Sinfoniekonzert 20

Rotterdam Philharmonic Orchestra | Lahav Shani | Vilde Frang

Bruch | Bruckner

Sa, 07.09.18.30 UhrNr. 19344

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 20

    Rotterdam Philharmonic Orchestra | Lahav Shani | Vilde Frang

    Lahav Shani  Dirigent
    Vilde Frang  Violine
    Max Bruch (1838–1920)
    Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105

    Es schien wie ein symbolischer Akt: Als Daniel Barenboim das West-Eastern Divan Orchestra beim Sommer-Festival 2015 eine zweite Zugabe spielen liess, räumte er seinen Platz auf dem Podium und bat seinen Assistenten ans Pult – Lahav Shani! Die Stabübergabe zwischen den Generationen, die sich damals andeutete, hat mittlerweile stattgefunden: Der 1989 geborene Shani steht seit Herbst 2018 an der Spitze des  Rotterdam Philharmonic Orchestra, mit dem er jetzt erstmals in Luzern gastiert, und 2020 tritt er überdies die Nachfolge von Zubin Mehta als Chef des Israel Philharmonic an. Diesen jungen Maestro, dessen «weiche, fliessende, elegante, fast tänzerische Schlagtechnik» die Presse rühmt, sollte man nicht verpassen – ihm gehört die Zukunft. Mit der monumentalen Fünften Sinfonie von Anton Bruckner hat er sich für seinen Einstand ein Werk ausgesucht, das mit mächtigen Steigerungskurven, komplexer Polyphonie und mystischer Verinnerlichung alles von ihm abverlangt. Zuvor wird  die junge Norwegerin Vilde Frang Max Bruchs hochromantisches Erstes Violinkonzert interpretieren: Geigenkunst vom Feinsten, Musik zum Schwelgen.

    Gastronomisches Angebot des KKL beim Sommer-Festival 2019

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Rotterdam Philharmonic Orchestra

    Das Rotterdam Philharmonic Orchestra kann auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken. Gegründet 1918, setzte es sich zunächst aus Musikern zusammen, die allein zu ihrem Vergnügen konzertierten; doch ab 1930, als Eduard Flipse die Leitung übernahm, erfolgten die Professionalisierung und der Aufstieg zu einem der führenden Orchester der Niederlande. Nach Flipses Rückzug im Jahr 1962 amtierten Franz-Paul Decker, Jean Fournet, Edo de Waart, David Zinman, James Conlon und Jeffrey Tate als Chefdirigenten. Dreizehn Jahre lang, von 1995 bis 2008, stand Valery Gergiev an der Spitze des Rotterdam Philharmonic Orchestra und brachte es zu Weltruhm. Zu den Neuerungen, die er initiierte, zählen auch die jährlichen Gergiev-Festivals, die der Maestro bis heute leitet, so im September 2019 wieder unter dem Motto «Paris, mon amour». Von 2008 bis Sommer 2018 war Yannick Nézet-Séguin als Music Director in Rotterdam tätig; bei seinem Abschied wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Seit Herbst 2018 hat der junge israelische Maestro Lahav Shani seine Nachfolge übernommen; mit ihm ging das Orchester im Frühsommer 2019 auf China-Tournee. Stammsitz des Rotterdam Philharmonic Orchestra ist seit 1966 das Kulturzentrum «De Doelen», dessen Grosser Saal 2.200 Besuchern Platz bietet. Neben den Sinfoniekonzerten gestalten die Musikerinnen und Musiker auch regelmässig Opernaufführungen an der Niederländischen Nationaloper und sind mit einer Residenz am Pariser Théâtre des Champs-Élysées Stammgäste. Mit seinen Konzerten, Gastspielreisen und Education-Angeboten erreicht das Orchester jährlich ein Publikum von 150.000 bis 200.000 Musikliebhabern. Ein vielfältiger Katalog mit CD-Einspielungen, die von Dokumenten aus den Gründerjahren unter Eduard Flipse bis zu aktuellen Aufnahmen mit Yannick Nézet-Séguin reichen, spiegelt die künstlerische Arbeit.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 1999 unter der Leitung von Valery Gergiev.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Lahav Shani

