Sinfoniekonzert 19

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Manfred Honeck | Anett Fritsch

Wagner | Berg | Bruckner

Mi, 05.09.19.30 UhrNr. 18337

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 19

    Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Manfred Honeck | Anett Fritsch

    Manfred Honeck  Dirigent
    Richard Wagner (1813–1883)
    Vorspiel zum dritten Akt aus der Oper Die Meistersinger von Nürnberg
    Alban Berg (1885–1935)
    Fünf Orchesterlieder op. 4 nach Ansichtskarten-Texten von Peter Altenberg
    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 3 d-Moll WAB 103
    Dritte Fassung von 1889 in der Edition von Leopold Nowak

    Bitte beachten Sie die folgende Besetzungs- und Programmänderung für das Konzert des Royal Concertgebouworkest Amsterdam am 5. September:

    Das Sinfoniekonzert 19 am 5. September wird Manfred Honeck leiten, das Programm bleibt unverändert. Die Umbesetzung ist erforderlich, da das Royal Concertgebouworkest Amsterdam am 2. August die Zusammenarbeit mit dem Chefdirigenten Daniele Gatti mit sofortiger Wirkung beendet hat. Die Karten für beide Konzerte behalten ihre Gültigkeit. Wir danken Manfred Honeck, dass er das Konzert so kurzfristig übernimmt.
     

    Anton Bruckner widmete die gewaltige Dritte Sinfonie seinem grossen Idol Richard Wagner, «dem unerreichbaren, weltberühmten und erhabenen Meister der Dicht- und Tonkunst». Musikalisch ist die enge Verbindung zwischen beiden unüberhörbar, auch wenn Bruckner 15 wörtliche Wagner-Zitate, die sich noch in der Erstfassung der Dritten finden, bei der Überarbeitung wieder tilgte. Menschlich allerdings waren es Welten, die beide Komponisten trennten: Wagner war ein Revolutionär und Visionär, ein Bonvivant mit ausschweifendem Lebenswandel, der sich sogar von gekrönten Häuptern wie dem Bayernkönig Ludwig II. den Hof machen liess. Der devote Bruckner dagegen buckelte vor jeder höhergestellten Persönlichkeit, lebte zeitweilig in bitterer Armut und musste immer wieder gehässige Schmähungen über sich lesen. Das Amsterdamer Royal Concertgebouw Orchestra inszeniert ein Gipfeltreffen der beiden so ungleichen Brüder im Geiste. Und zwischen den Werken der beiden singt Anett Fritsch, Salzburgs gefeierte Donna Elvira und Figaro-Gräfin, Alban Bergs aphoristisch knappe Altenberg-Lieder.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Podcast «Kinderszenen»: Anton Bruckner (1824–1896), Richard Wagner (1813–1883) und Alban Berg (1885–1935) 
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

    Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (RCO) wurde 1888 als Concertgebouw Orkest anlässlich der Einweihung des Amsterdamer Konzertgebäudes gegründet; seit seinem 100. Geburtstag im Jahr 1988 trägt es das Attribut «Königlich» im Namen. In den ersten fünf Jahrzehnten seines Wirkens wurde das Orchester massgeblich von Willem Mengelberg geprägt, der die grosse Mahler-Tradition begründete. «Wirklich prachtvoll, voll Jugendfrische und Begeisterung», so urteilte bereits Richard Strauss 1897 über den Klangkörper. Dutzende Komponisten traten seither am Pult des RCO in Erscheinung: von Mahler, Debussy, Bartók und Strawinsky bis hin zu Berio, Nono und Henze sowie – in jüngerer Zeit – George Benjamin, Oliver Knussen, Tan Dun, John Adams, Thomas Adès und Michel van der Aa. Natürlich gastierten auch die renommiertesten Dirigenten regelmässig in Amsterdam, angefangen mit Pierre Monteux, Bruno Walter und Otto Klemperer über Sir Georg Solti, George Szell und Eugen Jochum bis zu den Pultstars unserer Tage. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst Eduard van Beinum an der Spitze des Orchesters; ihm folgten Bernard Haitink (1961–1988), Riccardo Chailly (1988–2004), Mariss Jansons (2004–2015) und Daniele Gatti (2016–2018). Regelmässig geht das RCO auf Tour, so im Februar 2019 wieder mit Konzerten in den Vereinigten Staaten. Das Royal Concertgebouw Orchestra umfasst heute 120 Mitglieder aus 25 Nationen. Bis Ende 2018 wird es im Rahmen des Projekts «RCO Meets Europe» alle 28 Länder der Europäischen Union bereisen, um so den Gedanken der Völkerverständigung und Einheit des Kontinents zu unterstreichen. Rund 1.100 Platten-, CD- und DVD-Aufnahmen, die seit 2004 auch auf dem hauseigenen Label «RCO live» veröffentlicht werden, dokumentieren die künstlerische Arbeit. Das Royal Concertgebouw Orchestra wird grosszügig unterstützt von ING Group und Unilever.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.concertgebouworkest.nl.

