Royal Concertgebouworkest

Royal Concertgebouworkest | Collegium Vocale Gent | Philippe Herreweghe

Haydn

Mo, 29.08. | 19.30 Uhr

KKL Luzern, Konzertsaal

Karten ab 29.3. | 12 Uhr

Preise (CHF)

CHF 320 270 220 150 80 40


Sommer-Festival

09.08.-11.09. 2022

 

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    Royal Concertgebouworkest

    Royal Concertgebouworkest | Collegium Vocale Gent | Philippe Herreweghe

    Robin Johannsen  Sopran
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Die Schöpfung. Oratorium in drei Teilen Hob. XXI:2

    Royal Concertgebouworkest

    Das Royal Concertgebouworkest (RCO) wurde 1888 anlässlich der Einweihung des Amsterdamer Konzertgebäudes gegründet. Seit seinem 100. Geburtstag im Jahr 1988 trägt es das Attribut «königlich» im Namen — Königin Máxima der Niederlande ist Schirmherrin. Erster Chefdirigent war Willem Kees, der sein Amt 1895 an Willem Mengelberg übergab. Mengelberg prägte das Orchester durch fünf Jahrzehnte und begründete die grosse Mahler-Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm zunächst Eduard van Beinum die Leitung; ihm folgten Bernard Haitink (1961–1988), Riccardo Chailly (1988–2004), Mariss Jansons (2004–2015) und Daniele Gatti (2016–2018). Berühmte Komponisten wie Gustav Mahler und Richard Strauss haben das Orchester mehrfach dirigiert. Auch heute arbeitet das RCO regelmässig mit zeitgenössischen Komponist*innen zusammen. Pro Saison stehen über 90 Konzerte in Amsterdam auf dem Spielplan, hinzu kommen rund 40 Auftritte bei Tourneen in aller Welt. So ist etwa für den Herbst 2021 eine grosse Asien-Reise mit Tugan Sokhiev geplant. Mehr als 1.100 Platten-, CD- und DVD-Aufnahmen hat das Orchester veröffentlicht, seit 2004 auch auf dem hauseigenen Label «RCO live». Mit der RCO Academy und dem 2019 gegründeten Jugendorchester RCO Young engagiert es sich für den musikalischen Nachwuchs. Das RCO wird vom Niederländischen Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft, von der Stadt Amsterdam, von Sponsoren, Stiftungen und Gönnern aus der ganzen Welt mitfinanziert. Der grösste Teil seines Etats verdankt sich jedoch den Einnahmen aus dem Kartenverkauf.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 3. September 1972 mit Bernard Haitink und Werken von Strawinsky sowie Bruckners Siebter Sinfonie.

    Juli 2021

    Weitere Informationen finden Sie unter www.concertgebouworkest.nl.

     

     

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    Collegium Vocale Gent

    Das Collegium Vocale Gent wurde 1970 von Philippe Herreweghe gegründet. Es war eines der ersten Vokalensembles, die sich den damals neuen Ideen der historisch informierten Aufführungspraxis verpflichtet fühlten. Entsprechend suchten bald Musiker wie Gustav Leonhardt, Ton Koopman und Nikolaus Harnoncourt Kontakt mit dem flämischen Chor und engagierten ihn für ihre Projekte. Seit Mitte der achtziger Jahre geniesst das Collegium Vocale Gent internationale Reputation und wurde in die bedeutendsten Konzertsäle Europas, Israels, Russlands, der Vereinigten Staaten, Ostasiens und Australiens eingeladen. Das Repertoire des Chors ist nicht auf eine bestimmte Epoche begrenzt, sondern erstreckt sich von der Vokalpolyphonie der Renaissance über barocke Werke sowie klassische und romantische Oratorien bis zur zeitgenössischen Musik, wobei das Œuvre Bachs und Händels einen Schwerpunkt bildet. Neben den regelmässigen Auftritten mit dem Orchestre des Champs-Elysées unter der Leitung von Philippe Herreweghe gestaltete das Collegium Vocale Gent Konzerte mit dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin, aber auch mit traditionellen Sinfonieorchestern wie dem Royal Flemish Philharmonic, dem Königlichen Concertgebouworchester, mit Rotterdams Philharmonisch Orkest oder mit dem Budapest Festival Orchestra. Dabei wurde das Ensemble von Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Sigiswald Kuijken, René Jacobs, Paul Van Nevel, Iván Fischer, Marcus Creed und Yannick Nézet-Séguin geleitet. Mehr als 75 vielfach ausgezeichnete Einspielungen dokumentieren die künstlerische Arbeit auf CD. Das Collegium Vocale Gent, das 2011 zum Botschafter der Europäischen Union ernannt wurde, wird vom Kulturprogramm der Europäischen Union, vom Kulturministerium Flanderns, der Provinz Ostflandern und der Stadt Gent gefördert.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 16. April 1992 mit Bachs Matthäus-Passion unter Leitung von Philippe Herreweghe.

