08.09.2018 Pierre-Laurent Aimard | Dirk Rothbrust - Stockhausen - Sommer-Festival - Lucerne Festival

Kosmos Stockhausen 4

Pierre-Laurent Aimard | Dirk Rothbrust

Stockhausen

Sa, 08.09.16.00 UhrNr. 18342

Kirchensaal MaiHof

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Preise (CHF)

CHF 50


20% Rabatt ab drei verschiedenen Konzerten der Reihe «Kosmos Stockhausen», Online-Formular



Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Helga Karen  Klavier
    Pierre-Laurent Aimard  Klavier und Celesta
    Dirk Rothbrust  Schlagzeug
    Marco Stroppa  Klangregie
    Karlheinz Stockhausen (1928–2007)
    GESANG DER JÜNGLINGE. Elektronische Musik
    REFRAIN für drei Spieler
    ZYKLUS für einen Schlagzeuger
    KONTAKTE für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug

    In späteren Jahren behauptete Karlheinz Stockhausen, er stamme vom Planeten Sirius. Tatsächlich kam er 1928 in der Nähe von Köln zur Welt und erfuhr als Heranwachsender die Schrecken des Hitler-Regimes und des Zweiten Weltkriegs: Seine Mutter wurde im Euthanasieprogramm der Nazis ermordet, sein Vater fiel an der Ostfront, er selbst betreute im Lazarett Sterbende. Kein Wunder, dass er nach dem Krieg als einer der kompromisslosesten Köpfe der musikalischen Avantgarde für eine radikale Abkehr von der belasteten Tradition votierte. Das zeigen auch die vier Werke dieses Konzerts: Im GESANG DER JÜNGLINGE verschmolz Stockhausen die menschliche Stimme erstmals mit elektronischen Klängen und setzte zugleich die Idee einer Raummusik um – ein Pionierwerk, das 1956 die Musikwelt veränderte. KONTAKTE knüpft daran an und verbindet im Tonstudio produzierte und live erzeugte instrumentale Sounds zu einem funkelnden Klanggewitter, während ZYKLUS von 1959 mit dem gesteuerten Zufall experimentiert: Der Schlagzeuger wählt seinen eigenen Weg durch die Partitur.

    Helga Karen

    Die finnische Pianistin Helga Karen, geboren 1991, studierte in Helsinki und Wien und machte 2016 ihren Master in «Spezialisierter Musikalischer Performace» an der Musik-Akademie Basel. Im Fokus ihrer künstlerischen Arbeit steht die zeitgenössische Musik. So hat sie zahlreiche Werke uraufgeführt, ist beim soundSCAPE-Festival, im Rahmen der Impuls Academy oder bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt aufgetreten und hat mit Ensembles wie der Basel Sinfonietta und dem Ensemble Phoenix Basel zusammengearbeitet. Helga Karen wurde u. a. mit dem Ersten Preis beim Wettbewerb «Giovani Musicisti» im italienischen Treviso, bei den Stockhausen-Kursen in Kürten, beim Karlsruher Wettbewerb für Interpretation zeitgenössische Musik und beim Orpheus-Kammermusikwettbewerb ausgezeichnet. 2017 nahm sie an der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY teil.

