Sinfoniekonzert 16

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Tugan Sokhiev | Tabea Zimmermann

Brahms | Bartók | Tschaikowsky

Di, 03.09.19.30 UhrNr. 19338

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 320 270 220 150 80 40


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 16

    Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Tugan Sokhiev | Tabea Zimmermann

    Tugan Sokhiev  Dirigent
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a 
    Béla Bartók (1881–1945)
    Konzert für Viola und Orchester Sz 120
    Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
    Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 Winterträume

    Die Faschisten hatten ihn ins Exil getrieben. In Amerika, dem Land der Zuflucht, wurde seine Musik kaum aufgeführt. Und dann erkrankte er auch noch an Leu- kämie. Doch Béla Bartók gab sich nicht auf: Er komponierte unverdrossen fort, fast bis zum letzten Atemzug. Sein Bratschenkonzert konnte er dennoch nicht mehr vollenden – es wurde nach seinem Tod von dritter Hand ergänzt, erweitert, in der Substanz verändert. Tabea Zimmermann aber hat sich die autographen Skizzen vorgenommen und Bartóks originale Intentionen ergründet: In dieser Gestalt wird sie das Werk in Luzern spielen und Bartóks «letzten Willen» präsentieren. Dass die Musik auch eine Kunst der perfekten Illusion ist – das beweist Tugan Sokhiev, der Chef des Moskauer Bolschoi-Theaters, mit dem famosen Royal Concertgebouw Orchestra im zweiten Teil. Er lässt mit Tschaikowskys Erster Sinfonie die Pferdeschlitten durch die tiefverschneite Tundra gleiten, den Samowar brodeln und die Eisblumen an den Fensterscheiben erblühen. Ein russischer Wintertraum, garniert mit den schönsten volkstümlichen Melodien. Wer denkt da noch an den Sommer?

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

    Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (RCO) wurde 1888 als Concertgebouw Orkest anlässlich der Einweihung des Amsterdamer Konzertgebäudes gegründet; seit seinem 100. Geburtstag im Jahr 1988 trägt es das Attribut «Königlich» im Namen. In den ersten fünf Jahrzehnten seines Wirkens wurde das Orchester massgeblich von Willem Mengelberg geprägt, der die grosse Mahler-Tradition begründete. «Wirklich prachtvoll, voll Jugendfrische und Begeisterung», so urteilte bereits Richard Strauss 1897 über den Klangkörper. Dutzende Komponisten traten seither am Pult des RCO in Erscheinung: von Mahler, Debussy, Bartók und Strawinsky bis hin zu Berio, Nono und Henze sowie – in jüngerer Zeit – George Benjamin, Oliver Knussen, Tan Dun, John Adams, Thomas Adès und Michel van der Aa. Natürlich gastierten auch die renommiertesten Dirigenten regelmässig in Amsterdam, angefangen mit Pierre Monteux, Bruno Walter und Otto Klemperer über Sir Georg Solti, George Szell und Eugen Jochum bis zu den Pultstars unserer Tage. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst Eduard van Beinum an der Spitze des Orchesters; ihm folgten Bernard Haitink (1961–1988), Riccardo Chailly (1988–2004), Mariss Jansons (2004–2015) und Daniele Gatti (2016–2018). Regelmässig geht das RCO auf Tour, so im Februar 2019 wieder mit Konzerten in den Vereinigten Staaten. Das Royal Concertgebouw Orchestra umfasst heute 120 Mitglieder aus 25 Nationen. Bis Ende 2018 wird es im Rahmen des Projekts «RCO Meets Europe» alle 28 Länder der Europäischen Union bereisen, um so den Gedanken der Völkerverständigung und Einheit des Kontinents zu unterstreichen. Rund 1.100 Platten-, CD- und DVD-Aufnahmen, die seit 2004 auch auf dem hauseigenen Label «RCO live» veröffentlicht werden, dokumentieren die künstlerische Arbeit. Das Royal Concertgebouw Orchestra wird grosszügig unterstützt von ING Group und Unilever.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.concertgebouworkest.nl.

    August 2018

     

    Weitere Termine

    Tugan Sokhiev

    Der russische Dirigent Tugan Sokhiev wurde 1977 im nordossetischen Wladikawkas geboren. Sein Studium absolvierte er in St. Petersburg, als einer der letzten Schüler des legendären Ilya Musin, der auch schon Semyon Bychkov, Valery Gergiev und Teodor Currentzis ausgebildet hatte. Im Westen wurde Sokhiev 2002 bekannt, als er an der Welsh National Opera Puccinis La bohème dirigierte. Schon im Jahr darauf debutierte er mit Tschaikowskys Eugen Onegin an der New Yorker Metropolitan Opera; 2004 folg-te sein Einstand beim Festival d’Aix-en-Provence mit Prokofjews L’amour des trois oranges, und 2006 stellte er sich mit Mussorgskys Boris Godunow an der Houston Grand Opera vor. 2008 wurde Tugan Sokhiev an die Spitze des Orchestre National du Capitole de Toulouse berufen, dem er bis heute vorsteht. Parallel dazu übernahm er von 2012 bis Sommer 2016 als Chefdirigent die Verantwortung beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Seit 2014 amtiert er als Musikdirektor des berühmten Bolschoi-Theaters in Moskau, wo er zuletzt, im Februar 2016, Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk und im Juli Berlioz’ La Damnation de Faust herausgebracht hat. Als Gast dirigierte Tugan Sokhiev die Berliner, die Wiener und die Münchner Philharmoniker, das Philharmonia und das London Symphony Orchestra, das Leipziger Gewandhaus-orchester und das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Philadelphia und das Chicago Symphony Orchestra. Sokhievs Diskographie umfasst Sinfonien von Tschaikowsky, Ballettmusiken von Strawinsky sowie Orchesterwerke von Rachmaninow und Mussorgsky mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse und Prokofjews Iwan der Schreckliche mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Tugan Sokhiev ist «Chevalier dans l’Ordre National du Mérite»; 2014 wurde er vom Verband der französischen Musikkritiker zur «Musikerpersönlichkeit des Jahres» gewählt.

    August 2016

    Tabea Zimmermann

    18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium
    Konzerteinführung mit Susanne Stähr

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