Sinfoniekonzert 27

Sächsische Staatskapelle Dresden | Christian Thielemann | Anja Harteros

Weber | Strauss

Do, 10.09. | 19.30 Uhr | Nr. 20356

KKL Luzern, Konzertsaal

Karten kaufen

Preise (CHF)

CHF 290 240 190 130 70 40


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

14.08.-13.09. 2020

 

|

 
     

    Sinfoniekonzert 27

    Sächsische Staatskapelle Dresden | Christian Thielemann | Anja Harteros

    Carl Maria von Weber (1786–1826)
    Ouvertüre zur Oper Euryanthe
    Richard Strauss (1864–1949)
    Walzerfolge Nr. 1 aus Der Rosenkavalier
    Die heiligen drei Könige aus dem Morgenland op. 56 Nr. 6
    Meinem Kinde op. 37 Nr. 3
    Waldseligkeit op. 49 Nr. 1
    Zueignung op. 10 Nr. 1
    Befreit, op. 39, no. 4
    Ruhe, meine Seele op. 27 Nr. 1
    Morgen op. 27 Nr. 4
    Cäcilie, op. 27, Nr. 2
    Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

    Für die menschliche Stimme zu schreiben: Das verstand wohl kaum ein anderer so gut wie Richard Strauss. Kein Wunder, war er doch selbst mit einer Sängerin verheiratet, mit Pauline de Ahna, deren silbrigen Sopran er mit vielen seiner Lieder ins beste Licht zu rücken verstand. In Anja Harteros, die als «Jahrhundertsopran» gepriesen wird, hat de Ahna eine Wiedergängerin gefunden. Die deutsch-griechische Primadonna wird eine Auswahl von acht Orchestergesängen vortragen, die ihr alles abfordern: vom Humor bei den Heiligen drei Königen über die Verinnerlichung bei Morgen bis zur Euphorie bei der überbordenden Zueignung. In einen freudigen Taumel versetzt uns aber schon zuvor die Sächsische Staatskapelle Dresden mit ihrem Chef Christian Thielemann, wenn sie die schmissige erste Walzerfolge aus dem Rosenkavalier vorträgt. Und bei Till Eulenspiegel am Ende ihres Strauss-Programms darf man einmal mehr über diesen Magier der Instrumentation und der Orchesterfarben staunen, der so bildkräftig komponieren konnte, dass man die Abenteuer des legendären Schalksnarren genau vor Augen sieht.

    Sächsische Staatskapelle Dresden

    Die Sächsische Staatskapelle Dresden, 1548 durch Kurfürst Moritz von Sachsen gegründet, gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Orchestern der Welt. Bedeutende Kapellmeister und international renommierte Instrumentalisten haben die einstige Hof- und heutige Staatskapelle geprägt. Zu ihren Leitern gehörten u. a. Heinrich Schütz, Johann Adolf Hasse, Carl Maria von Weber und Richard Wagner. Richard Strauss war dem Klangkörper, dessen internationaler Ruf als «Strauss-Orchester» bis heute fortbesteht, über sechzig Jahre als Komponist, Dirigent und Freund verbunden: Neun seiner Opern wurden in Dresden uraufgeführt, seine Alpensinfonie ist der Staatskapelle gewidmet. Zu den prägenden Chefdirigenten des 20. Jahrhunderts zählten Fritz Reiner, Fritz Busch, Karl Böhm, Joseph Keilberth, Kurt Sanderling und Herbert Blomstedt. Von 1992 bis zu seinem frühen Tod im April 2001 amtierte Giuseppe Sinopoli an der Spitze des Orchesters, ihm folgten Bernard Haitink und Fabio Luisi. Seit 2012 hat Christian Thielemann die Position des Chefdirigenten inne, zum Ersten Gastdirigenten wurde Myung-Whun Chung berufen. Gegenwärtig musiziert das Orchester in der Semperoper pro Saison etwa 260 Opern- und Ballettaufführungen sowie rund fünfzig sinfonische und kammermusikalische Konzerte. Seit 2013 ist die Staatskapelle überdies das Orchester der Osterfestspiele in Salzburg. Mit der Position eines «Capell-Compositeurs» wird die zeitgenössische Musik gefördert: Nach Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm und Sofia Gubaidulina trägt György Kurtág 2015/16 diesen Titel; der Pianist Yefim Bronfman amtiert zeitgleich als «Capell-Virtuos». 2007 wurde das Orchester mit dem «Preis der Europäischen Kulturstiftung für die Bewahrung des musikalischen Weltkulturerbes» ausgezeichnet. Seit 2008 ist die Gläserne Manufaktur von Volkswagen Partner der Sächsischen Staatskapelle.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 24. August 1979 mit Werken von Respighi und Bruckner unter der Leitung von Herbert Blomstedt.

