Sinfoniekonzert 17

Orchestre de l'Opéra national de Paris | Philippe Jordan | Bertrand Chamayou

Debussy | Saint-Saëns | Berlioz

Di, 29.08.19.30 UhrNo. 17338

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    29.

    Aug

    Dienstag
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 17

    Orchestre de l'Opéra national de Paris | Philippe Jordan | Bertrand Chamayou

    Claude Debussy (1862–1918)
    Prélude à l'après-midi d'un faune
    Camille Saint-Saëns (1835–1921)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 F-Dur op. 103 Ägyptisches Konzert
    Hector Berlioz (1803–1869)
    Symphonie fantastique op. 14

    Das Pariser Musikleben stand im 19. Jahrhundert ganz im Zeichen der Oper und des Balletts: Spektakuläre Massenszenen, prachtvolle Dekorationen, gefeierte Tenöre und bewunderte Primadonnen begeisterten das Publikum, das nach immer neuen Sensationen gierte. Französische Komponisten, die für den Konzertsaal schreiben wollten, hatten es dagegen schwer. «Macht Beethovensche Sinfonien, und ich werde sie spielen!», forderte der Dirigent Jules Pasdeloup – und riet damit zum Verrat an der eigenen Identität. Nur wenige wussten sich zu widersetzen: etwa der exzentrische Hector Berlioz mit seiner epochalen Symphonie fantastique oder Camille Saint-Saëns, der sich mit der Gründung der «Société Nationale de Musique» exklusiv der «Ars gallica» widmete. Oder auch der junge Claude Debussy, der mit seinem genialen Prélude à l’après-midi d’un faune ein neues Zeitalter einläutete. Das Orchestre de l’Opéra national de Paris spürt mit seinem Schweizer Chef Philippe Jordan der französischen DNA in der Musik der Romantik und der frühen Moderne nach.

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    Orchestre de l'Opéra national de Paris

    Die Ursprünge des Orchestre de l’Opéra national de Paris gehen auf die Epoche des Sonnenkönigs Louis XIV. zurück, der 1699 die Académie Royale de Musique gründete und sie mit der Gestaltung der Opernaufführungen am Hof betraute. Bereits im 18. Jahrhundert war das Ensemble zu einem Orchester von sinfonischem Format herangewachsen und zeichnete u. a. für die Uraufführung von Glucks Orphée et Eurydice verantwortlich. Weitere wichtige Weltpremieren waren Donizettis La Favorite (1840), Verdis Les Vêpres siciliennes (1855) und die französische Fassung seines Don Carlos (1867). Im 19. Jahrhundert entwickelten sich aus der Stammbesetzung zwei verschiedene Opernorchester, beheimatet an der Opéra Comique und der Opéra Paris, die 1972 indes wieder zu einem grossen Klangkörper fusioniert wurden. Heute besteht das Orchester aus 174 Musikern und bespielt gleichzeitig die Opéra Bastille und die Opéra Garnier. Das Repertoire des Orchestre de l’Opéra national de Paris reicht vom Barock bis zur Gegenwart; 1987 arbeiteten die Musikerinnen und Musiker bei Händels Giulio Cesare unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire erstmals mit historischen Instrumenten. Einen Meilenstein in der jüngeren Geschichte bildete die Uraufführung von Messiaens Saint François d’Assise unter der Leitung von Seiji Ozawa. Im Konzertbereich arbeitete das Orchester in den letzten Jahrzehnten mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Valery Gergiev, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Georges Prêtre und Esa-Pekka Salonen zusammen; den Mittelpunkt des Repertoires bildeten dabei Werke von Ravel, Debussy und Strauss. Seit 2009 amtiert Philippe Jordan als Musikdirektor; er spielte mit dem Orchester auch zahlreiche CDs ein, darunter Ravels Daphnis et Chloé, das 2016 den Jahrespreis der «Victoires de la musique classique» gewann.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 29. August 2014 mit Werken von Ravel, Strauss und Mussorgsky, dirigiert von Philippe Jordan.