    August 2012

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    Philippe Herreweghe

    Philippe Herreweghe, Jahrgang 1947, besuchte das Jesuitenkolleg seiner Heimatstadt Gent, studierte Klavier am örtlichen Konservatorium und schloss 1975 zunächst ein Studium der Medizin und der Psychiatrie ab. Parallel zu seiner Universitätsaus-bildung nahm er Unterricht in den Fächern Cembalo, Orgel und Chorleitung. Schon 1970 hatte er das Collegium Vocale Gent gegründet: Nach einer Aufführung von Bachs Johannes-Passion in Amsterdam erhielt Herreweghe eine Einladung von Nikolaus Harnoncourt und Gustav Leonhardt, mit diesem Ensemble an ihrer gemeinsamen Gesamteinspielung aller Bach-Kantaten mitzuwirken. 1977 rief Philippe Herreweghe die Chapelle Royale ins Leben, mit der er sich auf die Interpretation französischer Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisierte. Den historischen Radius erweiterte er 1991 mit der Gründung des Orchestre des Champs-Elysées, das Werke von der Klassik bis zur frühen Moderne musiziert. Zwanzig Jahre lang, von 1982 bis 2002, leitete Herreweghe die Académies Musicales de Saintes; seit 1997 amtiert er ausserdem als Musikdirektor des Royal Flemish Philharmonic. Neben der Arbeit mit seinen eigenen Ensembles tritt Herreweghe auch bei traditionellen Sinfonieorchestern auf: So dirigierte er das Königliche Concertgebouworchester, die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Mahler Chamber Orchestra und das Leipziger Gewandhausorchester. Philippe Herreweghe hat über hundert CDs eingespielt; seit 2010 veröffentlicht er sie auf seinem eigenen Label φ (phi). Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihm verliehen: 1991 wurde er zum «Europäischen Musiker des Jahres» gewählt, 1994 zum «Officier des Arts et des Lettres» ernannt und 2003 vom belgischen König in den Adelsstand erhoben; im gleichen Jahr folgte die Ernennung zum «Chevalier de la Légion d’Honneur» und 2010 die Verleihung der Bach-Medaille in Leipzig.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 16. April 1992 mit La Chapelle Royale, dem Collegium Vocale Gent und Bachs Matthäus-Passion.

