Sinfoniekonzert 17

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Daniel Harding | Solisten

Wagner

Mi, 04.09.19.30 UhrNr. 19339

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 17

    Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Daniel Harding | Solisten

    Daniel Harding  Dirigent
    Claudia Mahnke  Brangäne
    Matthias Goerne  König Marke
    Richard Wagner (1813–1883)
    Tristan und Isolde. Konzertante Aufführung des 2. Aufzugs

    «O sink hernieder, Nacht der Liebe»: Kaum ein anderes Werk offenbart stärker die Macht der Musik als Wagners Tristan und Isolde. Vor allem der zweite Aufzug, das schier unendliche Liebesduett der beiden Protagonisten, wirkt geradezu narkotisierend mit seinen orgiastischen, ekstatischen Klangwogen, mit seinen erotisierenden Modulationen, die unmittelbar aufs Unterbewusstsein einwir- ken und die Hörer in einen rauschhaften Sog ziehen – Widerstand zwecklos. Dabei verdankte sich alles einer unerfüllten Beziehung: Ein schwärmerischer Brief des Komponisten an die liebreizende Mathilde Wesendonck, Gattin seines Zürcher Mäzens, wurde von Wagners eifersüchtiger Gemahlin Minna abgefangen, die dem sich anbahnenden Liebesverhältnis ein jähes Ende bereitete. Wagner aber lebte seinen Liebestraum in der Musik aus. Und ahnte bald, was ihm da Ungeheuerliches gelungen war: «Ich fürchte, die Oper wird verboten», schrieb er an Mathilde. «Nur mittelmässige Aufführungen können mich retten! Vollständig gute müssen die Leute verrückt machen.» Rechnen Sie also mit allem, wenn Daniel Harding zum Taktstock greift …

    Gastronomisches Angebot des KKL beim Sommer-Festival 2019

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.
     

    Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

    Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (RCO) wurde 1888 als Concertgebouw Orkest anlässlich der Einweihung des Amsterdamer Konzertgebäudes gegründet; seit seinem 100. Geburtstag im Jahr 1988 trägt es das Attribut «königlich» im Namen. Erster Chefdirigent war Willem Kees, der sein Amt 1895 an Willem Mengelberg übergab. Mengelberg prägte das Orchester durch fünf Jahrzehnte und begründete die grosse Mahler-Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm zunächst Eduard van Beinum die Leitung; ihm folgten Bernard Haitink (1961–1988), Riccardo Chailly (1988–2004), Mariss Jansons (2004–2015) und Daniele Gatti (2016–2018). Berühmte Komponisten wie Gustav Mahler und Richard Strauss haben das Orchester mehrfach dirigiert. Auch heute arbeitet das RCO regelmässig mit zeitgenössischen Komponisten zusammen und bringt deren Werke zur Uraufführung. Pro Saison stehen rund 90 Konzerte in Amsterdam auf dem Spielplan, hinzu kommen ca. 40 Auftritte bei Tourneen in aller Welt, so im November 2019 etwa in Japan und Taiwan. 2019/20 fungiert die Bratschistin Tabea Zimmermann als «artist-in-residence», und auch der britische Komponist und Dirigent Thomas Adès spielt mit einer sechsteiligen Konzertreihe eine herausgehobene Rolle. Mehr als 1.100 Platten-, CD- und DVD-Aufnahmen, die seit 2004 auch auf dem hauseigenen Label RCO live veröffentlicht werden, dokumentieren die künstlerische Arbeit. Mit der RCO Academy und dem 2019 gegründeten Jugendorchester RCO Young, das Talente aus ganz Europa versammelt, engagiert sich das Ensemble für den hochbegabten musikalischen Nachwuchs. Das RCO wird vom Niederländischen Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft, von der Stadt Amsterdam, von Sponsoren, Stiftungen und Gönnern aus der ganzen Welt mitfinanziert. Der grösste Teil seines Etats verdankt sich jedoch den Einnahmen aus dem Kartenverkauf.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 3. September 1972 mit Bernard Haitink und Werken von Strawinsky sowie Bruckners Siebter Sinfonie.

