraj Valcuha beim Boston Symphony, mit Mariss Jansons bei den Berliner Philharmonikern und mit Daniel Harding bei der Filarmonica della Scala. Als Kammermusiker gastiert Zimmermann in aller Welt: Zu seinen Partnern zählen dabei die Pianisten Enrico Pace, Piotr Anderszewski und Emanuel Ax. Gemeinsam mit dem Bratscher Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra gründete er 2007 das «Trio Zimmermann», dessen Beethoven-Einspielung im Frühjahr 2012 auf die Bestenliste des «Preises der deutschen Schallplattenkritik» gewählt wurde. Immer wieder widmet sich Frank Peter Zimmermann Repertoire-Raritäten und der zeitgenössischen Musik: In den vergangenen Jahren hat er mit Juggler in Paradise (2009) von Augusta Read Thomas, The Lost Art of Letter Writing (2007) von Brett Dean und En sourdine (2003) von Matthias Pintscher gleich drei Violinkonzerte uraufgeführt. Für seine künstlerischen Verdienste wurde Frank Peter Zimmermann u. a. 1990 mit dem Premio dell’ Accademia Musicale Chigiana, 1994 mit dem Rhei-nischen Musikpreis, 2002 mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg und 2010 mit dem Paul-Hindemith-Preis gewürdigt. Er spielt eine Stradivari aus dem Jahr 1711, die sich vormals im Besitz von Fritz Kreisler befand.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 25. August 1979 im Rahmen der Reihe «Junge Künstler» mit Werken von Tartini, Beethoven, Ysaÿe, Webern und Saint-Saëns.

    August 2012

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