    August 2018

     

    Weitere Termine

    Manfred Honeck

    Der österreichische Dirigent Manfred Honeck, seit 2008 Musikdirektor beim Pittsburgh Symphony Orchestra, begann seine Laufbahn als Bratschist: Er gehörte über zehn Jahre dem Wiener Staatsopernorchester sowie den Wiener Philharmonikern an. Als Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester sammelte er seine ersten dirigentischen Erfahrungen, bevor er 1991 zum Ersten Kapellmeister am Opernhaus Zürich berufen wurde. Von 1996 bis 1999 war Honeck beim MDR-Sinfonieorchester in Leipzig tätig, von 2000 bis 2006 amtierte er als Chefdirigent des Schwedischen Radio-Sinfonieorchesters; überdies war er von 2008 bis 2011 sowie von 2013 bis 2016 der Tschechischen Philharmonie als Erster Gastdirigent verbunden. Viele bedeutende Klangkörper hat Manfred Honeck im Verlauf seiner Karriere dirigiert: die Wiener und die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Boston und das Chicago Symphony Orchestra, das Cleveland und das
    Philadelphia Orchestra, das Gewandhausorchester Leipzig und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. In der Saison 2018/19 ist er u. a. bei der Staatskapelle Dresden, beim San Francisco Symphony und beim New York Philharmonic zu Gast. Als Generalmusikdirektor trug Manfred Honeck von 2007 bis 2011 an der Staatsoper Stuttgart die Verantwortung. Weitere Opernproduktionen führten ihn zu den Salzburger Festspielen, an die Dresdner Semperoper, die Komische Oper Berlin und die Königliche Oper Kopenhagen. Für seine Einspielungen wurde Honeck vielfach ausgezeichnet, zuletzt im Januar 2018 mit dem «Grammy» für seine Aufnahme der Fünften Schostakowitsch und im April als «Artist of the Year» mit dem «International Classical Music Award». Manfred Honeck ist mehrfacher Ehrendoktor und erhielt vom österreichischen Bundespräsidenten den Ehrentitel eines Berufsprofessors.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1996 mit dem Oslo Philharmonic Orchestra und Orchesterliedern von Grieg sowie Mahlers Fünfter Sinfonie.

    August 2018

    Weitere Termine

    Anett Fritsch

    Die Sopranistin Anett Fritsch wurde 1986 im sächsischen Plauen geboren, begann als 13-Jährige, im Chor am Stadttheater ihrer Heimatstadt zu singen, und übernahm als 15-Jährige dort schon erste Solopartien. Noch bevor sie ihr Gesangsstudium bei Jürgen Kurth an der Hochschule für Musik «Felix Mendelssohn Bartholdy» in Leipzig antrat, gewann sie 2001 den Ersten Preis beim Bach-Wettbewerb in der Messestadt an der Pleisse. 2006 und 2007 ging sie dann als Preisträgerin aus dem Internationalen Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg hervor; ab 2007 war sie mit verschiedenen Partien an der Oper Leipzig zu hören. Von 2009 bis 2015 gehörte Anett Fritsch als festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein an, wo sie Mozart-Rollen wie die Pamina in der Zauberflöte oder die Konstanze in der Entführung aus dem Serail gestaltete, aber auch die Blanche in Poulencs Dialogues des Carmélites oder die Marie in Donizettis La Fille du Régiment. 2011 debutierte sie beim Glyndebourne Festival als Almirena in Händels Rinaldo, 2012 am Theater an der Wien als Merione in Glucks Telemaco und 2014 bei den Salzburger Festspielen als Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni; das Salzburger Festival verpflichtete sie in den Folgejahren daraufhin auch als Contessa in Le nozze di Figaro. Weitere Auftritte führten sie ans Teatro Real nach Madrid, ans Théâtre Royal de la Monnaie nach Brüssel, an die Bayerische Staatsoper nach München und an die Deutsche Staatsoper nach Berlin. Dort war Anett Fritsch zuletzt im Mai 2018 als Philidel in Purcells King Arthur zu erleben. In der Saison 2018/19 stehen Neuproduktionen von Mozarts La finta giardiniera an der Mailänder Scala, Mozarts Idomeneo am Teatro Real in Madrid und Bizets Carmen an der Opéra national de Paris auf ihrem Terminkalender. Auf CD hat sie 2016 ein Album mit Mozart-Arien vorgelegt.

    Juli 2018

    18.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium

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