    August 2019

    Weitere Informationen finden Sie unter www.concertgebouworkest.nl.

     

     

    Weitere Termine

    Daniel Harding

    Daniel Harding, geboren 1975 in Oxford, begann seine Karriere als Assistent von Simon Rattle und Claudio Abbado. 1994 debutierte er beim City of Birmingham Symphony Orchestra, 1996 bei den Berliner Philharmonikern, mit denen er bis heute regelmässig auftritt. Seine ersten Chefpositionen führten ihn zum Sinfonieorchester Trondheim, zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und zum Mahler Chamber Orchestra, das ihn mittlerweile zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit gewählt hat. Seit 2007 ist er Chef des Schwedischen Radiosinfonieorchesters – seinen dortigen Vertrag hat er bis 2023 verlängert. Von 2016 bis Sommer 2019 stand er auch an der Spitze des Orchestre de Paris; ausserdem war er von 2007 bis 2016 Principal Guest Conductor beim London Symphony Orchestra. Daniel Harding arbeitet überdies mit den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle und dem Gewandhaus-orchester Leipzig zusammen, mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den grossen amerikanischen Klangkörpern. Als Operndirigent ist Harding seit 1998 Stammgast beim Festival von Aix-en-Provence; 2017 brachte er dort Strawinskys The Rake’s Progress heraus. Bei den Salzburger Festspielen leitete er u. a. Mozarts Don Giovanni und Le nozze di Figaro, an der Mailänder Scala war er mit Verdis Falstaff und Schuberts Fierabras zu erleben. Auch die Wiener, die Bayerische und die Berliner Staatsoper sowie das Londoner Royal Opera House verpflichteten ihn für verschiedene Produktionen. 2011 wurde Daniel Harding mit dem italienischen Kritikerpreis «Premio Abbiati» ausgezeichnet. Seine CDs erhielten den «Choc de l’Année», den «Grand Prix de l’Académie Charles Cros», den «Gramophone Award» und einen «Grammy». Seit 2002 ist er «Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres», seit 2012 Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. August 2003 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Haydn, Kelterborn und Schumann.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Stuart Skelton

    Der australische Tenor Stuart Skelton begann sein Gesangsstudium am Conservatory of Music in seiner Heimatstadt Sydney. Nachdem er die «Mc-Donald’s Aria Competition» gewonnen hatte, konnte er seine Ausbildung in den USA an der University of Cincinnati fortsetzen und sammelte praktische Erfahrungen als Stipendiat im Merola Opera Program der San Francisco Opera. 1997 gewann er den Ersten Preis beim Internationalen Belvedere-Gesangswettbewerb in Wien und nahm seine Karriere auf, die ihn bald zum Wagner-Fach führen sollte. Gerade einmal 29 Jahre alt, gab er in Karlsruhe sein Rollendebut als Lohengrin, doch auch den Parsifal und den Rienzi, den Erik im Fliegenden Holländer, den Siegmund in der Walküre und den Tristan hat er mittlerweile in seinem Repertoire. Freilich ist Stuart Skelton keineswegs auf Wagner festgelegt, er widmet sich auch Beethoven (Florestan im Fidelio), Tschaikowsky (Hermann in Pique Dame), Strauss (Bacchus in Ariadne auf Naxos) oder Janáček (Laca in Jenůfa und Boris in Kát’a Kabanová). Nicht zuletzt als Brittens Peter Grimes wird er an den grossen Bühnen der Welt gefeiert. Stuart Skelton tritt an der New Yorker Metropolitan Opera, am Londoner Royal Opera House, an der Mailänder Scala, an der Opéra national de Paris sowie der Bayerischen, der Sächsischen und der Wiener Staatsoper auf. Bei den Osterfestspielen Baden-Baden interpretierte er 2019 mit den Berliner Philharmonikern unter Zubin Mehta die Titelpartie in Verdis Otello; dort war er unter der Leitung Sir Simon Rattles bereits 2016 als Tristan zu erleben. Mit Rattle hat Skelton auch Mahlers Lied von der Erde eingespielt. Ausserdem arbeitete er mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Mariss Jansons, Vladimir Jurowski, Sir Antonio Pappano und Esa-Pekka Salonen zusammen. Bei den «International Opera Awards» 2014 wurde Skelton als «Sänger des Jahres» ausgezeichnet.

