Sinfoniekonzert 13 ─ ABGESAGT

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Sylvain Cambreling | Nicolas Hodges

Webern | Strawinsky | Xenakis | Saunders

Sa, 29.08. | 18.30 Uhr | Nr. 20703

KKL Luzern, Konzertsaal


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Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival – Abgesagt

14.08.-13.09. 2020

 

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    Sinfoniekonzert 13 ─ ABGESAGT

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Sylvain Cambreling | Nicolas Hodges

    Anton Webern (1883–1945)
    Variationen für Orchester op. 30
    Igor Strawinsky (1882–1971)
    Movements für Klavier und Orchester
    Iannis Xenakis (1922–2001)
    Shaar für grosses Streichorchester
    Anton Webern (1883–1945)
    Sinfonie op. 21
    Igor Strawinsky (1882–1971)
    Variations (Aldous Huxley in memoriam)
    Rebecca Saunders (*1967)
    Neues Werk für Klavier und Orchester
    Uraufführung «Roche Commissions»

    Hier Archaik und entfesselte Rhythmen, dort strenge Zwölftonmusik: Igor Strawinsky und die Zweite Wiener Schule – Schönberg, Berg und Webern – gelten vielen als Antipoden, sie verkörpern zwei ganz unterschiedliche Wege in die musikalische Moderne. Doch in seinen späten Jahren nahm sich Strawinsky ausgerechnet Anton Webern zum Vorbild: In Werken wie dem Mini-Klavierkonzert Movements wandte er sich der Reihentechnik zu und erklärte, Webern sei «ein fortwährendes Pfingstfest für alle, die an Musik glauben». Die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY spürt dieser Verbindung nach und präsentiert überdies eine brandneue Partitur von «composer-in-residence» Rebecca Saunders. Sie hat die Reihe ihrer grossen Solokonzerte fortgesetzt und sich nun dem Klavier zugewandt – einem Instrument, das sie seit jeher begleitet: Beide Eltern und die Grossmutter waren Pianisten, ihr Grossvater Organist. «Irgendwo wurde immer Klavier gespielt», erinnert sich Saunders an ihre Kindheit. «Meine Eltern besassen beide einen Flügel, es gab ein Klavier, auf dem wir Kinder spielten, ein weiteres stand unbenutzt in einem Schrank.»

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten hier junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Fast 1.200 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen fünfzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. 2018 steht das Schaffen von Karlheinz Stockhausen im Zentrum der Orchester- und Ensemblekonzerte, u. a. mit Aufführungen von Inori und Gruppen; bei letzterem schliesst sich das Orchester der Akademie mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pintscher, Sir Simon Rattle und Duncan Ward zusammen. Zur Uraufführung gelangt Peter Eötvös’ neue Partitur Reading Malevich, ausserdem werden Werke von Kurtág, Bella, Zimmermann, Nono und «composer-in-residence» Fritz Hauser präsentiert. Bereits zum dritten Mal findet das «Composer Seminar» statt, in dessen Rahmen junge Komponisten ihre Arbeiten mit Rihm, Dieter Ammann sowie weiteren Gästen diskutieren und sie mit ausgewählten LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Ein «Conducting Fellowship» bietet Stipendiaten die Möglichkeit, die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY wirkt in diesem Sommer auch wieder beim «Erlebnistag» mit und tritt in der Reihe «40min» auf.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Sylvain Cambreling

    Sylvain Cambreling, 1948 im französischen Amiens geboren, begann seine Laufbahn 1971 als Posaunist an der Opéra de Lyon, absolvierte ein Studium im Fach Orchesterleitung und wechselte bald schon vom Graben ans Dirigentenpult: Von 1975 bis 1981 war er Stellvertretender Musikdirektor des renommierten Lyoner Musiktheaters. 1976 verpflichtete ihn Pierre Boulez als ständigen Gastdirigenten des Ensemble intercontemporain nach Paris. Gerard Mortier holte Cambreling 1981 als Musikalischen Direktor an das Brüsseler Théâtre Royal de la Monnaie: Während der zehn Jahre, die Cambreling dort die Verantwortung trug, leitete er vierzig Neuproduktionen, die von Regisseuren wie Luc Bondy, Patrice Chéreau, Peter Mussbach und Herbert Wernicke inszeniert wurden. 1993 folgte Cambreling einem Ruf an die Frankfurter Oper, wo er drei Jahre lang als Intendant und Generalmusikdirektor tätig war; 1994 wählte ihn die Zeitschrift Opernwelt zum Dirigenten des Jahres, 1996 wurde sein Opernhaus zur jahresbesten Bühne gekürt. Von 1999 bis 2011 war Cam-breling Chef des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg; seit 2010 steht er an der Spitze des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, und mit der Saison 2012/13 beginnt seine Amtszeit als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Gastspiele führten ihn zu den Salzburger Festspielen, an die Opéra National de Paris, die Metropolitan Opera, die Mailänder Scala und die Wiener Staatsoper. Im Konzertbereich arbeitete Cambreling mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Los Angeles und dem Oslo Philharmonic sowie dem San Francisco Symphony zusammen. Nicht zuletzt hat er sich als Anwalt der Moderne einen ausgezeichneten Ruf erworben, etwa durch seine Arbeit mit dem Klangforum Wien, dem er seit 1997 als Erster Gastdirigent verbunden ist.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 2. September 2000 mit Werken von Rihm, Hosokawa und Kurtág, gespielt vom Klangforum Wien.

    August 2012

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    Nicolas Hodges

    Nicolas Hodges, 1970 in London geboren, absolvierte seine Klavierausbildung am Winchester College und an der University of Cambridge bei Robert Bottone, Susan Bradshaw und Sulamita Aronovsky; hinzu kamen Kompositionsstudien bei Michael Finnissy und Robin Holloway. Im Zentrum seines Repertoires steht die zeitgenössische Musik, die er mit Orchestern wie dem Boston Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem BBC Symphony Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem San Francisco Symphony oder dem City of Birmingham Symphony Orchestra zur Aufführung bringt. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Marin Alsop, Daniel Barenboim, Susanna Mälkki, Jonathan Nott, François-Xavier Roth, Jukka-Pekka Saraste oder Leonard Slatkin zusammen. Nicolas Hodges ist regelmässiger Gast bedeutender Festivals, darunter die Donaueschinger Musiktage, das Festival d’Automne in Paris, die Salzburger Festspiele, das Tanglewood Festival, die Ars Musica Brüssel, Wien Modern, die BBC Proms sowie die Tage für Neue Musik in Zürich. Als Kammermusiker ist er seit 2013 Mitglied im Trio Accanto und arbeitet mit dem Arditti Quartet, dem Cellisten Adrian Brendel und dem Schlagzeuger Colin Currie zusammen. Renommierte Komponisten wie Elliott Carter, Thomas Adès oder Sir Harrison Birtwistle haben für Nicolas Hodges neue Werke geschrieben. Gegenwärtig komponiert Rebecca Saunders ein neues Klavierkonzert für ihn, das 2020 bei LUCERNE FESTIVAL uraufgeführt wird. Seit 2005 lehrt Nicolas Hodges als Professor für Klavier an der Musikhochschule in Stuttgart, ausserdem ist er Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. August 2002 mit der basel sinfonietta unter Peter Rundel – auf dem Programm stand Keqrops von Iannis Xenakis.

    Oktober 2018
     

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