Beethoventag – Kammermusik 4

Pre-art soloists | Michael Engelhardt

Beethoven | Hölderlin

So, 30.08. | 13.30 Uhr | Nr. 20334

Kunstmuseum Luzern

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Preise (CHF)

CHF 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

14.08.-13.09. 2020

 

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    Beethoventag – Kammermusik 4

    Pre-art soloists | Michael Engelhardt

    Pre-art soloists:  Boris Previšić, Flöte und Konzept | Matthias Arter, Oboe | Azra Ramić, Klarinette | Julia Schröder, Violine | Lea Boesch, Viola | Tobias Moster, Violoncello | Aleksander Gabrys, Kontrabass

    «Nachtgesänge verfugt»

    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Grosse Fuge B-Dur op. 133
    Bearbeitung für Ensemble von Matthias Arter | Uraufführung 
    Friedrich Hölderlin (1770–1843)
    Nachtgesänge: Chiron | Thränen | An die Hoffnung | Vulkan | Blödigkeit | Ganymed | Hälfte des Lebens | Lebensalter | Der Winkel von Hahrdt

    Koproduktion von pre-art und LUCERNE FESTIVAL

    Aufeinandergetroffen sind Ludwig van Beethoven und Friedrich Hölderlin, die beiden grossen Jubilare des Jahres 2020, kein einziges Mal. Beide wurden sie 1770 geboren, beide trieben sie die Kunst im eigentlichen Sinn des Wortes auf die Spitze – Beethoven etwa in seiner Grossen Fuge op. 133, Hölderlin in seinem Gedichtzyklus Nachtgesänge, dem Scheitelpunkt seines Schaffens. In dieser «komponierten Begegnung» gewinnen die zwei Meisterwerke zusätzlich an Prägnanz, denn in der Verschränkung von Ton und Wort – die durch die Vierteiligkeit der Grossen Fuge und die triadische Form der Nachtgesänge höchst organisch erscheint – befruchten sich Beethovens musikalische Sprachlichkeit und Hölderlins dichterische Klanglichkeit gegenseitig. Michael Engelhardts Deklamation und Matthias Arters neuer Ensemblefassung der Grossen Fuge gelingt es dabei, Farbenreichtum, Strukturen und Melos der Werke zu verdeutlichen. Nichtsdestotrotz bleibt jedes von ihnen ein «opus magnum», das unsere Hörerfahrungen herausfordert und bereichert.

    Michael Engelhardt

    Der Schauspieler und Rezitator Michael Engelhardt wurde 1960 in Bonn geboren. Von 1978 bis 1981 besuchte er die Westfälische Schauspielschule Bochum und war anschliessend als Ensemblemitglied und Gast an verschiedenen Bühnen tätig, darunter das Berliner Kinder- und Jugendtheater Rote Grütze, die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel, der Theaterhof Priessenthal, das Schauspiel Bonn, das kleine theater Bad Godesberg, das neue theater Halle und das Ro Theater Rotterdam. Gemeinsam mit dem Pianisten Christoph Tycho Knigge trat er zwanzig Jahre lang als Rezitator deutschsprachiger Gedichte und Melodramen auf. In den Niederlanden unterrichtete er von 2013 bis 2017 Deutsch als Fremdsprache und entwickelte auch selbst Unterrichtseinheiten. Seit seiner ersten öffentlichen Hölderlin-Rezitation im Jahr 1980 hat sich Michael Engelhardt intensiv mit dem Dichter beschäftigt, Hölderlin-Programme etwa am Theaterhaus Stuttgart, an der Fürst von Arenberg-Bühne in Mayschoss und auf der Jahrestagung der Hölderlin-Gesellschaft präsentiert und in den vergangenen drei Jahren seine zahlreichen Projekte zu Hölderlins 250. Geburtstag vorbereitet. So war er, gemeinsam mit Boris Previšić, an der Realisation des «Metrik-Labors» im neugestalteten Museum im Tübinger Hölderlinturm beteiligt und wirkt in Luzern an mehreren «komponierten Begegnungen» mit, in denen die Dichtung Hölderlins mit Werken Ludwig van Beethovens, des anderen grossen Jubilars dieses Jahres, in einen Dialog tritt. Mit Luzerner Schülerinnen und Schülern erarbeitet Michael Engelhardt zudem eine chorische Aufführung ausgewählter Lieder, Hymnen und Gesänge, und im stattkino präsentiert er die Hölderlin-Performance Sprache! Grosses Kino.

    Februar 2020

    Weitere Termine

    «Freude for Future»

    Ganztägige Interventionen im und ums KKL Luzern | Eintritt frei

    Mit rund 50 Luzerner Schüler*innen der Kantonsschule Alpenquai Luzern erarbeitet der Schauspieler und Rezitator Michael Engelhardt ausgewählte Lieder, Hymnen und Gesänge Friedrich Hölderlins in chorischer Sprechform. In den Texten geht es um Hölderlins Empörung und Naturliebe: eine künstlerisch geformte Reminiszenz an «Fridays for Future».