    Juli 2019

    Christine Goerke

    Die amerikanische Sopranistin Christine Goerke stammt aus dem Bundesstaat New York. Sie absolvierte ihr Musikstudium an der State University of New York at Fredonia, zunächst mit dem Schwerpunkt Klarinette, ehe sie sich 1989 für die Gesangskarriere entschied. Ihre Laufbahn begann sie als Mitglied im «Young Artist Program» der Metropolitan Opera in New York, dem sie von 1994 bis 1997 angehörte. Ihre erste grosse Rolle an der «Met» war die Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni. Bald jedoch wechselte Christine Goerke ins dramatische Sopranfach und ist seitdem vor allem als Interpretin der Heroinen von Richard Strauss und Richard Wagner erfolgreich. Engagements führten sie an die San Francisco und die Los Angeles Opera, die Lyric Opera Chicago und die Houston Grand Opera; in Europa war sie am Londoner Royal Opera House, an der Opéra national de Paris, der Mailänder Scala, der Deutschen Oper Berlin und am Teatro Real in Madrid zu Gast. Zuletzt, im Frühjahr 2019, war sie als Brünnhilde in Wagners Ring an der Metropolitan Opera zu erleben; in der Spielzeit 2019/20 wird sie dort als Puccinis Turandot auftreten. Sie debutiert jedoch auch an der Wiener Staatsoper, mit der Strauss’schen Elektra, und wird abermals als Brünnhilde bei einer Neuproduktion der Götterdämmerung in Chicago mitwirken. Christine Goerke singt ein breitgefächertes Konzertrepertoire, das u. a. die Stabat Mater-Vertonungen von Dvořák, Poulenc und Szymanowski umfasst. Sie arbeitete mit Dirigenten wie James Levine, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Seiji Ozawa, Esa-Pekka Salonen, Christian Thielemann und Michael Tilson Thomas zusammen. Bereits zweimal wurde Christine Goerke, die auch Trägerin des «Richard Tucker Award» ist, mit dem «Grammy» ausgezeichnet. 2015 ernannte sie Musical America zum «Vocalist of the Year», 2017 wurde ihr der «Opera News Award» verliehen.

    Juli 2019

    Claudia Mahnke

    Die deutsche Mezzosopranistin Claudia Mahnke studierte an der Dresdner Musikhochschule bei Heidi Petzold. Von 1996 bis 2006 war sie Ensemblemitglied an der Oper Stuttgart, wo sie sich ein breites Repertoire erarbeiten konnte und 2006 zur Kammersängerin ernannt wurde. Anschliessend wechselte sie an die Oper Frankfurt, der sie bis heute fest angehört. Gastspiele führten sie u. a. an die Bayerische Staatsoper, die San Francisco und die Los Angeles Opera sowie die Opéra National de Lyon. 2013 gab Claudia Mahnke als Fricka im Ring ihren Einstand bei den Bayreuther Festspielen. Im Wagner-Fach wirkt sie 2019/20 als Brangäne bei Neuinszenierungen von Tristan und Isolde in Frankfurt und Köln mit und interpretiert die Kundry aus Parsifal an der Hamburgischen Staatsoper. Ausserdem tritt sie in Spontinis La Vestale am Theater an der Wien auf und ist als Dorabella in Mozarts Così fan tutte beim Festival d’Aix-en-Provence zu erleben.