    Lahav Shani, 1989 in Tel Aviv geboren, erhielt mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Später studierte er bei Arie Vardi an der Buchmann-Mehta-Musikschule in seiner Heimatstadt und schloss die Ausbildung an der Musikhochschule «Hanns Eisler» in Berlin ab, wo er die Fächer Dirigieren bei Christian Ehwald und Klavier bei Fabio Bidini belegte. Schon während dieser Zeit fungierte Daniel Barenboim als sein Mentor. 2013 gewann Shani den Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg. Es war das Fanal für seine internationale Kar-riere: Seit 2017 ist er als Erster Gastdirigent den Wiener Symphonikern verbunden, seit 2018 steht er als Chefdirigent an der Spitze des Rotterdam Philharmonic Orchestra, und 2020 tritt er als Musikdirektor die Nachfolge von Zubin Mehta beim Israel Philharmonic Orchestra an, wo er bereits 2007 als Pianist mit Tschaikowskys Erstem Klavierkonzert debutiert hatte. Als Gast hat Lahav Shani überdies mit den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem London und dem Boston Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre de Paris, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Philadelphia Orchestra zusammengearbeitet. Nach wie vor ist er als Pianist aktiv und leitete vom Klavier aus u. a. das Philharmonia Orchestra, die Staatskapelle Berlin und das Orchestre Philharmonique de Radio France. Mit dem Israel Philharmonic Orchestra und den Brüdern Capuçon interpretierte er Beethovens Tripelkonzert. 2018 stellte er sich mit einem Solorezital im Berliner Boulez Saal vor. Lahav Shani ist auch ein passionierter Kammermusiker und war in dieser Funktion beim Festival d’Aix-en-Provence, in der Kölner Philharmonie und beim Verbier Festival zu erleben. Auf CD veröffentlichte er mit Renaud Capuçon und Kian Soltani Tschaikowskys Klaviertrio.

    Juli 2019

    Vilde Frang

    Die norwegische Geigerin Vilde Frang wurde 1986 in Oslo geboren. Sie studierte von 1993 bis 2002 am Barratt Due Musikinstitut in ihrer Heimatstadt; anschliessend setzte sie ihre Ausbildung bei Kolja Blacher in Hamburg und bei Ana Chumachenco an der Kronberg Academy fort. Als Stipendiatin der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung hatte sie Gelegenheit, mehrfach mit der berühmten Virtuosin auf Tournee durch Europa und die USA zu gehen. Ihre solistische Karriere begann Vilde Frang schon im Alter von zehn Jahren, als sie beim Norwegischen Rundfunkorchester debutierte; ein Jahr später trat sie dann beim Oslo Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Mariss Jansons auf. 2012 gewann sie den «Credit Suisse Young Artist Award» und konzertierte mit den Wiener Philharmonikern und Bernard Haitink bei LUCERNE FESTIVAL. 2016 gab sie ihren Einstand bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, die sie für ihr Europakonzert verpflichtet hatten. Mittlerweile musizierte Vilde Frang auch mit vielen anderen internationalen Spitzenorchestern, so etwa mit dem Mahler Chamber Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre de Paris und den Münchner Philharmonikern. 2018/19 war sie beim San Francisco und beim Pittsburgh Symphony, beim Leipziger Gewandhausorchester, bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und beim Orchestre National de France zu Gast. Als Kammermusikerin trat Vilde Frang in der vergangenen Saison mit Nicolas Altstaedt, Bertrand Chamayou, Sol Gabetta und Michail Lifits auf. Sie hat bereits acht CDs vorgelegt und wurde dafür mit vielen Preisen ausgezeichnet. Für ihre jüngste Aufnahme mit Bartóks Erstem Violinkonzert und dem Oktett von Enescu erhielt sie 2018 den «Diapason d’or de l’année». Sie spielt auf einer Violine von Jean-Baptiste Vuillaume aus dem Jahr 1864.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 15. September 2009 im Rahmen der Reihe «Debut» mit Werken von Schubert, Strauss und Sibelius.

    Juli 2019

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    Patronatskonzert der Freunde LUCERNE FESTIVAL