Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Köln

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher | Jay Campbell

Debussy | Francesconi | Bartók

So, 03.09.18.00 Uhr

Philharmonie Köln

Vergangenes Konzert


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On Tour

21.11.-21.03. 2018

 

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    03.

    Sep

    Sonntag
    18.00

    Philharmonie Köln

    Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Köln

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher | Jay Campbell

    Matthias Pintscher  Komponist und Dirigent
    Jay Campbell  Violoncello
    Claude Debussy (1862–1918)
    Khamma (orchestriert von Charles Koechlin)
    Luca Francesconi (*1956)
    Das Ding singt für Violoncello und Orchester
    Béla Bartók (1881–1945)
    Der holzgeschnitzte Prinz Sz 60. Tanzspiel in einem Akt

    Béla Bartók erzählt in seinem Ballett Der holzgeschnitzte Prinz von verwechselten Identitäten. Um die Aufmerksamkeit der hochmütigen Prinzessin zu erlangen, schnitzt ihr der Prinz eine Holzpuppe, als Ebenbild seiner selbst. Die Angebetete allerdings verliebt sich prompt in die hölzerne Kopie, nicht in das Original. Für Béla Balász, der dieses Märchen ersann, symbolisiert es «jene tiefe Künstlertragödie, die so häufig vorkommt: Das Werk wird zum Rivalen seines Schöpfers.»

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    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspiel-intendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Mehr als 1.000 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen vierzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. Mit der neuen Leitung hat die Akademie ihr Angebot erweitert: 2017 findet zum zweiten Mal das «Composer Seminar» statt, in dem junge Komponisten ihre Arbeiten mit Wolfgang Rihm diskutieren und sie mit Ensembles der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Der «Meisterkurs Dirigieren» wurde zu einem «Conducting Fellowship» erweitert und bietet seinen Stipendiaten die Möglichkeit, drei Wochen lang die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY gestaltet in diesem Sommer drei Sinfoniekonzerte unter Heinz Holliger und Matthias Pintscher, mit dem es im September zudem in Köln und in der Hamburger Elbphilharmonie gastiert. Darüber hinaus präsentieren die Akademisten mehrere Ensemblekonzerte, u. a. am Erlebnistag, arbeiten mit «composer-in-residence» Michel van der Aa und den «artistes étoiles» Jay Campbell und Patricia Kopatchinskaja zusammen und treten bei den «40min» auf.

    August 2017

    Weitere Termine

    Matthias Pintscher

    Seit 2016 ist Matthias Pintscher der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY als «Principal Conductor» fest verbunden. 1971 im westfälischen Marl geboren, betrachtet er das Komponieren und das Dirigieren als komplementäre Sphären seiner künstlerischen Arbeit. Er studierte Komposition bei Giselher Klebe und Manfred Trojahn; Hans Werner Henze gehörte ebenso zu seinen Förderern wie Peter Eötvös, der ihn auch im Dirigieren unterrichtete. Schnell avancierte Pintscher zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation: Seine Musiktheaterwerke Thomas Chatterton und L’Espace dernier wurden an der Dresdner Semperoper bzw. der Opéra National de Paris uraufgeführt, seine Orchesterstücke von den Berliner und den New Yorker Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic oder dem Cleveland Orchestra. Als Dirigent hat sich Pintscher ein breites Repertoire vor allem mit Werken des 19. und 20. Jahrhunderts erarbeitet. Er leitete u. a. die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das New York und das Los Angeles Philharmonic, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Staatskapelle Berlin, das Mahler Chamber Orches-tra und das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia; als «artist-in-association» ist er dem BBC Scottish Symphony Orchestra verbunden. 2013 trat Pintscher das Amt des Musikdirektors beim Pariser Ensemble intercontemporain an, mit dem er 2016/17 eine Asientournee unternahm. Als «composer-in-residence» und «artist in focus» präsentierte ihn die Hamburger Elbphilharmonie in ihrer ersten Saison. In diesem Rahmen trat er dort auch mit dem Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY auf und brachte im April 2017 sein neuestes Werk Shirim mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Christoph Eschenbach zur Uraufführung. Matthias Pintscher lehrt als Professor für Komposition an der New Yorker Juilliard School.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. August 2010 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Fauré, Chausson, Wagner und Ravel. 

    August 2017

    Weitere Termine

    Jay Campbell

    Der amerikanische Cellist Jay Campbell ist «artiste étoile» beim Sommer-Festival 2017. Er wurde 1989 in Berkeley geboren und an der New Yorker Juilliard School ausgebildet. Sein Repertoire reicht von der Alten Musik bis zum zeitgenössischen Musikschaffen. Wichtige Erfahrungen sammelte er in der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, an der er in den Sommern 2010 und 2011 teilnahm; hier trat er solistisch bei Boulez’ Messagesquisse und Pli selon pli unter der Leitung des Komponisten auf. 2016 erhielt Jay Campbell den «Avery Fisher Career Grant». Im selben Jahr verpflichtete ihn das New York Philharmonic, mit dem er erstmals 2013 konzertiert hatte, als Kurator der Reihe «Ligeti Forward», die er gemeinsam mit den LUCERNE FESTIVAL ALUMNI für die NY Phil Biennial erarbeitete; unter der Leitung von Alan Gilbert interpretierte er in diesem Rahmen György Ligetis Cellokonzert. Jay Campbell hat mit Komponisten wie Elliott Carter, Matthias Pintscher und Kaija Saariaho sowie mit zahlreichen Vertretern der jungen Generation zusammengearbeitet. John Zorn schuf mehr als ein Dutzend Werke für ihn, darunter die für den Pulitzer-Preis nominierte Triokomposition The Aristos; die CD-Einspielung wurde von der New York Times zu den «Best Recordings» des Jahres 2015 gezählt. Konzerte führten Jay Campbell in die New Yorker Carnegie Hall und in die Avery Fisher Hall, ins Kennedy Center Washington, ins Robert and Margrit Mondavi Center for the Performing Arts im kalifornischen Davis und ins Krannert Center Illinois, zum Marlboro Festival, zu Chamber Music Northwest, zum Moab Music Festival und zum Heidelberger Frühling. Er ist Mitglied im JACK Quartet und bildet gemeinsam mit Stefan Jackiw und Conrad Tao ein Klaviertrio.

    August 2017

    Weitere Termine
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