Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Berlin

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Peter Eötvös

Stockhausen

Di, 18.09.19.00 Uhr

Berliner Philharmonie

Vergangenes Konzert


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On Tour

14.10.-22.10. 2018

 

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    Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Berlin

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Peter Eötvös

    Peter Eötvös  Dirigent
    Winnie Huang  Tänzer-Mimin
    Diego Vásquez  Tänzer-Mime
    Paul Jeukendrup  Klangregie
    Karlheinz Stockhausen (1928–2007)
    INORI. Anbetung für zwei Solisten und grosses Orchester

    Nachdem sie in Luzern mit der Schweizer Erstaufführung von Inori für einen Höhepunkt der Reihe «Kosmos Stockhausen» gesorgt haben, reisen die Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY für Gastspiele nach Paris und Berlin. Stockhausens Avantgarde-Kollegen reagierten 1974 irritiert auf Inori, trat hier doch erstmals die geistlich-spirituelle Orientierung seines Schaffens deutlich zutage: Auf einem Podest hoch über dem Orchester thronen zwei Tänzer und unterlegen die meditativen Klänge mit Gebetsgesten aus verschiedenen Religionen, für die Stockhausen eine eigene Notation entwickelte: eine 70-minütige Zeremonie, auf die sich die Tänzer-Mimen monatelang vorzubereiten haben. Weshalb Inori nur äusserst selten aufgeführt wird.

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten hier junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Fast 1.200 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen fünfzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. 2018 steht das Schaffen von Karlheinz Stockhausen im Zentrum der Orchester- und Ensemblekonzerte, u. a. mit Aufführungen von Inori und Gruppen; bei letzterem schliesst sich das Orchester der Akademie mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pintscher, Sir Simon Rattle und Duncan Ward zusammen. Zur Uraufführung gelangt Peter Eötvös’ neue Partitur Reading Malevich, ausserdem werden Werke von Kurtág, Bella, Zimmermann, Nono und «composer-in-residence» Fritz Hauser präsentiert. Bereits zum dritten Mal findet das «Composer Seminar» statt, in dessen Rahmen junge Komponisten ihre Arbeiten mit Rihm, Dieter Ammann sowie weiteren Gästen diskutieren und sie mit ausgewählten LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Ein «Conducting Fellowship» bietet Stipendiaten die Möglichkeit, die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY wirkt in diesem Sommer auch wieder beim «Erlebnistag» mit und tritt in der Reihe «40min» auf.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Peter Eötvös

    Komponist, Dirigent, Pädagoge: Peter Eötvös verbindet diese drei Rollen in einer aussergewöhnlichen Karriere. Geboren 1944 im ungarischen Transsilvanien, studierte er Komposition und Klavier an der Budapester Musikakademie sowie Dirigieren an der Kölner Musikhochschule. Von 1968 bis 1976 spielte er als Pianist und Schlagzeuger im Ensemble von Karlheinz Stockhausen, von 1971 bis 1979 arbeitete er am Studio für Elektronische Musik des WDR. 1978 wurde Eötvös auf Einladung von Pierre Boulez zum musikalischen Leiter des Ensemble intercontemporain bestellt – ein Amt, das er bis 1991 innehatte. Als Dirigent arbeitete er u. a. mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem BBC Symphony Orchestra, dem Budapest Festival Orchestra, den Göteborger Sinfonikern, den Radio-Sinfonieorchestern in Wien, Stuttgart und Frankfurt oder dem Ensemble Modern zusammen, leitete von 1994 bis 2005 das Radio-Kammerorchester Hilversum und gestaltete 2015 zusammen mit dem London Symphony Orchestra ein Konzert zu Boulez’ 90. Geburtstag. In der vergangenen Saison war er Residenzkünstler der Hamburger Elbphilharmonie, 2018/19 ist er Capell-Compositeur der Staatskapelle Dresden. Der Komponist Peter Eötvös reüssierte mit Opern wie Tri Sestri, Angels in America, Love and Other Demons oder Die Tragödie des Teufels. 2007 war er «composer-in-residence» bei LUCERNE FESTIVAL und brachte sein Violinkonzert Seven zur Uraufführung. In diesem Sommer feiert hier sein Orchesterstück Reading Malevich Premiere. Eötvös lehrte an den Musikhochschulen von Köln und Karlsruhe; 1991 gründete er in Budapest das Internationale Eötvös-Institut und die dazugehörige Stiftung für junge Dirigenten und Komponisten. Für seine künstlerische Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, zuletzt u. a. mit dem ungarischen Sankt-Stephans-Orden (2016) und der Goethe-Medaille (2018).

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 6. September 1987 mit dem Ensemble intercontemporain und Werken von Varèse bis Carter.

    Juli 2018

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    Winnie Huang

    Die chinesisch-australische Geigerin und Bratschistin Winnie Huang lebt in Frankreich und ist Gründungsmitglied des in Paris beheimateten Neue-Musik-Ensembles soundinitiative, tritt aber auch regelmässig mit Formationen wie United Instruments of Lucilin, dem Ensemble Linea oder dem australischen Argonaut Ensemble auf. Darüber hinaus gastierte sie bei Festivals wie der ARS Musica in Brüssel, den Bludenzer Tagen zeitgemässer Musik, den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt, dem Brisbane Festival oder der Ruhr-triennale. Sie arbeitete mit Komponisten wie Peter Ablinger, Georges Aperghis, Joanna Bailie, Raphaël Cendo, Bernhard Lang oder Alexander Schubert zusammen und hat zahlreiche Werke uraufgeführt. Ihr besonderes Interesse als Interpretin, dem sie auch in ihrer Masterarbeit an der Universität Strasbourg nachgeht, gilt musikalisch-gestischen Projekten, die sie gemeinsam mit den Komponisten entwickelt.

    Juli 2018

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    Diego Vásquez

    Diego Vásquez wurde in Washington, D.C., geboren und studierte nach seinem Bachelor am Ithaca College (in Musik und Tanz) Klarinette bei Charles Neidich am Mannes College/The New School for Music in New York, das ihn mit dem «George and Elizabeth Gregory Award for Excellence» auszeichnete. Derzeit setzt er seine Ausbildung an der Hartt School in Hartford/Connecticut bei Ayako Oshima fort, wo er zudem bei Ira Braus mit einer Arbeit über Richard Wagner promoviert. Diego Vásquez ist Soloklarinettist des Berkshire Opera Festival und gastierte bei der Norwalk Symphony, beim Hartford Opera Theatre, bei der New Britain Symphony, beim Ensemble Mise-en und am American Lyric Theatre. Wichtige Erfahrungen sammelte er zudem im Rahmen der Stockhausen-Seminare in Kürten und in der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, wo er mit Alan Gilbert, Susanna Mälkki, Anne-Sophie Mutter und Matthias Pintscher zusammenarbeiten konnte.

    Juli 2018

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