    Juni 2018

    Pierre-Laurent Aimard

    Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, der 1957 in Lyon geboren wurde, studierte am Pariser Conservatoire bei Yvonne Loriod und bei Maria Curcio in London. Ausserdem nahm er an den Analyseseminaren von Pierre Boulez am Pariser IRCAM teil und besuchte Kurse von György Kurtág in Budapest. 1973 gewann er den Messiaen-Preis in Royan und gilt seither als berufener Interpret der Werke dieses Komponisten. Als Boulez 1976 das Ensemble intercontemporain gründete, ernannte er Aimard zum Solopianisten. Viele bedeutende Kompositionen hat Aimard seither uraufgeführt, darunter die Répons von Boulez, mehrere Etüden György Ligetis oder Harrison Birtwistles Klavierkonzert Responses. Daneben interpretierte er als Solist und Kammermusiker stets auch das «traditionelle» Repertoire, das er in klug durchdachten Programmen mit ungewöhnlicher Dramaturgie aufführt. Als «artiste étoile» stand Aimard 2007 im Zentrum von LUCERNE FESTIVAL; «in residence» war er auch bei den Berliner Philharmonikern, im Wiener Konzerthaus, an der New Yorker Carnegie Hall, in der Cité de la Musique Paris, an der Alten Oper Frankfurt, beim Tanglewood Festival und im Londoner Southbank Centre. Von 2009 bis 2016 amtierte er als Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals. In der vergangenen Saison war Aimard mit Rezitalen in Tokio, Peking, Moskau, St. Petersburg, New York, Paris, Wien sowie im Berliner Pierre Boulez Saal zu Gast und unternahm eine Europa-Tournee mit dem Gustav Mahler Jugendorchester. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2017 der Ernst von Siemens Musikpreis; für seine Aufnahme von Bachs Kunst der Fuge wurden ihm der «Diapason d’or» und der «Choc du Monde de la Musique» verliehen. Zuletzt erschien im Frühjahr seine Gesamteinspielung von Messiaens Catalogue d’oiseaux. Aimard lehrt als Professor an der Musikhochschule Köln.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1979 mit den Oiseaux exotiques von Messiaen; Miltiades Caridis dirigierte das Schweizerische Festspielorchester.

    Deutschen Grammophon Gesellschaft.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Dirk Rothbrust

    Geboren 1968 im saarländischen Illingen, zählt Dirk Rothbrust zu den weltweit profiliertesten Perkussionisten. Von 1986 bis 1994 studierte er in Saarbrücken und Karlsruhe bei Franz Lang und Isao Nakamura. Seit 1995 ist er Mitglied im Schlagquartett Köln, von 2001 bis 2008 spielte er im Kammerensemble Neue Musik Berlin, seit 2005 gehört er dem Ensemble Musikfabrik an. Im Ensemble oder als Solist konzertiert Dirk Rothbrust bei allen wichtigen europäischen Festivals für zeitgenössische Musik und arbeitet mit den bedeutendsten Komponisten und Interpreten unserer Zeit zusammen, unter ihnen Pierre-Laurent Aimard, Martha Argerich und Maurizio Pollini, der Saxophonist Peter Brötzmann oder das Elektronik-Duo Mouse on Mars. Als Solist brachte Dirk Rothbrust u. a. void von Rebecca Saunders, Beat Furrers Xenos III und Wolfgang Mitterers Rasch zur Uraufführung, die – wie viele andere Werke – eigens für ihn entstanden.

    Juli 2018

    Marco Stroppa

    Der Komponist und Musikforscher Marco Stroppa, der auch als Klangregisseur tätig ist, wurde 1959 in Verona geboren, studierte in Italien sowie am Massachusetts Institute of Technology und war zunächst am Centro di Sonologia Computazionale der Universität Padua tätig. 1982 wechselte er auf Einladung von Pierre Boulez nach Paris, um am IRCAM zu arbeiten und zu lehren; von 1987 bis 1990 leitete er dort die Abteilung für musikalische Forschung. Seit 1999 unterrichtet Stroppa überdies als Professor für Komposition an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. 1996 wurde er mit dem Kompositionspreis der Osterfestspiele Salzburg ausgezeichnet und in der Reihe «Next Generation» der Salzburger Festspiele vorgestellt. 2012 feierte an der Pariser Opéra Comique seine Oper Re Orso Premiere, im Oktober 2018 wird bei den Donaueschinger Musiktagen sein neues Orchesterwerk Come Play with Me uraufgeführt.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Das «Stockhausen-Paket»
    Buchen Sie drei verschiedene Konzerte der Reihe «Kosmos Stockhausen» und profitieren Sie von 20% Rabatt. Das «Stockhausen-Paket» können Sie telefonisch oder schriflich über unser Online-Formular buchen. (Zusätzlich zum Kartenpreis fällt eine Gebühr von CHF 10 für die Bearbeitung Ihres Auftrags an.)

    Patronatskonzert der American Friends of LUCERNE FESTIVAL