Sinfoniekonzert 26

Pittsburgh Symphony Orchestra | Manfred Honeck | Anne-Sophie Mutter

Dvořák | Tschaikowsky

Mi, 06.09.19.30 UhrNr. 17355

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    06.

    Sep

    Mittwoch
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 26

    Pittsburgh Symphony Orchestra | Manfred Honeck | Anne-Sophie Mutter

    Manfred Honeck  Dirigent
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Suite aus der Oper Rusalka op. 114,
    zusammengestellt von Manfred Honeck 
    Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53
    Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
    Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

    Dem Violinkonzert von Antonín Dvořák hat sich Anne-Sophie Mutter in den letzten Jahren intensiv gewidmet, mit dem Ziel, es im Repertoire gleichberechtigt neben dem Brahms-Konzert zu verankern. Der slawische Tonfall mit seinem Wechselspiel aus Melancholie und überschäumender Lebensfreude hat es ihr dabei besonders angetan. Und wirklich: Den tänzerischen Rhythmen und Ohrwürmern dieses Komponisten kann sich wohl keiner entziehen – ob im Violinkonzert oder in der Suite aus der Oper Rusalka, die Manfred Honeck zusammengestellt hat. Auch Tschaikowskys Sechste Sinfonie, die berühmte Pathétique, betört durch ihr Melos. Aber mehr noch erschüttert sie durch ihren Schluss: Dort verlöscht die Musik im vierfachen Pianissimo, nachdem zuvor ein düsterer Tamtam-Schlag erklungen ist, als habe die letzte Stunde geschlagen. Dass Tschaikowsky selbst nur neun Tage nach der Uraufführung starb – er hatte sich, möglicherweise freiwillig und in elbstmörderischer Absicht, mit der Cholera infiziert –, hat den Mythos dieser Sinfonie zusätzlich genährt.

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    Pittsburgh Symphony Orchestra

    Das Pittsburgh Symphony Orchestra, das 1895 gegründet wurde, gehört zu den traditionsreichsten amerikanischen Orchestern. Sein Aufstieg in die Spitzenklasse erfolgte in den 1930er Jahren und verbindet sich mit Otto Klemperer und Fritz Reiner, die damals als Gast- bzw. Chefdirigenten die Geschicke lenkten. Während der Amtszeit von Reiner (1938–48) absolvierten die Musikerinnen und Musiker auch ihre erste Auslandstournee und begannen eine rege Aufnahmetätigkeit. Fast ein Vierteljahrhundert lang, von 1952 bis 1976, stand William Steinberg an der Spitze des Orchesters und baute die internationale Reputation weiter aus; nicht zufällig gastierte das Pittsburgh Symphony Orchestra in Steinbergs Ägide als erster amerikanischer Klangkörper überhaupt 1964 bei den Festspielen in Luzern. André Previn (1976–84), Lorin Maazel (1988–96) und Mariss Jansons (1997–2004) konnten als Musikdirektoren an diese grosse Tradition anknüpfen und setzten eigene innovative Akzente. Seit der Saison 2008/09 hat Manfred Honeck die Chefposition inne; mit ihm hat das Orchester seither eine grosse Asien-Konzertreise und bereits fünf Europatourneen absolviert. Im Sommer 2017 gastieren das Ensemble und Honeck beim Rheingau Musik Festival, bei den Salzburger Festspielen, in Grafenegg, London und Bukarest. Neben den klassischen Konzerten in der Heinz Hall und regelmässigen Auftritten in amerikanischen Musikzentren wie der New Yorker Carnegie Hall oder dem Kennedy Center in Washington veranstaltet das Pittsburgh Symphony Orchestra alljährlich eine Pops-Serie und Familienkonzerte und führt eine Sommersaison in den Parks von Allegheny County durch. Hunderte Einspielungen dokumentieren die künstlerische Arbeit auf Tonträgern; die Interpretation von Mahlers Vierter Sinfonie unter Honeck wurde 2012 mit dem «International Classical Music Award» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1964 mit Werken von Weber, Schubert, Piston, Hindemith und Ravel unter Leitung von William Steinberg.

