Late Night 2

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Saul Williams u.a.

Kessler

Sa, 24.08.21.00 UhrNr. 19320

KKL Luzern, Luzerner Saal

Karten kaufen

Preise (CHF)

CHF 50


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

|

 
     
    Mivos Quartet:  Olivia de Prato, Violine | Maya Bennardo, Violine | Victor Lowrie Tafoya, Viola | Tyler J. Borden, Violoncello
    Slamchor:  Bernadette Amansure (Burni Aman) | Urs Baur (Black Tiger) | Siyasanga Crosby Bolani | Ines Brodbeck | O'Neal Haas | Legion Seven

     Dirigent (Utopia III)

    Joachim Haas

    (SWR Experimentalstudio) Klangregisseur für die Einstudierung von Utopia III

    Dirigentin (… said the shotgun to the head)

    Saul Williams  Sprecher
    Thomas Kessler (*1937)
    Utopia III für Orchester (in fünf Gruppen) und multiple Live-Elektronik
    said the shotgun to the head für Slammer, Slamchor und Orchester

    Einführung zu Utopia III mit Thomas Kessler zu Beginn des Konzerts

    In seinem grossen Orchesterstück Utopia III von 2016 unterläuft Thomas Kessler die gängigen Machtverhältnisse. Denn er verzichtet auf einen übergeordneten Klangregisseur und überträgt die Verantwortung für die live-elektronische Modulation direkt an die Musikerinnen und Musiker, die er allesamt mit iPads, Mikrofonen und Lautsprechern ausstattet. So entstehe ein «noch nie gehörter Gesamtklang». Utopia III ist Kesslers dritte Auseinandersetzung mit diesem neuen Orchesterkonzept und erweitert es zur Raummusik: Die Musiker sind in fünf Gruppen im ganzen Konzertsaal verteilt. Mit … said the shotgun to the head begann Kessler 2003 seine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Slam-Poeten Saul Williams: «Saul sprach etwa die Hälfte des halbstündigen Textes in seinem unverkennbaren Stil auswendig auf ein Aufnahmegerät. Fast die ganze Komposition habe ich aus der Sprachmelodik und -rhythmik seiner Stimme abgeleitet, die ich zum Teil auch mit Hilfe von Computerprogrammen analysiert habe», so Kessler. Für den Chor, der Saul Williams zur Seite steht, kommen ausgewählte Schweizer Slam-Poeten zusammen.

    Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten hier junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Fast 1.200 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen fünfzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. 2018 steht das Schaffen von Karlheinz Stockhausen im Zentrum der Orchester- und Ensemblekonzerte, u. a. mit Aufführungen von Inori und Gruppen; bei letzterem schliesst sich das Orchester der Akademie mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pintscher, Sir Simon Rattle und Duncan Ward zusammen. Zur Uraufführung gelangt Peter Eötvös’ neue Partitur Reading Malevich, ausserdem werden Werke von Kurtág, Bella, Zimmermann, Nono und «composer-in-residence» Fritz Hauser präsentiert. Bereits zum dritten Mal findet das «Composer Seminar» statt, in dessen Rahmen junge Komponisten ihre Arbeiten mit Rihm, Dieter Ammann sowie weiteren Gästen diskutieren und sie mit ausgewählten LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Ein «Conducting Fellowship» bietet Stipendiaten die Möglichkeit, die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY wirkt in diesem Sommer auch wieder beim «Erlebnistag» mit und tritt in der Reihe «40min» auf.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Mivos Quartet

    Weitere Termine

    David Fulmer

    Der amerikanische Dirigent, Komponist und Geiger David Fulmer, Jahrgang 1981, studierte an der New Yorker Juilliard School Komposition bei Milton Babbitt sowie Violine bei Robert Mann. 2016 gewann er den Koussevitzky Award und wurde mit dem Guggenheim-Stipendium ausgezeichnet. Seit 2017 amtiert er als Musikdirektor der Hunter Symphony. Als Gastdirigent hat er mit dem NFM Wrocław Philharmonic und dem Adelaide Symphony Orchestra, dem Ensemble intercontemporain und dem ASKO|Schönberg Ensemble, dem International Contemporary Ensemble (ICE), dem Elision Ensemble, dem Mannes American Composers Ensemble oder dem Sydney Modern Music Ensemble zusammengearbeitet. Er ist beim Tanglewood Music Festival, beim Festival Chamber Music Northwest und beim Mostly Mozart Festival im New Yorker Lincoln Center aufgetreten, wurde 2014 zu den «Green Umbrella»-Konzerten des Los Angeles Philharmonic in die Walt Disney Concert Hall eingeladen und leitete 2016 die LUCERNE FESTIVAL ALUMNI im Rahmen der «NY Biennial» des New York Philharmonic. Auch als Komponist ist David Fulmer erfolgreich: Nach der Uraufführung seines Violinkonzerts 2010 im New Yorker Lincoln Center wurde er eingeladen, das Werk in Tanglewood sowie in Europa und Australien zu präsentieren, und nahm es zusammen mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra unter Matthias Pintscher auf. Er erhielt Kompositionsaufträge vom New York Philharmonic, vom Ensemble intercontemporain, vom Berliner Scharoun Ensemble und von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie von Veranstaltern wie der Carnegie Hall, der Alten Oper Frankfurt oder der Salzburg Foundation und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, so als erster Amerikaner überhaupt mit dem Grossen Preis der «International Edvard Grieg Composer Competition».

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Ruth Reinhardt

    Ruth Reinhardt, die in Saarbrücken geboren wurde, studierte zunächst Violine bei Rudolf Koelman sowie Orchesterleitung bei Constantin Trinks und Johannes Schlaefli an der Zürcher Hochschule der Künste, ehe sie zu Alan Gilbert an die New Yorker Juilliard School wechselte, wo sie ihren Master im Dirigieren erhielt. Wichtige Erfahrungen sammelte sie am Tanglewood Music Center, wo sie 2015 mit dem Boston Symphony Orchestra zusammenarbeiten konnte, als Conducting Fellow beim Seattle Symphony Orchestra (2015/16) und als Associate Fellow im Taki Concordia Program von Marin Alsop (2015–17). Ihre Karriere begann sie von 2016 bis 2018 als Assistenzdirigentin des Dallas Symphony Orchestra und dessen Music Director Jaap van Zweeden. Dort leitete sie auch selbst eine Vielzahl von Konzerten, darunter die ReMix-Reihe mit zeitgenössischer Musik. In der Saison 2017/18 konnte sie überdies als Dudamel Fellow mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel zusammenarbeiten, und in diesem Sommer ist sie Assistenzdirigentin der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Als Gastdirigentin war Ruth Reinhardt bereits mit dem Cleveland Orchestra, dem Royal Stockholm Philharmonic, dem Indianapolis und dem Malmö Symphony Orchestra sowie dem Musikkollegium Winterthur zu erleben. Zu den Opernproduktionen, die sie dirigierte, gehören Dvořáks Rusalka und Webers Freischütz für die North Czech Opera Company und Strauss’ Fledermaus an der Universität der Künste in Leipzig. Ruth Reinhardt ist auch als Komponistin hervorgetreten: So schuf sie bereits als 17-Jährige eine Oper, die sie mit Kindern und Jugendlichen ihrer Heimatstadt aufführte.

    Weitere Termine

    Saul Williams

    Weitere Termine

    Das «Thomas-Kessler-Paket» 
    20% Rabatt ab drei verschiedenen Konzerten mit «composer-in-residence» Thomas Kessler