Sinfoniekonzert 20

Royal Concertgebouworkest | Bernard Haitink

Mahler

Do, 06.09. | 19.30 Uhr | Nr. 18339

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 20

    Royal Concertgebouworkest | Bernard Haitink

    Gustav Mahler (1860–1911)
    Sinfonie Nr. 9 D-Dur

    Bitte beachten Sie die folgende Besetzungs- und Programmänderung für das Konzert des Royal Concertgebouworkest Amsterdam am 6. September:

    Das Sinfoniekonzert 20 am 6. September wird von Bernard Haitink dirigiert, anstatt des ursprünglich vorgesehenen Programms wird das Orchester die 9. Sinfonie von Gustav Mahler spielen. Die Umbesetzung ist erforderlich, da das Royal Concertgebouworkest Amsterdam am 2. August die Zusammenarbeit mit dem Chefdirigenten Daniele Gatti mit sofortiger Wirkung beendet hat.

    Die Karten für das Konzert behalten ihre Gültigkeit. Wir danken Bernard Haitink, dass er das Konzert so kurzfristig übernimmt.

     

    Bernard Haitink hat das Royal Concertgebouw Orchestra geprägt wie kein anderer Dirigent in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Fast dreissig Jahre stand er als Chef an der Spitze des fabelhaften Amsterdamer Orchesters und hat insbesondere mit seinen Deutungen der Mahler-Sinfonien für Furore gesorgt. Jetzt, in seinem 90. Lebensjahr, wird er Mahlers bewegende Neunte noch einmal in Luzern interpretieren, die letzte Sinfonie, die der Komponist selbst vollenden konnte. Der junge Alban Berg, ein schwärmerischer Verehrer Mahlers, hielt das Werk für «das Allerherrlichste», was Mahler je geschaffen habe. Die Wehmut des Abschieds klingt aus dieser Musik, die zugleich den Blick in eine andere, bessere Welt zu öffnen scheint. Mahler selbst notierte im Partiturentwurf Ausrufe wie «O Jugendzeit! Entschwundene! O Liebe! Verwehte!», und zweimal heisst es: «Leb’ wohl! Leb’ wohl!» Bernard Haitink wird an diesem Luzerner Abend die Bilanz eines jahrzehntelangen Lebens mit Mahlers Musik ziehen. Als er die Neunte vergangenes Jahr in London dirigierte, attestierte ihm der Guardian, das Werk mit so viel liebevoller Sorgfalt und Menschenfreundlichkeit auszuloten wie kaum ein zweiter.  

     

    Podcast «Kinderszenen»: Gustav Mahler (1860–1911)
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Royal Concertgebouworkest

    Das Royal Concertgebouworkest (RCO) wurde 1888 als Concertgebouw Orkest anlässlich der Einweihung des Amsterdamer Konzertgebäudes gegründet; seit seinem 100. Geburtstag im Jahr 1988 trägt es das Attribut «königlich» im Namen. Erster Chefdirigent war Willem Kees, der sein Amt 1895 an Willem Mengelberg übergab. Mengelberg prägte das Orchester durch fünf Jahrzehnte und begründete die grosse Mahler-Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm zunächst Eduard van Beinum die Leitung; ihm folgten Bernard Haitink (1961–1988), Riccardo Chailly (1988–2004), Mariss Jansons (2004–2015) und Daniele Gatti (2016–2018). Berühmte Komponisten wie Gustav Mahler und Richard Strauss haben das Orchester mehrfach dirigiert. Auch heute arbeitet das RCO regelmässig mit zeitgenössischen Komponisten zusammen und bringt deren Werke zur Uraufführung. Pro Saison stehen rund 90 Konzerte in Amsterdam auf dem Spielplan, hinzu kommen ca. 40 Auftritte bei Tourneen in aller Welt, so im November 2019 etwa in Japan und Taiwan. 2019/20 fungiert die Bratschistin Tabea Zimmermann als «artist-in-residence», und auch der britische Komponist und Dirigent Thomas Adès spielt mit einer sechsteiligen Konzertreihe eine herausgehobene Rolle. Mehr als 1.100 Platten-, CD- und DVD-Aufnahmen, die seit 2004 auch auf dem hauseigenen Label RCO live veröffentlicht werden, dokumentieren die künstlerische Arbeit. Mit der RCO Academy und dem 2019 gegründeten Jugendorchester RCO Young, das Talente aus ganz Europa versammelt, engagiert sich das Ensemble für den hochbegabten musikalischen Nachwuchs. Das RCO wird vom Niederländischen Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft, von der Stadt Amsterdam, von Sponsoren, Stiftungen und Gönnern aus der ganzen Welt mitfinanziert. Der grösste Teil seines Etats verdankt sich jedoch den Einnahmen aus dem Kartenverkauf.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 3. September 1972 mit Bernard Haitink und Werken von Strawinsky sowie Bruckners Siebter Sinfonie.

    August 2019

    Weitere Informationen finden Sie unter www.concertgebouworkest.nl.

     

     

    Weitere Termine

    Bernard Haitink

    Bernard Haitink, geboren in Amsterdam, feierte im März seinen 90. Geburtstag. Vor 65 Jahren, im Juli 1954, stand der ausgebildete Geiger erstmals am Pult und leitete das niederländische Radio Filharmonisch Orkest. 1956 folgte sein Einstand beim Amsterdamer Concertgebouw Orchestra, das ihn 1961 an seine Spitze berief: 27 Jahre trug er dort die Verantwortung. Heute fungiert er als Ehrendirigent des Orchesters, mit dem er zuletzt im Dezember 2018 auftrat, als er Werke von Mozart und Bruckner dirigierte. Weitere Chefpositionen führten Haitink zum London Philharmonic Orchestra (1967–79), zum Glynde­bourne Festival (1977–88), ans Londoner Royal Opera House (1987–2002), zur Säch­sischen Staatskapelle Dresden (2002–04) und als Principal Conductor zum Chicago Symphony Orchestra (2006–10). Als Gastdirigent leitet Bernard Haitink regelmässig die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Insbesondere seine Bruckner- und Mahler-Deutungen setzten Massstäbe, doch ist Haitink auch ein gleichermassen profilierter Interpret der Wiener Klassik. Bei LUCERNE FESTIVAL präsentierte er in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe zyklische Aufführungen der Werke von Beethoven, Brahms und Schumann. Auch als Pädagoge war er dem Festival eng verbunden und gab von 2011 bis 2018 jährlich zu Ostern einen Meisterkurs für Dirigenten. Haitink ist «Knight of the British Empire», «Companion of Honour» und Mitglied im Oranier-Orden des Hauses Nassau. 2017 wurde er zum Commander im «Orden vom Niederländischen Löwen» ernannt. Die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Chamber Orchestra of Europe beriefen ihn zu ihrem Ehrenmitglied. Nach diesem Sommer wird Bernard Haitink seine Karriere beenden: Sein letztes Konzert gibt er am 6. September bei LUCERNE FESTIVAL.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 17. August 1966 mit dem Schweizerischen Festspielorchester und Werken von Schubert, Martin und Mahler. 

    Juli 2019

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