    Juni 2017

    Philippe Jordan

    Philippe Jordan ist seit 2009 Musikdirektor der Opéra national de Paris und seit 2014 Chefdirigent der Wiener Symphoniker. 1974 als Sohn des Dirigenten Armin Jordan in Zürich geboren, absolvierte er sein Studium in den Fächern Klavier, Theorie und Komposition am Konservatorium seiner Heimatstadt. Erste dirigentische Erfahrungen sammelte er als Assistent von Jeffrey Tate am Pariser Théâtre du Châtelet und als Kapellmeister am Stadttheater Ulm. 1998 wurde Jordan als Assistent von Daniel Barenboim an die Berliner Staatsoper berufen; später, von 2006 bis 2010, kehrte er an das Haus als Principal Guest Conductor zurück. Seine erste Chefposition trat Jordan 2001 am Opernhaus Graz an, dem er drei Jahr verbunden blieb. In diese Zeit fallen auch seine Debuts beim Glyndebourne Festival, an der New Yorker Metropolitan Opera und am Royal Opera House in London. Seit 2004 dirigiert Jordan an der Bayerischen Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen, seit 2005 an der Wiener Staatsoper. 2012 gab er mit dem Parsifal seinen Einstand bei den Bayreuther Festspielen, 2017 leitete er dort Die Meistersinger von Nürnberg. Im Konzertsaal arbeitete Jordan u. a. mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra, dem Chicago und dem San Francisco Symphony, dem Philharmonia Orchestra und dem Zürcher Tonhalle-Orchester zusammen. Seine Pläne für die Saison 2017/18 umfassen Neuproduktionen von Debussys Pelléas et Mélisande, Verdis Don Carlos in der französischen Fassung, Berlioz’ Benvenuto Cellini und Wagners Parsifal an der Opéra national de Paris; mit den Wiener Symphonikern wird er eine Tournee durch Japan und Korea absolvieren. Für seine CD-Einspielungen wurde er u. a. dem «Choc de l’Année» und dem Jahrespreis für die beste Aufnahme eines französischen Ensembles bei den «Victoire de la musique» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. August 2007 am Pult des Mahler Chamber Orchestra mit Werken von Dvorák, Mahler und Beethoven.

    Juni 2017

    Bertrand Chamayou

    Der französische Pianist Bertrand Chamayou, Jahrgang 1981, erhielt zunächst Unterricht am Konservatorium seiner Heimatstadt Toulouse, ehe er als 15-Jähriger in die Klavierklasse von Jean-François Heisser am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris aufgenommen wurde. Seine Ausbildung schloss er dann bei Maria Curcio in London ab; ausserdem gaben ihm Leon Fleisher, Dmitri Bashkirov und Murray Perahia wichtige Anregungen. Schon früh ging Chamayou aus mehreren Wettbewerben erfolgreich hervor, darunter der «Concours International Marguerite Long». Mittlerweile hat Bertrand Chamayou als Solist mit dem Orchestre de Paris und dem Orchestre Philharmonique de Radio-France, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Konzerthausorchester Berlin, dem London und dem Rotterdam Philharmonic sowie dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia konzertiert. Am Pult zählten Dirigenten wie Pierre Boulez, Semyon Bychkov, Louis Langrée, Andris Nelsons, Michel Plasson und Leonard Slatkin zu seinen musikalischen Partnern. Als Kammermusiker tritt er gemeinsam mit Renaud und Gautier Capuçon, mit Sol Gabetta, Antoine Tamestit und dem Quatuor Ebène auf. Bertrand Chamayou war beim New Yorker Mostly Mozart Festival, beim Edinburgh Festival, beim Bonner Beethovenfest, beim Rheingau Musik Festival und beim Klavier-Festival Ruhr zu Gast. Rezitale führten ihn in die Londoner Wigmore Hall, ins Pariser Théâtre des Champs-Elysées, ins New Yorker Lincoln Center und in den Münchner Herkulessaal. Bertrand Chamayou hat bereits viermal die «Victoires de la musique» gewonnen, als einziger Künstler in der Geschichte dieser Institution. Für seine Einspielung des pianistischen Gesamtwerks von Maurice Ravel erhielt er 2016 den «Echo Klassik». 2015 wurde er zum «Chevalier dans l’ordre des arts et des lettres» ernannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 24. November 2011 bei einem Debut-Rezital mit Werken von César Franck und Franz Liszt.

    Juni 2017

    18:30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium

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