    August 2019

    Mark Omvlee

    Der niederländische Tenor Mark Omvlee, Jahrgang 1977, studierte bei Hein Meens am Konservatorium von Amsterdam. Meisterkurse führten ihn zu Siegfried Jerusalem und Wolfgang Brendel, heute wird er von Robert Gambill beraten. Omvlee begann seine Karriere als Ensemblemitglied an der Opera Zuid in Maastricht, ehe er regelmässig an die Nationaloper Amsterdam verpflichtet wurde. Er gastierte auch am Salzburger Landestheater sowie an den Opernhäusern von Dijon, Limoges, Caen und Lille. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Marc Albrecht, Stéphane Denève, Charles Dutoit, Daniele Gatti, Pablo Heras-Casado, Jakub Hrůša und Christophe Rousset zusammen. Mark Omvlees Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart – eine seine Paraderollen ist der Jack Twist aus der Cowboy-Oper Brokeback Mountain von Charles Wuorinen. Auf dem Konzertpodium widmet er sich auch den Evangelisten-Partien Bachs, so etwa in Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel.

    Juli 2019

    Stefan Astakhov

    Noch nicht einmal 22 Jahre alt ist der deutsche Bariton Stefan Astakhov, der 1997 in Moskau zur Welt kam. 2015 nahm er sein Gesangsstudium bei Caroline Thomas an der Musikhochschule in Detmold auf, seit Oktober 2018 setzt er die Ausbildung bei Bogdan Makal in Breslau fort und besucht parallel dazu die Opernschule am Nationaltheater Warschau. Im vergangenen Jahr gewann er den Wettbewerb «Ton und Erklärung» unter dem Juryvorsitz von Brigitte Fassbaender und wurde mit dem «Young Talent Prize» beim Internationalen Gesangswettbewerb von s’Hertogenbosch ausgezeichnet. Stefan Astakhov sang am Opernhaus von Breslau bereits die Titelrollen in Mozarts Figaro und Don Giovanni; am Nationaltheater Prag wirkte er in Brittens Billy Budd mit. Auch am Landestheater Detmold und bei den Festspielen im österreichischen Jennersdorf war er zu erleben. 2019 gehörte er zu den Stipendiaten von Thomas Hampsons Liedakademie beim Heidelberger Frühling.

    Juli 2019

    Matthias Goerne

    Der 1967 in Weimar geborene Bariton Matthias Goerne absolvierte seine Gesangsausbildung bei Hans-Joachim Beyer, Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht der Lied- und Konzertgesang: mit einem Repertoire, das von der Alten Musik über Klassik und Romantik bis zu zeitgenössischen Werken reicht. Früh arbeitete er dabei schon mit Pianisten wie Alfred Brendel und Vladimir Ashkenazy zusammen; in den letzten Jahren zählten Leif-Ove Andsnes, Christoph Eschenbach, Markus Hinterhäuser und Daniil Trifonov zu seinen Partnern am Klavier. Aber auch im Musiktheater ist Matthias Goerne erfolgreich: Als Operninterpret war er an der Wiener, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper zu Gast; er trat am Londoner Royal Opera House auf, an der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala und der Opéra national de Paris. Sein Repertoire umfasst dabei heute vor allem die grossen Partien von Strauss und Wagner wie den Orest in Elektra und den Barak in der Frau ohne Schatten oder den Wotan im Ring, den Wolfram im Tannhäuser, den Amfortas im Parsifal und den Kurwenal in Tristan und Isolde. Darüber hinaus war Goerne als Titelheld in Bergs Wozzeck, Bartóks Herzog Blaubarts Burg und Hindemiths Mathis der Maler zu erleben, und jüngst, bei den Salzburger Festspielen 2018, gab er sein Rollendebut als Sarastro in der Zauberflöte. In der Spielzeit 2017/18 war Matthias Goerne Residenzkünstler in der Hamburger Elbphilharmonie und in der Stadt Madrid; 2018/19 prägt er als «artist-in-residence» mit neun Konzerten das Programm des New York Philharmonic. Für seine CDs, darunter eine zwölfteilige Schubert-Edition, erhielt er u. a. den «Grammy», den «Diapason d’or», den «ICMA Award» und den «Preis der deutschen Schallplattenkritik». Matthias Goerne ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1999 mit Schuberts Winterreise, am Klavier spielte Alfred Brendel.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    11.00 und 14.00 Uhr | Richard Wagner Museum
    Konzerteinführungen mit Susanne Stähr

    Eintritt mit Konzertticket und nach Voranmeldung hier.