    August 2012

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    Werner Güra

    Der in München geborene Tenor Werner Güra sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen bei den Regensburger Domspatzen, ehe er am Salzburger Mozarteum Gesang studierte und seine Ausbildung bei Kurt Widmer in Basel, bei Margreet Honig in Amsterdam und bei Wessela Zlateva in Wien vervollständigte. Nach ersten Bühnenauftritten in Basel und Frankfurt am Main wurde er 1995 Mitglied im Ensemble der Dresdner Semperoper, wo er sich die grossen Mozart-Partien sowie Rollen von Rossini, Strauss und Britten erarbeitete. Daniel Barenboim lud ihn bald danach schon an die Staatsoper Berlin ein; Auftritte als Tamino (Die Zauberflöte) an der Opéra National de Paris und am Brüsseler Théatre Royal de la Monnaie schlossen sich an. Überdies war Werner Güra als Don Ottavio (Don Giovanni) unter der Stabführung von René Jacobs bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und am Festspielhaus in Baden-Baden zu erleben. Im Mai 2014 wirkt er bei der Zürcher Neuproduktion von Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria mit. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt indes im Konzertbereich: Werner Güra hat mit den besten Orchestern Europas zusammengearbeitet – und mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Nikolaus Harnoncourt, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Yannick Nézet-Séguin und Roger Norrington. Gerühmt wird Werner Güra nicht zuletzt für seine Liedinterpretationen: Mit Rezitalen war er in der Londoner Wigmore Hall, im Lincoln Center New York, bei der Schubertiade in Schwarzenberg sowie in Köln und Barcelona zu erleben. Seine Liedeinspielungen, darunter Aufnahmen der grossen Zyklen von Schubert und Schumann sowie Wolfs Mörike-Vertonungen, wurden mehrfach preisgekrönt. 2012 wurde ihm für die CD Willkommen und Abschied der «ECHO Klassik» verliehen. Werner Güra unterrichtet Gesang an der Musikhochschule Zürich.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 18. August 1996 mit Bachs h-Moll-Messe unter der Leitung von Marcus Creed.

    Februar 2014

    Florian Boesch

    Der österreichische Bariton Florian Boesch, der aus einer Wiener Sänger-
    familie stammt, erhielt seinen ersten Gesangsunterricht von seiner Grossmutter Ruthilde Boesch, ehe er ab 1997 an der Wiener Universität für Musik studierte, wo er die Lied- und Oratorienklasse von Robert Holl absolvierte. Er begann seine internationale Karriere im Jahr 2003 als Papageno am Opernhaus Zürich. Seither ist Boesch Stammgast auf vielen führenden Bühnen. So sang er 2017 den Méphistophélès in Berlioz’ La Damnation de Faust an der Berliner Staatsoper, unter der Leitung von Sir Simon Rattle; in der laufenden Saison war er bereits als Titelheld in Bergs Wozzeck und Händels Saul am Theater an der Wien zu erleben. Eine langjährige enge Zusammenarbeit verband Florian Boesch mit Nikolaus Harnoncourt: Gemeinsam interpretierten sie Werke von Monteverdi, Bach, Händel, Haydn, Mozart und Beethoven bei der styriarte, den Salzburger Festspielen und den Berliner Philharmonikern. Auch mit Ivor Bolton, Gustavo Dudamel, Iván Fischer, Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Sir Roger Norrington und Robin Ticciati hat Florian Boesch konzertiert. 2014/15 war er «artist-in-residence» in der Londoner Wigmore Hall, 2016/17 hatte er dieselbe Position am Wiener Konzerthaus inne. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit ist der Liedgesang: Mit Rezitalen stellte er sich bei der Schubertiade, beim Edinburgh Festival, im Amsterdamer Concertgebouw, im Konzerthaus Dortmund, in der Philharmonie Luxemburg und im Wiener Musikverein vor. Gemeinsam mit der Tiroler Musicbanda Franui entwickelte er das Projekt Alles wieder gut, das er im Frühjahr 2018 in Brüssel und in der Hamburger Elbphilharmonie präsentieren wird. Für seine Einspielung mit Loewe-Balladen erhielt Florian Boesch 2012 der «Edison Award». Seine jüngste CD, die im Herbst 2017 erschien, ist Schuberts Winterreise gewidmet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 12. September 2006 als Poeta in Salieris Prima la musica, poi le parole unter der Leitung von David Stern.

    Februar 2018

     

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