    August 2015

    Weitere Termine

    Christian Thielemann

    Christian Thielemann, geboren 1959 in Berlin, studierte in seiner Heimatstadt Bratsche, Klavier und Dirigieren. 1978 begann er seine berufliche Laufbahn als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin, bereits im Jahr darauf verpflichtete ihn Herbert von Karajan als seinen Assistenten. 1985 ging Thielemann als Erster Kapellmeister an die Deutsche Oper am Rhein nach Düsseldorf, von 1988 bis 1992 war er Generalmusikdirektor am Theater Nürnberg, von 1997 bis 2004 war er, ebenfalls als GMD, der Deutschen Oper Berlin verbunden. Diese Posi-tion gab er auf, um die Leitung der Münchner Philharmoniker zu übernehmen, die er bis zum Sommer 2011 innehatte. Seit 2012 amtiert Thielemann als Chefdirigent bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2013 ist er ausserdem Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, wo er im Frühjahr 2015 Mascagnis Cavalleria rusticana und Leoncavallos Pagliacci herausbrachte. Christian Thielemann hat sich insbesondere durch seine Wagner- und Strauss-Interpretationen einen Namen als Spezialist für die deutsche Spätromantik gemacht. Sein Repertoire umfasst aber ebenso Werke von Mozart, Beethoven und Schumann wie auch Kompositionen von Debussy, Schönberg und Henze. Bei den Bayreuther Festspielen, wo er in diesem Sommer Tristan und Isolde leitete, ist er seit dem Jahr 2000 regelmässiger Gast; 2015 wurde er dort zum Musikdirektor ernannt. Im Konzert arbeitete Thielemann mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Israel Philharmonic und dem Philharmonia Orchestra zusammen. In den USA war er beim New York Philharmonic, beim Philadelphia Orchestra und beim Chicago Symphony Orchestra zu Gast. Neben zahlreichen CD- und DVD-Einspielungen veröffentlichte Thielemann 2013 das Musikbuch Mein Leben mit Wagner. 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 23. März 2002 mit den Münchner Philharmonikern und Werken von Debussy, Chausson und Ravel.

    August 2015

    Weitere Termine

    Anja Harteros

    Die Sopranistin Anja Harteros, die als Tochter eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter im Bergischen Land geboren wurde, studierte an der Kölner Musikhochschule, erhielt ihr erstes Festengagement 1996 am Opernhaus Bonn und begann ihre internationale Karriere 1999 als Siegerin des Wettbewerbs «Singer of the World». Bald darauf wurde sie schon an die grossen Bühnen der Welt eingeladen: an die New Yorker Metropolitan Opera, die Mailänder Scala und das Royal Opera House London, an die Staatsopern von Wien, Berlin, München und Dresden, nach Amsterdam, Paris und zu den Salzburger Festspielen. Ihr Repertoire umfasst jugendlich-dramatische Partien sowohl italienischer als auch deutscher Opern: auf der einen Seite etwa Verdis Violetta Valéry, Elisabetta, Leonora, Desdemona und Alice Ford oder Puccinis Mimì und Tosca, auf der anderen Wagners Eva, Elsa und Elisabeth oder Strauss-Heldinnen wie Arabella, die Feldmarschallin und die Ariadne, die sie erstmals im Herbst 2015 an der Bayerischen Staatsoper gestaltet. Ausserdem ist Anja Harteros als Interpretin barocker Werke sowie als Mozart-Sopran hervorgetreten. Dabei hat sie mit zahlreichen renommierten Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Daniel Barenboim, John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Daniel Harding, Mariss Jansons, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Antonio Pappano und Christian Thielemann. Auf CD hat sie u. a. die Vier letzten Lieder von Strauss, das Verdi-Requiem und das Lied-Rezital Von ewiger Liebe vorgelegt, ausgezeichnet mit dem «Orphée d’Or», dem Preis der französischen Kulturkritik. 2007 wurde Anja Harteros zur Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper ernannt, 2009 wählten sie die Kritiker des Fachmagazins Opernwelt zur «Sängerin des Jahres», und 2010 wurde ihr in Köln der Opernpreis verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL: am 29. August 2012 mit Verdis Requiem und den Klangkörpern der Mailänder Scala unter der Leitung von Daniel Barenboim.

    August 2015

    None