Kosmos Stockhausen 1

Pierre-Laurent Aimard | Tamara Stefanovich

Stockhausen

Sa, 01.09.11.00 UhrNr. 18325

Kirchensaal MaiHof

Vergangenes Konzert


20% Rabatt ab drei verschiedenen Konzerten der Reihe «Kosmos Stockhausen», Online-Formular



Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Marco Stroppa  Klangregie
    Karlheinz Stockhausen (1928–2007)
    MANTRA für zwei Pianisten und ringmodulierte Klaviere

    Mit einem von Karlheinz Stockhausens wichtigsten Werken eröffnen Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich die siebenteilige Reihe «Kosmos Stockhausen», eine Hommage zum 90. Geburtstag des 2007 verstorbenen Komponisten: In MANTRA haben die beiden Pianisten neben ihren Instrumenten nicht nur antike Zimbeln und Woodblocks, sondern auch noch zwei Ringmodulatoren zu bedienen. Und die sorgen für verblüffende elektronische Transformationen des Klavierklangs. Hier fliegen die kreativen Funken, und doch fliegt nichts auseinander. Denn die Musik wird zusammengehalten von einer einprägsamen melodischen Gestalt − dem titelgebenden Mantra eben, das Stockhausen immer neuen Metamorphosen unterzieht. «Formelkomposition» nannte er diesen Ansatz, den er wenig später auch in INORI verfolgte und durchaus symbolisch verstand: «Natürlich ist die einheitliche Konstruktion von MANTRA eine musikalische Miniatur der einheitlichen Makro-Struktur des Kosmos.» 

    Radio SRF2 Kultur zeichnet das Konzert auf und sendet es am 5. September 2018, ab 21 Uhr in der Sendung «Neue Musik im Konzert».

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

     

    Pierre-Laurent Aimard

    Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, der 1957 in Lyon geboren wurde, studierte am Pariser Conservatoire bei Yvonne Loriod und bei Maria Curcio in London. Ausserdem nahm er an den Analyseseminaren von Pierre Boulez am Pariser IRCAM teil und besuchte Kurse von György Kurtág in Budapest. 1973 gewann er den Messiaen-Preis in Royan und gilt seither als berufener Interpret der Werke dieses Komponisten. Als Boulez 1976 das Ensemble intercontemporain gründete, ernannte er Aimard zum Solopianisten. Viele bedeutende Kompositionen hat Aimard seither uraufgeführt, darunter die Répons von Boulez, mehrere Etüden György Ligetis oder Harrison Birtwistles Klavierkonzert Responses. Daneben interpretierte er als Solist und Kammermusiker stets auch das «traditionelle» Repertoire, das er in klug durchdachten Programmen mit ungewöhnlicher Dramaturgie aufführt. Als «artiste étoile» stand Aimard 2007 im Zentrum von LUCERNE FESTIVAL; «in residence» war er auch bei den Berliner Philharmonikern, im Wiener Konzerthaus, an der New Yorker Carnegie Hall, in der Cité de la Musique Paris, an der Alten Oper Frankfurt, beim Tanglewood Festival und im Londoner Southbank Centre. Von 2009 bis 2016 amtierte er als Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals. In der vergangenen Saison war Aimard mit Rezitalen in Tokio, Peking, Moskau, St. Petersburg, New York, Paris, Wien sowie im Berliner Pierre Boulez Saal zu Gast und unternahm eine Europa-Tournee mit dem Gustav Mahler Jugendorchester. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2017 der Ernst von Siemens Musikpreis; für seine Aufnahme von Bachs Kunst der Fuge wurden ihm der «Diapason d’or» und der «Choc du Monde de la Musique» verliehen. Zuletzt erschien im Frühjahr seine Gesamteinspielung von Messiaens Catalogue d’oiseaux. Aimard lehrt als Professor an der Musikhochschule Köln.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1979 mit den Oiseaux exotiques von Messiaen; Miltiades Caridis dirigierte das Schweizerische Festspielorchester.

    Deutschen Grammophon Gesellschaft.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Tamara Stefanovich

    Die Pianistin Tamara Stefanovich, geboren 1973 in Belgrad, trat bereits als Siebenjährige öffentlich auf und war mit 13 Jahren die jüngste Studentin an der Universität Belgrad. Nach dem Diplom setzte sie ihre Ausbildung bei Claude Frank am Curtis Institute of Music in Philadelphia und bei Pierre-Laurent Aimard an der Kölner Musikhochschule fort. Tamara Stefanovich interpretiert ein breites Repertoire und ist regelmässig bei den Festivals in Salzburg, La Roque d’Anthéron und Ravenna sowie in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt zu Gast, darunter die New Yorker Carnegie Hall, die Berliner Philharmonie, die Suntory Hall in Tokio und die Londoner Wigmore Hall. Sie hat mit dem Cleveland, dem Chicago und dem London Symphony Orchestra, dem London Philharmonic, den Bamberger Symphonikern und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie mit Komponisten wie Pierre Boulez, Peter Eötvös und György Kurtág zusammengearbeitet. In der Saison 2017/18 debutierte sie beim Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, unternahm eine Europatournee mit dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Vladimir Jurowski und war mit dem National Youth Orchestra of Great Britain bei den BBC Proms, in Aldeburgh und in Birmingham zu hören. Rezitale führten sie ins Amsterdamer Muziekgebouw, ins Londoner Southbank Center, zum Edinburgh Festival, nach Monte-Carlo und zum Klavier-Festival Ruhr. Tamara Stefanovich leitet regelmässig interdisziplinäre Education-Projekte im Londoner Barbican Centre, sowie in der Kölner Philharmonie und hat in Zusammenarbeit mit dem Klavier-Festival Ruhr ein interaktives Online-Angebot zu Boulez’ Notations entwickelt. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen dokumentieren ihr Schaffen. Zuletzt erschienen ihre Einspielung des Klavierkonzerts von Hans Abrahamsen mit dem WDR Sinfonieorchester sowie Konzerte von Kurtág mit dem Asko|Schönberg Ensemble unter Reinbert de Leeuw.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2005; Tamara Stefanovich interpretierte gemeinsam mit Pierre-Laurent Aimard Werke von Pierre Boulez.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Marco Stroppa

    Der Komponist und Musikforscher Marco Stroppa, der auch als Klangregisseur tätig ist, wurde 1959 in Verona geboren, studierte in Italien sowie am Massachusetts Institute of Technology und war zunächst am Centro di Sonologia Computazionale der Universität Padua tätig. 1982 wechselte er auf Einladung von Pierre Boulez nach Paris, um am IRCAM zu arbeiten und zu lehren; von 1987 bis 1990 leitete er dort die Abteilung für musikalische Forschung. Seit 1999 unterrichtet Stroppa überdies als Professor für Komposition an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. 1996 wurde er mit dem Kompositionspreis der Osterfestspiele Salzburg ausgezeichnet und in der Reihe «Next Generation» der Salzburger Festspiele vorgestellt. 2012 feierte an der Pariser Opéra Comique seine Oper Re Orso Premiere, im Oktober 2018 wird bei den Donaueschinger Musiktagen sein neues Orchesterwerk Come Play with Me uraufgeführt.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Das «Stockhausen-Paket»
    Buchen Sie drei verschiedene Konzerte der Reihe «Kosmos Stockhausen» und profitieren Sie von 20% Rabatt. Das «Stockhausen-Paket» können Sie telefonisch oder schriflich über unser Online-Formular buchen. (Zusätzlich zum Kartenpreis fällt eine Gebühr von CHF 10 für die Bearbeitung Ihres Auftrags an.)

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