Sinfoniekonzert 24

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Reinhardt | London Symphony Orchestra | Rattle

Messiaen | Nono

So, 09.09. | 19.30 Uhr | Nr. 18348

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 24

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Reinhardt | London Symphony Orchestra | Rattle

    Ruth Reinhardt  Dirigentin

    (Nono)

    (Messiaen)

    Olivier Messiaen (1908–1992)
    Et exspecto resurrectionem mortuorum für Bläser und Schlagzeug
    Luigi Nono (1924–1990)
    No hay caminos, hay que caminar … Andrej Tarkowskij für sieben Orchestergruppen

    Für Karlheinz Stockhausens Gruppen vereinen sich das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY und das London Symphony Orchestra zu einem «Superklangkörper». In diesem Konzert treten sie nacheinander auf. In seiner eindringlichen Hommage an den russischen Filmregisseur Andrej Tarkowskij, seinem letzten Orchesterwerk überhaupt, verteilt Luigi Nono die Musiker in sieben Gruppen über den gesamten Konzertsaal, lässt die Klänge hin- und herwandern und gibt auch der Stille Raum. Mit der geballten Wucht von 34 Bläsern und reichem Schlagwerk wendet sich dagegen Olivier Messiaen an die Hörer: Kraftvoll, blockhaft, ja monumental klingt Et exspecto resurrectionem mortuorum, das ganz ohne die weichen Farben der Streicher auskommt und idealerweise in Kathedralen oder in der freien Natur aufzuführen sei, so der Komponist. Im Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege schuf Messaien keine verschattete Trauermusik, sondern ein klanggewaltiges Credo: «Und ich erwarte die Auferstehung der Toten.» 

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    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten hier junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Fast 1.200 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen fünfzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. 2018 steht das Schaffen von Karlheinz Stockhausen im Zentrum der Orchester- und Ensemblekonzerte, u. a. mit Aufführungen von Inori und Gruppen; bei letzterem schliesst sich das Orchester der Akademie mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pintscher, Sir Simon Rattle und Duncan Ward zusammen. Zur Uraufführung gelangt Peter Eötvös’ neue Partitur Reading Malevich, ausserdem werden Werke von Kurtág, Bella, Zimmermann, Nono und «composer-in-residence» Fritz Hauser präsentiert. Bereits zum dritten Mal findet das «Composer Seminar» statt, in dessen Rahmen junge Komponisten ihre Arbeiten mit Rihm, Dieter Ammann sowie weiteren Gästen diskutieren und sie mit ausgewählten LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Ein «Conducting Fellowship» bietet Stipendiaten die Möglichkeit, die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY wirkt in diesem Sommer auch wieder beim «Erlebnistag» mit und tritt in der Reihe «40min» auf.

    Juli 2018

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    Ruth Reinhardt

    Ruth Reinhardt, die 1988 in Saarbrücken geboren wurde, studierte zunächst Violine bei Rudolf Koelman sowie Orchesterleitung bei Constantin Trinks, Johannes Schlaefli und Ulrich Windfuhr an der Zürcher Hochschule der Künste, ehe sie zu Alan Gilbert an die New Yorker Juilliard School wechselte, wo sie ihren Master im Dirigieren erhielt. Meisterkurse führten sie u. a. zu Bernard Haitink, Michael Tilson Thomas, David Zinman und Paavo Järvi. Wichtige Erfahrungen sammelte Ruth Reinhardt 2015 am Tanglewood Music Center des Boston Symphony Orchestra. Ausserdem war sie Conducting Fellow beim Seattle Symphony Orchestra (2015/16) und Associate Fellow im Taki Concordia Program von Marin Alsop (2015–17). Ihre Karriere begann sie von 2016 bis 2018 als Assistenzdirigentin von Jaap van Zweden beim Dallas Symphony Orchestra, das sie mit der Leitung diverser Konzerte betraute, darunter die ReMix-Reihe mit zeitgenössischer Musik. In der Saison 2017/18 war Ruth Reinhardt als Dudamel Fellow beim Los Angeles Philharmonic tätig, im Sommer 2018 war sie als Assistant Conductor an der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY engagiert, wo sie kurzfristig die Leitung von Nonos No hay caminos, hay que caminar … übernahm. In der vergangenen Spielzeit gab sie ihren Einstand u. a. beim Royal Stockholm Philharmonic, beim Grossen Orchester Graz und beim Kristiansand Symfoniorkester; in der Saison 2019/2020 stellt sie sich u. a. am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des hr-Sinfonieorchesters sowie bei den Orchester in Detroit, Indianapolis, Baltimore, Houston und Los Angeles sowie beim St. Paul Chamber Orchestra vor. Zu den Opernproduktionen, die sie dirigierte, gehören Dvořáks Rusalka und Webers Freischütz für die North Czech Opera Company und Strauss’ Fledermaus an der Universität der Künste in Leipzig.

