05.09.2018 Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Daniele Gatti | Anett Fritsch - Wagner | Berg | Bruckner - Sommer-Festival - Lucerne Festival

Sinfoniekonzert 19

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Daniele Gatti | Anett Fritsch

Wagner | Berg | Bruckner

Mi, 05.09.19.30 UhrNr. 18337

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 320 270 220 150 80 40


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 19

    Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Daniele Gatti | Anett Fritsch

    Daniele Gatti  Dirigent
    Richard Wagner (1813–1883)
    Vorspiel zum dritten Akt aus der Oper Die Meistersinger von Nürnberg
    Alban Berg (1885–1935)
    Fünf Orchesterlieder op. 4 nach Ansichtskarten-Texten von Peter Altenberg
    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 3 d-Moll WAB 103
    Dritte Fassung von 1889 in der Edition von Leopold Nowak

    Anton Bruckner widmete die gewaltige Dritte Sinfonie seinem grossen Idol Richard Wagner, «dem unerreichbaren, weltberühmten und erhabenen Meister der Dicht- und Tonkunst». Musikalisch ist die enge Verbindung zwischen beiden unüberhörbar, auch wenn Bruckner 15 wörtliche Wagner-Zitate, die sich noch in der Erstfassung der Dritten finden, bei der Überarbeitung wieder tilgte. Menschlich allerdings waren es Welten, die beide Komponisten trennten: Wagner war ein Revolutionär und Visionär, ein Bonvivant mit ausschweifendem Lebenswandel, der sich sogar von gekrönten Häuptern wie dem Bayernkönig Ludwig II. den Hof machen liess. Der devote Bruckner dagegen buckelte vor jeder höhergestellten Persönlichkeit, lebte zeitweilig in bitterer Armut und musste immer wieder gehässige Schmähungen über sich lesen. Daniele Gatti und sein Royal Concertgebouw Orchestra inszenieren ein Gipfeltreffen der beiden so ungleichen Brüder im Geiste. Und zwischen den Werken der beiden singt Anett Fritsch, Salzburgs gefeierte Donna Elvira und Figaro-Gräfin, Alban Bergs aphoristisch knappe Altenberg-Lieder.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Podcast «Kinderszenen»: Anton Bruckner
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr (Link).

    Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

    Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (RCO) wurde 1888 als Concertgebouw Orkest anlässlich der Einweihung des Amsterdamer Konzertgebäudes gegründet; seit seinem 100. Geburtstag im Jahr 1988 trägt es das Attribut «Königlich» im Namen. In den ersten fünf Jahrzehnten seines Wirkens wurde das Orchester massgeblich von Willem Mengelberg geprägt, der die grosse Mahler-Tradition begründete. «Wirklich prachtvoll, voll Jugendfrische und Begeisterung», so urteilte bereits Richard Strauss 1897 über den Klangkörper. Dutzende Komponisten traten seither am Pult des RCO in Erscheinung: von Mahler, Debussy, Bartók und Strawinsky bis hin zu Berio, Nono und Henze sowie – in jüngerer Zeit – George Benjamin, Oliver Knussen, Tan Dun, John Adams, Thomas Adès und Michel van der Aa. Natürlich gastierten auch die renommiertesten Dirigenten regelmässig in Amsterdam, angefangen mit Pierre Monteux, Bruno Walter und Otto Klemperer über Sir Georg Solti, George Szell und Eugen Jochum bis zu den Pultstars unserer Tage. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst Eduard van Beinum an der Spitze des Orchesters; ihm folgten Bernard Haitink (1961–1988), Riccardo Chailly (1988–2004) und Mariss Jansons (2004–2015). Seit 2016 hat Daniele Gatti die Chefposition inne; im Fe-bruar 2019 konzertiert er mit dem RCO auch in den Vereinigten Staaten. Das Royal Concertgebouw Orchestra umfasst heute 120 Mitglieder aus 25 Nationen. Bis Ende 2018 wird es im Rahmen des Projekts «RCO Meets Europe» alle 28 Länder der Europäischen Union bereisen, um so den Gedanken der Völkerverständigung und Einheit des Kontinents zu unterstreichen. Rund 1.100 Platten-, CD- und DVD-Aufnahmen, die seit 2004 auch auf dem hauseigenen Label «RCO live» veröffentlicht werden, dokumentieren die künstlerische Arbeit. Das Royal Concertgebouw Orchestra wird grosszügig unterstützt von ING Group und Unilever.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.concertgebouworkest.nl.

