Verrückt 1

Reto Bieri | Patricia Kopatchinskaja u.a.

Schubert | Schwitters | Strawinsky u.a.

So, 15.08. | 16.00 Uhr | Nr. 212303

Südpol (Halle)

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Reto Bieri  Klarinette, Schauspiel, Konzept
    Patricia Kopatchinskaja  Violine, Schauspiel
    Anthony Romaniuk  Tasteninstrumente, Schauspiel
    Annekatrin Klein  Tasteninstrumente, Schauspiel
    Dino Lüthy  Tenor
    Arndt Krüger  Tenor
    Peter Strömberg  Bass
    Thomas Trolldenier  Bass

    «Out of the Box» 
    Darbietungen aus Kisten und Künstlern – mit zum Teil sehr schönen Melodien von Galina UstwolskajaFranz Schubert, Alvin Lucier, Igor Strawinsky, Giuseppe Verdi und Iannis Xenakis sowie einer Filmfassung von Kurt SchwittersUrsonate 

    Was für ein Auftritt! Vier Haustechniker schleppen vier grosse, schwere Holzkisten auf die Bühne, packen sie sorgsam aus, öffnen sie … und – Überraschung! – «out of the box» steigen Patricia Kopatchinskaja, Reto Bieri, Annekatrin Klein und Anthony Romaniuk. Mit der Geige, der Klarinette und verschiedenen Tasteninstrumenten erproben sie die unterschiedlichsten musikalischen Konstellationen, pendeln zwischen Sinn und Unsinn, eröffnen tiefe Einsichten oder offenbaren überraschende Zusammenhänge. Das alles geschieht mit grossartiger Musik von Franz Schubert und Giuseppe Verdi bis zu Galina Ustwolskaja, Iannis Xenakis und Alvin Lucier. Auch die berühmte Ursonate steht auf dem Programm, das legendäre Lautgedicht des Dada-Poeten Kurt Schwitters: Es wird als Filmeinspielung mit den vier Künstler*innen präsentiert. Die zu guter Letzt wieder verpackt und in ihren Kisten abtransportiert werden. Ein inszeniertes Konzert, das sich vom Alltäglichen abhebt. Und uns alle, den Krankenpfleger wie die Sales-Managerin, ein wenig verzaubern will.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Mit freundlicher Unterstützung der Landis & Gyr Stiftung

    Reto Bieri

    1975 in Zug geboren, wuchs der Klarinettist Reto Bieri mit Schweizer Volksmusik auf. Nach seiner Ausbildung zum Grundschullehrer studierte er Klarinette an den Musikhochschulen von Basel und Zürich, später dann auch an der New Yorker Juilliard School. Wesentlich beeinflusst wurde er durch den Komponisten György Kurtág und Begegnungen mit dem Schriftsteller Gerhard Meier, dem Musiker Eberhard Feltz und dem Clown Dimitri. Reto Bieri war Gast renommierter Orchester und Festivals; eng arbeitet er mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja zusammen. Von 2013 bis 2018   war er Intendant des Davos Festivals. Seit 2012 lehrt er als Professor für Kammermusik an der Musikhochschule in Würzburg. Er hat zahlreiche musikalisch-szenische Themenabende kreiert. Unter seinen CDs sei das 2019 erschienene Album Quasi morendo mit Werken von Brahms, Pesson und Sciarrino hervorgehoben, das er mit dem finnischen Streichquartett meta4 einspielte.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Patricia Kopatchinskaja

    Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja wurde 1977 im moldawischen Chişi-nău in eine Musikerfamilie geboren – die Mutter spielt ebenfalls Geige, der Vater das Cimbalom. 1989 emigrierte die Familie nach Wien: Dort nahm Patricia Kopatchinskaja als 13-Jährige ihr Studium an der Musikuniversität auf; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Als Siegerin des Internationalen Szeryng-Wettbewerbs (2000) wurde sie in Fachkreisen bekannt; 2002 erhielt sie den «Credit Suisse Young Artist Award». Heute arbeitet Patricia Kopatchinskaja mit führenden Orchestern zusammen und sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zu Hause wie im romantischen Repertoire oder in der Moderne, spielt rege Kammermusik und entwickelt inszenierte Konzerte. Dieses breite Spektrum stellte sie im Sommer 2017 als «artiste étoile» auch bei LUCERNE FESTIVAL vor. In der Saison 2018/19 trat Kopatchinskaja unter der Leitung von Kirill Petrenko mit dem Bayerischen Staatsorchester und den Berliner Philharmonikern auf. Sie gab mit Peter Eötvös’ Violinkonzert Seven ihr Debut beim Cleveland Orchestra, ging mit Teodor Currentzis und dem Tschaikowsky-Konzert auf Japan-Tournee und konzertierte mit dem Orchestre symphonique de Montréal unter Kent Nagano. Als singende und spielende Rezitatorin präsentierte sie gemeinsam mit Musikern der Berliner Philharmoniker Schönbergs Pierrot lunaire. Für ihre CDs wurde Kopatchinskaja u. a. mit dem «International Classical Music Award», dem «Prix Caecilia» und dem «Recording of the Year Award» des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Für ihr Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág erhielt sie 2018 den «Grammy». Zuletzt veröffenlichte sie das Album Pierrot lunaire (2021).

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2002 mit dem Sibelius-Konzert und den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons.

    Juli 2021

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    Anthony Romaniuk

    Der im australischen Brisbane geborene Pianist Anthony Romaniuk studierte klassisches Klavier an der Manhattan School of Music, spezialisierte sich anschliessend in den Niederlanden auf die Alte Musik und das Spiel auf dem Cembalo und Fortepiano und experimentierte nach dem Studium mit verschiedenen Genres in den Bereichen Improvisation, Indie-Rock und elektronische Musik. Er arbeitet regelmässig mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja, dem Tenor Reinoud Van Mechelen sowie dem Vokalensemble Vox Luminis zusammen und konzertierte auch mit dem Cellisten Pieter Wispelwey, dem Australian Chamber Orchestra, dem Seattle Symphony Orchestra und der dänischen Rockgruppe Efterklang. Anthony Romaniuk interpretiert ein Repertoire, das von Byrd und Bach bis Ligeti und Crumb reicht und das er in London, Paris, Berlin, Amsterdam, Brüssel sowie in den USA und Australien zur Aufführung bringt. 2020 erschien seine erste Solo-CD mit dem Titel Bells.

    Juli 2021

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    Annekatrin Klein

    Die Pianistin und Performerin Annekatrin Klein, die in Brandenburg und Berlin aufwuchs, studierte bei Elena Lapitskaja an der Universität der Künste in Berlin und bei Géry Moutier am Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt im Grenzbereich von Musik und Theater sowie bei zeitgenössischen Werken. Als Musikerin und Darstellerin wirkte sie, auch konzeptionell, an diversen Musiktheaterproduktionen mit, die u. a. mit dem Musikvermittlungspreis des Kantons Bern ausgezeichnet wurden. Regelmässig arbeitet Annekatrin Klein mit der Künstlergruppe Weitwinkel zusammen, so auch bei Uraufführungen, die am Theater Bielefeld, im Berliner Radialsystem, am Theater Oldenburg, am Stadttheater Bern, in der Dampfzentrale Bern und im Gare du Nord in Basel zu sehen waren. Ausserdem widmet sie sich Musiktheaterprojekten für Kinder. Seit 2014 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik in Basel.

    Juli 2021

    Dino Lüthy

    Arndt Krüger

    Peter Strömberg

    Thomas Trolldenier