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    London Symphony Orchestra

    Das London Symphony Orchestra (LSO) wurde 1904 als erstes selbstverwaltetes Orchester Englands gegründet und erwarb sich bald einen herausragenden Ruf in aller Welt. Während der vergangenen Jahrzehnte amtierten André Previn (1968–79), Claudio Abbado (1979–88), Michael Tilson Thomas (1988–95), Sir Colin Davis (1995–2007) und Valery Gergiev (2007–15) an der Spitze des Orchesters. 2017 begann die Amtszeit von Sir Simon Rattle als neuem Music Director; Gianandrea Noseda und François-Xavier Roth fungieren als Principal Guest Conductors. Das London Symphony Orchestra präsentiert jährlich über siebzig Konzerte im Barbican Centre, das seit 1982 seinen festen Sitz bildet. Regelmässige Residenzen führen das Orchester ins New Yorker Lincoln Center, in die Pariser Philharmonie und die Suntory Hall nach Tokio; hinzu kommen Auftritte in aller Welt, so zuletzt im Mai 2019 eine Südamerika-Tournee mit Stationen in Kolumbien, Peru, Argentinien, Uruguay und Chile. 2019/20 widmet sich Rattle schwerpunkthaft Werken von Beethoven, Bartók und Percy Grainger; zu den Gästen am Pult zählen dann u. a. Sir John Eliot Gardiner, Sir Antonio Pappano und Michael Tilson Thomas. Besonderen Wert legt das Orchester auf innovative und breitenwirksame Programmangebote für ein Publikum jeden Alters und Bildungsgrads. 65.000 Hörer werden pro Spielzeit mit diesen Projekten erreicht, die unter dem Titel «LSO Discovery» in der Kirche St. Luke’s stattfinden. Die Aktivitäten umfassen Familienkonzerte, Schulprojekte, eine Zusammenarbeit mit der Guildhall School of Music and Drama oder «Discovery Days». Mit «LSO Live» verfügt das Orchester über ein eigenes CD-Label, das schon mehr als 150 Aufnahmen veröffentlicht hat: Sie wurden mit Auszeichnungen wie dem «Grammy», dem «Classical Brit Award», dem «Orphée d’or» oder dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» bedacht.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 3. September 1982: Claudio Abbado dirigierte Elgars Cellokonzert und Berlioz’ Symphonie fantastique.

    August 2019

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    Sir Simon Rattle

    Seit 2017 steht Sir Simon Rattle als Musikdirektor an der Spitze des London Symphony Orchestra. Geboren 1955 in Liverpool, studierte er Klavier, Schlagzeug und Orchesterleitung an der Royal Academy of Music in London. 1980 begann seine enge Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, das er von 1990 bis 1998 als Music Director leitete und zu einem internationalen Spitzenensemble formte. 2002 wechselte er als Chefdirigent zu den Berliner Philharmonikern, deren Repertoire er in seiner 16-jährigen Ära bis 2018 sukzessive erweiterte: durch die Integration Neuer Musik und szenischer Aufführungen, aber auch barocker Werke und musikhistorischer Raritäten. Viele der Konzerte wurden auf CD mitgeschnitten und mit Preisen ausgezeichnet. Mehrfach preisgekrönt, u. a. mit dem «Comenius Award» und dem Schillerpreis der Stadt Mannheim, wurde auch sein Berliner Education-Programm. Seit 1992 ist Sir Simon auch dem Orchestra of the Age of Enlightenment eng verbunden, mittlerweile als «Principal Artist»; überdies dirigiert er die führenden Orchester Europas und der USA. Als Operndirigent gab Rattle 1977 beim Glyndebourne Festival seinen Einstand. Weitere Auftritte führten ihn an die Opéra national de Paris, das ROH Covent Garden, die Niederländische Nationaloper, die Wiener Staatsoper und die Metropo-
    litan Opera in New York. Regelmässig arbeitet er mit der Staatsoper Berlin zusammen, wo er zuletzt Rameaus Hippolyte et Aricie (2018) herausbrachte; in der Saison 2019/20 widmet er sich dort Mozarts Idomeneo. Ausserdem wird er an der Metropolitan Opera Strauss’ Rosenkavalier dirigieren. 1994 wurde Simon Rattle als Knight Bachelor von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben; er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und Ritter der französischen Ehrenlegion. 2013 erhielt er den Léonie-Sonning-Musikpreis, 2018 die Ehrung «Freedom of the City of London».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1996 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und Werken von Berlioz, Beethoven, Tippett und Haydn.

    August 2019

     


     

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