Sinfoniekonzert 24

Orchestre National de France | Emmanuel Krivine | Evgeny Kissin

Liszt | Mussorgsky | Ravel

Mi, 11.09.19.30 UhrNr. 19348

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 220 190 150 110 70 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 24

    Orchestre National de France | Emmanuel Krivine | Evgeny Kissin

    Evgeny Kissin  Klavier
    Franz Liszt (1811–1886)
    Mazeppa S 100 
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 A-Dur S 125
    Modest Mussorgsky (1839–1881) / Maurice Ravel (1875–1937)
    Bilder einer Ausstellung

    Er galt als russisches Wunderkind, interpretierte mit zehn schon Klavierkonzerte, feierte mit siebzehn, als Solist im Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker unter Karajan, seinen Durchbruch: Seit mittlerweile drei Jahrzehnten strahlt Evgeny Kissins Stern am Firmament der internationalen Pianistenszene. Aber der einst so scheue Musiker, der heute als britischer und israelischer Staatsbürger in Prag lebt, hat sich in den letzten Jahren gehäutet, er wirkt offener, zugänglicher, bekennt freimütig Farbe. Seiner Kunst hat das nicht geschadet: Wenn Kissin Liszt spielt, wie in diesem Konzert, dann kommen die Klavierfans ganz auf ihre Kosten. Denn dieser Pianist beherrscht von ätherischen, traumverlorenen Klängen bis zum vollgriffigen, raumfüllenden Forte auch wirklich alle Register. Seine musikalischen Partner in Luzern sind das Orchestre National de France mit seinem Chefdirigenten Emmanuel Krivine, die nach der Pause Ravels kongeniale Orchesterfassung von Mussorgskys Bildern einer Ausstellung spielen – ein Werk, das beweist, was mit Musik alles möglich ist: Bei diesem imaginären Museumsrundgang beginnen wir sogar mit den Ohren zu sehen.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Gastronomisches Angebot des KKL beim Sommer-Festival 2019

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Orchestre National de France

    Das Orchestre National de France (ONF), das unter dem Dach von Radio France angesiedelt ist, wurde 1934 gegründet, um sich ganz dem sinfonischen Repertoire zu widmen und es durch Radioübertragungen dem landesweiten Publikum zugänglich zu machen. Erster Chefdirigent, der von 1934 bis 1944 amtierte, war Désiré-Émile Inghelbrecht; in den letzten vier Jahrzehnten trugen dann Lorin Maazel (1977–1991), Charles Dutoit (1991–2001), Kurt Masur (2003–2008) und Daniele Gatti (2008–2016) die Verantwortung. Im September 2017 übernahm Emmanuel Krivine die Position des Musikdirektors. Das ONF gibt jährlich rund 70 Konzerte im Pariser Auditorium de Radio France, seinem Stammsitz seit November 2014. Ausserdem tritt es im Théâtre des Champs-Elysées auf und geht regelmässig auf Konzerttournee durch Frankreich und ins Ausland. Zahlreiche neue Partituren haben die Musikerinnen und Musiker uraufgeführt, darunter Boulez’ Le Soleil des eaux, Varèses Déserts und einen Grossteil der Orchesterwerke von Henri Dutilleux. In der Spielzeit 2019/20 setzt das ONF seinen Berlioz-Zyklus fort, präsentiert spanische und lateinamerikanische Musik (mit Juan Pons und Alondra de la Parra am Pult) und widmet sich dem Frühwerk Ludwig van Beethovens; Emmanuel Krivine bringt die Neunten Sinfonien von Beethoven, Bruckner und Dvořák zu Gehör. Zu den prominenten Solisten der nächsten Saison zählen Martha Argerich, Renaud Capuçon, Julia Fischer, Matthias Goerne und Evgeny Kissin. Das Orchestre National de France engagiert sich im edukativen Bereich mit Familien- und Schulkonzerten sowie speziellen Projekten für Amateurmusiker. Die Aufführungen werden von France Musique ausgestrahlt und sind im Internet als Video abrufbar. Einen jährlichen Höhepunkt bildet das «Concert de Paris», das am Nationalfeiertag auf dem Champ-de-Mars stattfindet und live im Fernsehen übertragen wird.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) im Sommer 1967 mit drei Konzerten unter der Leitung von Maurice Le Roux, Igor Markevitch und Sir Georg Solti,