    Juli 2018

     

    Weitere Termine

    Daniele Gatti

    Daniele Gatti leitet seit 2016 als Chefdirigent das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. 1961 in Mailand geboren, studierte er Klavier, Violine, Komposition und Dirigieren am Verdi-Konservatorium seiner Heimatstadt und debutierte im Alter von 27 Jahren am Teatro alla Scala. 1992 wurde er zum Musikdirektor des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia berufen, dem er fünf Jahre lang vorstand; parallel dazu war er zwischen 1994 und 1997 als Principal Guest Conductor am Londoner Royal Opera House tätig. Weitere Chefpositionen führten ihn zum Royal Philharmonic Orchestra (1996–2009), ans Teatro Comunale di Bologna (1997–2007), ans Opernhaus Zürich (2009–2012) und zum Orchestre National de France (2008–2016). Eine enge Partnerschaft unterhält Gatti seit vielen Jahren mit den Wiener Philharmonikern und der Wiener Staatsoper, wo er diverse Neuproduktionen herausbrachte. 2008 feierte er mit dem Parsifal seinen Einstand in Bayreuth; bei den Salzburger Festspielen wiederum dirigierte er Strauss’ Elektra, Puccinis La bohème, Wagners Meistersinger und Verdis Il trovatore. 2019 bringt er bei den Osterfestspielen Baden-Baden Verdis Otello mit den Berliner Philharmonikern heraus. Als Konzertdirigent ist Daniele Gatti bei vielen Spitzenorchestern zu Gast, neben den bereits genannten die Filarmonica della Scala, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Mahler Chamber Orchestra, das ihn 2016 zu seinem Artistic Advisor berief. Auf CD veröffentlichte er zuletzt, im Juni 2018, Mahlers Vierte Sinfonie mit dem Royal Concertgebouw Orchestra. Daniele Gatti ist «Grande Ufficiale al Merito» der Republik Italien; Frankreich ernannte ihn zum «Chevalier des Arts et des Lettres» und zum «Chevalier de la Légion d’Honneur». 2005 und 2016 wurde ihm der «Premio Abbiati» der italienischen Kritikervereinigung verliehen. Er lehrt an der Accademia Musicale Chigiana.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 12. September 2005 mit den Wiener Philharmonikern und Werken von Strauss, Mahler und Wagner.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Anett Fritsch

    Die Sopranistin Anett Fritsch wurde 1986 im sächsischen Plauen geboren, begann als 13-Jährige, im Chor am Stadttheater ihrer Heimatstadt zu singen, und übernahm als 15-Jährige dort schon erste Solopartien. Noch bevor sie ihr Gesangsstudium bei Jürgen Kurth an der Hochschule für Musik «Felix Mendelssohn Bartholdy» in Leipzig antrat, gewann sie 2001 den Ersten Preis beim Bach-Wettbewerb in der Messestadt an der Pleisse. 2006 und 2007 ging sie dann als Preisträgerin aus dem Internationalen Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg hervor; ab 2007 war sie mit verschiedenen Partien an der Oper Leipzig zu hören. Von 2009 bis 2015 gehörte Anett Fritsch als festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein an, wo sie Mozart-Rollen wie die Pamina in der Zauberflöte oder die Konstanze in der Entführung aus dem Serail gestaltete, aber auch die Blanche in Poulencs Dialogues des Carmélites oder die Marie in Donizettis La Fille du Régiment. 2011 debutierte sie beim Glyndebourne Festival als Almirena in Händels Rinaldo, 2012 am Theater an der Wien als Merione in Glucks Telemaco und 2014 bei den Salzburger Festspielen als Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni; das Salzburger Festival verpflichtete sie in den Folgejahren daraufhin auch als Contessa in Le nozze di Figaro. Weitere Auftritte führten sie ans Teatro Real nach Madrid, ans Théâtre Royal de la Monnaie nach Brüssel, an die Bayerische Staatsoper nach München und an die Deutsche Staatsoper nach Berlin. Dort war Anett Fritsch zuletzt im Mai 2018 als Philidel in Purcells King Arthur zu erleben. In der Saison 2018/19 stehen Neuproduktionen von Mozarts La finta giardiniera an der Mailänder Scala, Mozarts Idomeneo am Teatro Real in Madrid und Bizets Carmen an der Opéra national de Paris auf ihrem Terminkalender. Auf CD hat sie 2016 ein Album mit Mozart-Arien vorgelegt.

    Juli 2018

    18.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium

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