Sinfoniekonzert 21

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Riccardo Chailly

Mossolow | Maderna | Schönberg | Rihm

So, 08.09.18.30 UhrNr. 19346

KKL Luzern, Konzertsaal

Karten ab Mo, 25. März 2019 | 12.00 (UTC + 1)


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

|

 
     

    Sinfoniekonzert 21

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Riccardo Chailly

    Lucas Macías Navarro  Oboe
    Aleksandr Mossolow (1900–1973)
    Die Eisengiesserei op. 19
    Bruno Maderna (1920–1973)
    Grande Aulodia für Flöte und Oboe solo mit Orchester 
    Schweizer Erstaufführung
    Arnold Schönberg (1874–1951)
    Fünf Orchesterstücke op. 16
    Fassung für grosses Orchester von 1909
    Wolfgang Rihm (*1952)
    Dis-Kontur für grosses Orchester
    Schweizer Erstaufführung

    Erstmals dirigiert Riccardo Chailly das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI, das ausgewählte ehemalige Teilnehmer der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY vereint. «Aufbruch» könnte als Motto über dem Programm stehen, das Chailly zusammengestellt hat. So wagte Arnold Schönberg 1909 mit seinen Fünf Orchesterstücken op. 16 den Schritt in die freie Atonalität und zu einer äusserst verdichteten Expressivität. Aleksandr Mossolow wiederum, später unter Stalin zur Zwangsarbeit im Gulag verurteilt, steht für die sowjetische Musik-Avantgarde der Zwanziger Jahre: Seine berühmte Eisengiesserei verwandelt das Orchester in eine rhythmisch stampfende Riesenmaschine und den Konzertsaal in eine Fabrikhalle. Hinzu kommen zwei späte Schweizer Premieren: Wolfgang Rihm zeigte mit Werken wie Dis-Kontur, dass sich auch in den 1970ern noch eine musikalische Revolution anzetteln liess, stiess seine emotional-direkte Klangsprache bei den Dogmatikern der Neuen Musik doch auf empörte Ablehnung. Chaillys Landsmann Bruno Maderna schliesslich evoziert mit dem frei fliessenden Melos seines Doppelkonzerts den Klang des altgriechischen Aulos.
     

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 haben mehr als 1.200 Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten aus aller Welt das Ausbildungsangebot der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY durchlaufen. Unter den Absolventen finden sich mittlerweile renommierte Künstler, etwa das JACK Quartet oder die Dirigenten Pablo Heras-Casado und Kevin John Edusei, aber auch viele Musikerinnen und Musiker, die heute Mitglieder international arrivierter Orchester sind, im Bereich der Kammermusik und experimenteller Projekte auftreten oder an Hochschulen lehren. Ein Grossteil von ihnen bleibt den Festspielen eng verbunden: Als LUCERNE FESTIVAL ALUMNI kehren ausgewählte ehemalige Akademisten regelmässig nach Luzern zurück. Sie bereichern das Programm mit Auftritten im Bereich der zeitgenössischen Musik, in der Reihe «40min» oder in Produktionen von LUCERNE FESTIVAL YOUNG und stehen darüber hinaus den aktuellen Academy-Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. Unterstützt durch die Alumni-Plattform, bleiben sie zudem untereinander in Kontakt, um gemeinsam weltweit eigene Projekte zu realisieren. So ist ein einzigartiges internationales Netzwerk junger Musikerinnen und Musiker entstanden. Als erstes Projekt präsentierten die Alumni 2013/14 unter dem Motto «Music at Risk» in New York, London, Peking, Zürich und Luzern vier Uraufführungen. Im vergangenen Sommer folgte in Luzern ein weiterer «Uraufführungsmarathon», und bereits im Juni 2016 gastierte ein Alumni-Ensemble bei der «NY Phil Biennial» und gestaltete im New Yorker Metropolitan Museum of Art unter der Leitung von Alan Gilbert die dreiteilige Konzertreihe «Ligeti Forward». In diesem Jahr sind die LUCERNE FESTIVAL ALUMNI u. a. mit dem Schweizer Jazzsänger Andreas Schaerer und seinem Projekt «The Big Wig» auf Tournee.

    Mai 2017

    Weitere Termine

    Riccardo Chailly

    Seit dem Sommer 2016 amtiert Riccardo Chailly als Chefdirigent des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. 1953 in Mailand geboren, studierte er an den Konservatorien von Perugia, Rom und Mailand sowie an der Accademia Musicale Chigiana und begann seine Laufbahn als Assistent von Claudio Abbado an der Mailänder Scala. 1980 wurde Chailly zum Chefdirigenten des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin berufen, 1988 wechselte er in derselben Position zum Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem er sechzehn Jahre lang vorstand. Von 2005 bis Sommer 2016 war Riccardo Chailly als Gewandhauskapellmeister in Leipzig tätig, seit Januar 2015 trägt er als Musikdirektor die Verantwortung an der Mailänder Scala. Chailly dirigiert regelmässig führende europäische Orchester wie die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra und das Orchestre de Paris. In den USA hat er mit dem New York Philharmonic, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra sowie dem Chicago Symphony Orchestra zusammengearbeitet. Als Operndirigent war er – neben seinen Auftritten an der Scala – auch an der New Yorker Metropolitan Opera, am Londoner Royal Opera House, am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper sowie an der Chicago Lyric Opera und der San Francisco Opera zu Gast. Riccardo Chailly wurde für seine mehr als 150 CDs mit vielen Preisen geehrt, darunter der «Gramophone Award» für seine Brahms-Sinfonien als «Einspielung des Jahres». Anfang 2018 veröffentlichte er Frühwerke von Strawinsky mit dem LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. Riccardo Chailly ist «Grand’Ufficiale della Repubblica Italiana», «Cavaliere di Gran Croce» und «Ritter vom Orden des Niederländischen Löwen». 1996 ernannte ihn die Royal Academy of Music in London zum Ehrenmitglied, seit 2011 ist er in Frankreich «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 7. September 1988 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Werken von Wagner, Mozart und Tschaikowsky.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Jacques Zoon

    Der niederländische Flötist Jacques Zoon studierte am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei Koos Verheul und Harrie Starreveld, später absolvierte er Meisterkurse am Banff Centre for the Arts bei Geoffrey Gilbert und András Adorján. Ausgezeichnet beim «Concours Jean-Pierre Rampal» in Paris und der «Scheveningen International Music Competition», wurde er 1988 zum Soloflötisten des Königlichen Concertgebouworchesters ernannt und spielte bis 1997 auch an der ersten Position des Chamber Orchestra of Europe; anschliessend gehörte er dem Boston Symphony Orchestra an – dort kürte ihn der Boston Globe 1998 zum «Musician of the Year». Seit 2001 ist Jacques Zoon freischaffend tätig und konzertiert weltweit als Solist. Ausserdem musiziert er als Soloflötist im LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. Nach Lehraufträgen in Rotterdam, den USA und in Genf wurde er 2008 als Professor an die Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid berufen.

    August 2012

    Weitere Termine

    Konzerteinführung | 17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium
    Wolfgang Rihm im Gespräch mit Mark Sattler

    Partner LUCERNE FESTIVAL ALUMNI