    August 2019

    Emmanuel Krivine

    Emmanuel Krivine, der aus einer russisch-polnischen Familie stammt, wurde 1947 in Grenoble geboren und begann seine Karriere als Geiger. Er absolvierte sein Violinstudium am Pariser Conservatoire sowie an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel und perfektionierte sein Spiel durch Unterricht bei Henryk Szeryng und Yehudi Menuhin. Zahlreiche Wettbewerbserfolge ebneten seinen Weg, darunter 1968 der Erste Preis beim renommierten «Concours Reine Elisabeth». Nach einer Begegnung mit Karl Böhm im Jahr 1965 beschloss Krivine, sich auch dem Dirigieren zuzuwenden. Von 1976 bis 1983 war er Principal Guest Conductor beim Orchestre Philharmonique de Radio France, von 1987 bis 2000 leitete er als Musikdirektor das Orchestre National de Lyon, von 2006 bis 2014 das Orchestre Philharmonique de Luxembourg. Seit 2017 steht er an der Spitze des Orchestre National de France, als erster Franzose nach mehr als vierzig Jahren. Mit diesem Orchester hat er im Debussy-Jahr 2018 zahlreiche Werke des Komponisten aufgeführt und eingespielt; 2018/19 präsentierte er dann einen Brahms-Zyklus. Als Gastdirigent hat Emmanuel Krivine mit vielen führenden Orchestern zusammengearbeitet: in Europa etwa mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem London Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Tonhalle-Orchester Zürich, in den USA mit dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra, dem Boston und dem Chicago Symphony Orchestra sowie dem Los Angeles Philharmonic. Ausserdem konzertiert er mit dem Chamber Orchestra of Europe, dem Mahler Chamber Orchestra und dem Scottish Chamber Orchestra, als dessen Principal Guest Conductor er seit 2015 fungiert. Emmanuel Krivine engagiert sich auch im pädagogischen Bereich und rief 2005 La Chambre Philharmonique ins Leben, ein Ensemble, das auf historischen Instrumenten musiziert.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 4. April 1994, als er Werke von Gershwin und Dvořák mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart aufführte.

    August 2019

    Evgeny Kissin

    Als Sohn eines Ingenieurs und einer Pianistin wurde Evgeny Kissin 1971 in Moskau geboren und begann im Alter von zwei Jahren, Stücke auf dem Klavier nach dem Gehör nachzuspielen. Seine Ausbildung erhielt er ab 1977 an der Gnessin-Musikschule in seiner Heimatstadt; Anna Pawlowna Kantor, die ihn bereits damals unterrichtete, blieb seine einzige Lehrerin. Schon früh zeigte sich Kissins ausserordentliche Begabung: Erst zehn Jahre alt, debutierte er als Solist in einem Sinfoniekonzert; im Jahr darauf gab er seinen ersten Solo-Abend. 1988 wurde Evgeny Kissin zu einem Vorspiel bei Herbert von Karajan geladen, der ihn spontan für das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker engagierte. 1990 gab er seinen Einstand in den USA mit den Klavierkonzerten von Chopin, die er mit dem New York Philharmonic unter Zubin Mehta interpretierte. Seither arbeitet Evgeny Kissin, der heute britischer und israelischer Staatsbürger ist, mit den führenden Orchestern und Dirigenten zusammen. Neben diesen Auftritten und Soloabenden gibt er auch Kammerkonzerte, so etwa in der vergangenen Saison mit dem Geiger Itzhak Perlman. Seit 2002 ist Kissin ausserdem als Rezitator jiddischer Poesie zu erleben. Für seine CDs erhielt er Auszeichnungen wie den «Diapason d’or», den «Grand Prix du Disque» oder den «Edison-Preis»; seine Aufnahme der Prokofjew-Konzerte Nr. 2 und 3 wurde mit dem «Grammy» (2009) prämiert. Zuletzt veröffentlichte er ein Album mit Beethoven-Sonaten und, im April 2019, Klavierquartette und -quintette von Mozart, Fauré, Schostakowitsch und Dvořák mit dem Emerson String Quartet. Evgeny Kissin ist Ehrendoktor der Manhattan School of Music und der Hebräischen Universität Jerusalem, Ehrenmitglied der Royal Academy of Music (2005) und Träger des Schostakowitsch-Preises (2003), des Karajan-Preises (2005) sowie des Premio Arturo Benedetti Michelangeli (2007).

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1993 mit dem Ersten Klavierkonzert von Sergej Prokofjew; Claudio Abbado leitete die Berliner Philharmoniker.

    August 2019

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