Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Berlin

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Peter Eötvös

Stockhausen

Di, 18.09.19.00 Uhr

Berliner Philharmonie


Mehr zum Kartenverkauf finden Sie hier.

On Tour

12.09.-18.09. 2018

 

|

 
     

    Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Berlin

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Peter Eötvös

    Peter Eötvös  Dirigent
    Winnie Huang  Tänzer-Mimin
    Diego Vásquez  Tänzer-Mime
    Paul Jeukendrup  Klangregie
    Karlheinz Stockhausen (1928–2007)
    INORI. Anbetung für zwei Solisten und grosses Orchester

    Nachdem sie in Luzern mit der Schweizer Erstaufführung von Inori für einen Höhepunkt der Reihe «Kosmos Stockhausen» gesorgt haben, reisen die Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY für Gastspiele nach Paris und Berlin. Stockhausens Avantgarde-Kollegen reagierten 1974 irritiert auf Inori, trat hier doch erstmals die geistlich-spirituelle Orientierung seines Schaffens deutlich zutage: Auf einem Podest hoch über dem Orchester thronen zwei Tänzer und unterlegen die meditativen Klänge mit Gebetsgesten aus verschiedenen Religionen, für die Stockhausen eine eigene Notation entwickelte: eine 70-minütige Zeremonie, auf die sich die Tänzer-Mimen monatelang vorzubereiten haben. Weshalb Inori nur äusserst selten aufgeführt wird.

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspiel-intendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Mehr als 1.000 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen vierzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. Mit der neuen Leitung hat die Akademie ihr Angebot erweitert: 2017 findet zum zweiten Mal das «Composer Seminar» statt, in dem junge Komponisten ihre Arbeiten mit Wolfgang Rihm diskutieren und sie mit Ensembles der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Der «Meisterkurs Dirigieren» wurde zu einem «Conducting Fellowship» erweitert und bietet seinen Stipendiaten die Möglichkeit, drei Wochen lang die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY gestaltet in diesem Sommer drei Sinfoniekonzerte unter Heinz Holliger und Matthias Pintscher, mit dem es im September zudem in Köln und in der Hamburger Elbphilharmonie gastiert. Darüber hinaus präsentieren die Akademisten mehrere Ensemblekonzerte, u. a. am Erlebnistag, arbeiten mit «composer-in-residence» Michel van der Aa und den «artistes étoiles» Jay Campbell und Patricia Kopatchinskaja zusammen und treten bei den «40min» auf.

    August 2017

    Weitere Termine

    Peter Eötvös

    Peter Eötvös, geboren 1944 im ungarischen Transsilvanien, studierte Komposition und Klavier an der Budapester Musikakademie sowie Dirigieren an der Kölner Musikhochschule. Von 1968 bis 1972 spielte er als Pianist und Schlagzeuger im Ensemble von Karlheinz Stockhausen, von 1971 bis 1979 arbeitete er am Studio für elektronische Musik des WDR. Nachdem Peter Eötvös 1978 auf Einladung von Pierre Boulez das Einweihungskonzert am Pariser IRCAM dirigiert hatte, wurde er 1979 zum musikalischen Leiter des Ensemble intercontemporain bestellt, mit dem er bis 1991 über 200 Kompositionen uraufführte. Als Gastdirigent arbeitete er vornehmlich mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Königlichen Concertgebouworchester, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Cleveland Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra und dem Ensemble Modern zusammen. Der Komponist Peter Eötvös reüssierte mit Opern wie Tri Sestri, Angels in America, Love and Other Demons oder Die Tragödie des Teufels. 2007 war er «composer-in-residence» bei LUCERNE FESTIVAL und brachte in diesem Rahmen das Violinkonzert Seven zur Uraufführung, für das er 2008 mit dem «Prix de Composition» der «Fondation Prince Pierre de Monaco» ausgezeichnet wurde. Im vergangenen Jahr feierte sein Cello Concerto grosso mit Miklós Perényi und den Berliner Philharmonikern seine Weltpremiere. Als Pädagoge lehrte Peter Eötvös an den Musikhochschulen von Köln und Karlsruhe; 1991 gründete er in Budapest das Internationale Eötvös-Institut für junge Dirigenten und Komponisten. Für seine künstlerische Arbeit wurde er u. a. mit dem Kossuth-Preis der Republik Ungarn (2002), dem Frankfurter Musikpreis (2007) und dem «Leone d’oro» der Biennale in Venedig (2011) gewürdigt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 6. September 1987 mit dem Ensemble intercontemporain und Werken von Varèse bis Carter.

    August 2012

    Weitere Termine
    None