    Weitere Angaben finden Sie hier.

    Juni 2017

    Manfred Honeck

    Der österreichische Dirigent Manfred Honeck, seit 2008 Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra, begann seine berufliche Laufbahn als Bratschist: Er gehörte mehr als zehn Jahre dem Wiener Staatsopernorchester sowie den Wiener Philharmonikern an. Als Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester sammelte er erste Erfahrungen als Dirigent, bevor er 1991 als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet wurde. Von 1996 bis 1999 war Honeck beim MDR-Sinfonieorchester in Leipzig tätig, von 2000 bis 2006 amtierte er als Chefdirigent des Schwedischen Radio-Sinfonieorchesters und von 2007 bis 2011 als Generalmusikdirektor an der Staatsoper Stuttgart; überdies war er von 2008 bis 2011 sowie von 2013 bis 2016 der Tschechischen Philharmonie als Erster Gastdirigent verbunden. Viele bedeutende Klangkörper hat Honeck im Verlauf seiner Karriere dirigiert: das Royal Concertgebouw Orchestra, das London und das Los Angeles Philharmonic, das Boston und das Chicago Symphony Orchestra, die Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig, die Wiener Philharmoniker und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. In der Saison 2016/17 war er bei den Berliner Philharmonikern, dem San Francisco Symphony, dem New York und dem Israel Philharmonic zu Gast. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er Così fan tutte, an der Dresdner Semperoper Die Fledermaus, und zur Eröffnung des neuen Opernhauses in Kopenhagen brachte er Verdis Aida heraus. Für seine Interpretation der Vierten Mahler wurde Honeck 2012 mit dem «International Classical Music Award» ausgezeichnet, die Einspielung von Dvořáks Violinkonzert, die er mit Anne-Sophie Mutter vorlegte, erhielt 2014 den «Echo Klassik». Manfred Honeck ist mehrfacher Ehrendoktor und erhielt vom österreichischen Bundespräsidenten den Ehrentitel eines Berufsprofessors.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1996 mit dem Oslo Philharmonic Orchestra und Orchesterliedern von Grieg sowie Mahlers Fünfter Sinfonie.

    Juni 2017

    Anne-Sophie Mutter

    Anne-Sophie Mutter, geboren im badischen Rheinfelden, begann ihre Karriere bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, dem Vorläufer des heutigen LUCERNE FESTIVAL: 1976 debutierte die damals 13-Jährige im Rahmen der Reihe «Junge Künstler». Schon ein Jahr später trat sie in Salzburg mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung Herbert von Karajans auf. Seither konzertiert sie weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und stellt neben dem klassischen Repertoire auch immer wieder neue Werke vor: Insgesamt 25 Partituren hat Anne-Sophie Mutter zur Uraufführung gebracht, darunter Kompositionen von Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, André Previn, Wolfgang Rihm und zuletzt, beim Tanglewood Festival 2017, von John Williams. Ihre Popularität setzt sie gezielt für Benefizprojekte und die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses ein: Zu diesem Zweck hat sie 2008 die «Anne-Sophie Mutter Stiftung» gegründet und präsentiert sich mit ihrem Stipendiaten-Ensemble «Mutter’s Virtuosi» in aller Welt. Höhepunkte der vergangenen Monate bildeten eine Europatournee mit der Philharmonia Zürich, auf der sie Bruchs Erstes Violinkonzert und Takemitsus Nostalghia spielte, das Brahms-Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter Riccardo Muti sowie mit der Filarmonica della Scala unter Riccardo Chailly und ein Jubiläumskonzert bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Zu den Würdigungen, die Anne-Sophie Mutter zuteilwurden, zählen der «Ernst von Siemens Musikpreis» und der Leipziger Mendelssohn-Preis. Viermal erhielt sie den begehrten «Grammy». Sie ist Trägerin des Grossen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens und des Grossen Österreichischen Ehrenzeichens. 2013 wurde sie zum Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences ernannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1976 in der Reihe «Junge Künstler» mit Werken von de Falla, Paganini und Sarasate, am Klavier Christoph Mutter. 

    Juni 2017

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