Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Hamburg

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher | Solisten

Kurtág | Eötvös | Benjamin | Zimmermann

Mi, 12.09.20.00 Uhr

Elbphilharmonie Hamburg


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On Tour

12.09.-18.09. 2018

 

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    Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Hamburg

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher | Solisten

    György Kurtág (*1926)
    Stele für grosses Orchester
    Peter Eötvös (*1944)
    Reading Malevich für Orchester
    George Benjamin (*1960)
    Sudden Time
    Bernd Alois Zimmermann (1918–1970)
    Dialoge. Konzert für zwei Klaviere und Orchester

    Wenige Tage nach ihrem letzten Luzerner Konzert gastieren die jungen Musikerinnen und Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in der Hamburger Elbphilharmonie. Unter der Leitung von «Principal Conductor» Matthias Pintscher präsentieren sie eine brandneue Partitur und einen modernere «Klassiker» aus Ungarn: Mit Stele legte György Kurtág, der Grossmeister der kleinen Form, 1994 sein erstes Orchesterwerk vor – eine bewegende Trauermusik für einen verstorbenen Freund. Kurtágs Landsmann Peter Eötvös wiederum übersetzt in Reading Malevich ein Gemälde des russischen Suprematisten in Töne. Dazu erklingen Werke von George Benjamin und Bernd Alois Zimmermann, dessen 100. Geburtstag die Musikwelt 2018 feiert.

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspiel-intendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Mehr als 1.000 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen vierzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. Mit der neuen Leitung hat die Akademie ihr Angebot erweitert: 2017 findet zum zweiten Mal das «Composer Seminar» statt, in dem junge Komponisten ihre Arbeiten mit Wolfgang Rihm diskutieren und sie mit Ensembles der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Der «Meisterkurs Dirigieren» wurde zu einem «Conducting Fellowship» erweitert und bietet seinen Stipendiaten die Möglichkeit, drei Wochen lang die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY gestaltet in diesem Sommer drei Sinfoniekonzerte unter Heinz Holliger und Matthias Pintscher, mit dem es im September zudem in Köln und in der Hamburger Elbphilharmonie gastiert. Darüber hinaus präsentieren die Akademisten mehrere Ensemblekonzerte, u. a. am Erlebnistag, arbeiten mit «composer-in-residence» Michel van der Aa und den «artistes étoiles» Jay Campbell und Patricia Kopatchinskaja zusammen und treten bei den «40min» auf.

    August 2017

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    Matthias Pintscher

    Seit 2016 ist Matthias Pintscher der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY als «Principal Conductor» fest verbunden. 1971 im westfälischen Marl geboren, betrachtet er das Komponieren und das Dirigieren als komplementäre Sphären seiner künstlerischen Arbeit. Er studierte Komposition bei Giselher Klebe und Manfred Trojahn; Hans Werner Henze gehörte ebenso zu seinen Förderern wie Peter Eötvös, der ihn auch im Dirigieren unterrichtete. Schnell avancierte Pintscher zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation: Seine Musiktheaterwerke Thomas Chatterton und L’Espace dernier wurden an der Dresdner Semperoper bzw. der Opéra national de Paris uraufgeführt, seine Orchesterstücke von den Berliner und den New Yorker Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic, dem Chicago Symphony oder dem Cleveland Orchestra. Als Dirigent leitete Pintscher u. a. die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das New York und das Los Angeles Philharmonic, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Staatskapelle Berlin, das Mahler Chamber Orchestra und das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia; im Februar 2018 debutierte er beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, im Juni folgt sein Einstand beim London Symphony Orchestra. Als «artist-in-association» ist Pintscher seit 2010 dem BBC Scottish Symphony Orchestra verbunden. 2013 trat er das Amt des Musikdirektors beim Pariser Ensemble intercontemporain an, 2020 übernimmt er die Leitung des amerikanischen Ojai Music Festival. Als «composer-in-residence» und «artist in focus» präsentierte ihn die Hamburger Elbphilharmonie in ihrer ersten Saison; in diesem Rahmen trat er dort auch mit dem Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY auf. Matthias Pintscher lehrt als Professor für Komposition an der New Yorker Juilliard School of Music.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. August 2010 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Fauré, Chausson, Wagner und Ravel.

    Februar 2018

    Weitere Termine

    Pierre-Laurent Aimard

    Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, der 1957 in Lyon geboren wurde, studierte am Pariser Conservatoire bei Yvonne Loriod und bei Maria Curcio in London. Ausserdem nahm er an den Analyseseminaren von Pierre Boulez am Pariser IRCAM teil und besuchte Kurse von György Kurtág in Budapest. 1973 gewann Aimard den Messiaen-Preis in Royan und gilt seitdem als berufener Interpret der Werke dieses Komponisten. Als Boulez 1976 das Ensemble intercontemporain gründete, ernannte er Aimard zum Solopianisten. Viele bedeutende Kompositionen hat er seither uraufgeführt, darunter die Répons von Boulez, mehrere Etüden György Ligetis und zuletzt, im Oktober 2014, Harrison Birtwistles Klavierkonzert Sweet Disorder. Daneben interpretierte er als Solist und Kammermusiker stets auch das «traditionelle» Repertoire, das er in klug durchdachten Programmen mit ungewöhnlicher Dramaturgie aufführt. Als «artiste étoile» stand Aimard 2007 im Zentrum von LUCERNE FESTIVAL; «in residence» war er während der letzten Jahre auch bei den Berliner Philharmonikern, im Wiener Konzerthaus, an der New Yorker Carnegie Hall, in der Cité de la Musique Paris, an der Alten Oper Frankfurt, beim Tanglewood Festival und im Londoner Southbank Centre. Seit 2009 amtiert er überdies als Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals. In der Saison 2014/15 konzertiert Aimard mit dem DSO Berlin, dem London Philharmonic, dem Boston Symphony und dem Philharmonia Orchestra; gemeinsam mit Tamara Stefanovich präsentiert er zu Boulez’ 90. Geburtstag dessen Gesamtwerk für Klavier. Aimard wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet; für seine Einspielung von Bachs Kunst der Fuge wurden ihm der «Diapason d’Or» und der «Choc du Monde de la Musique» verliehen. Seine Aufnahme des Wohltemperierten Klaviers (Band 1) erschien im Sommer 2014. Als Professor lehrt Aimard an der Musikhochschule Köln und am Pariser Conservatoire. Pierre-Laurent Aimard ist Exklusivkünstler der

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1979 mit den Oiseaux exotiques von Messiaen; Miltiades Caridis dirigierte das Schweizerische Festspielorchester.

    Deutschen Grammophon Gesellschaft.

    Oktober 2014

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    Tamara Stefanovich

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