Sinfoniekonzert 21

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher | Jay Campbell u.a.

Streich | Kaner | Francesconi | Bartók

Sa, 02.09.14.30 UhrNr. 17350

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 120 100 80 70 50 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    02.

    Sep

    Samstag
    14.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 21

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher | Jay Campbell u.a.

    Jeffrey Means  Dirigent
    Jay Campbell  Violoncello
    Lisa Streich
    Segel für Orchester
    Uraufführung | Auftragswerk Roche Young Commissions
    Matthew Kaner
    Encounters für Orchester
    Uraufführung | Auftragswerk Roche Young Commissions
    Luca Francesconi (*1956)
    Das Ding singt für Violoncello und Orchester
    Uraufführung | Auftragswerk von LUCERNE FESTIVAL
    Béla Bartók (1881–1945)
    Der holzgeschnitzte Prinz Sz 60. Tanzspiel in einem Akt

    Gleich drei Uraufführungen präsentieren die Akademisten in ihrem Abschlusskonzert: Gemeinsam mit «artiste étoile» Jay Campbell heben sie Luca Francesconis neues Cellokonzert aus der Taufe. Und sie stellen zwei Vertreter der jungen Komponistengeneration vor: die Schwedin Lisa Streich und den Briten Matthew Kaner, die im Rahmen der Roche Young Commissions neue Werke für grossbesetztes Orchester erarbeiten konnten – im intensiven Austausch mit Academy-Leiter Wolfgang Rihm. Doch auch ein «Gründervater» der Moderne steht auf dem Programm: Béla Bartók erzählt in seinem Ballett Der holzgeschnitzte Prinz von verwechselten Identitäten. Um die Aufmerksamkeit der hochmütigen Prinzessin zu erlangen, schnitzt ihr der Prinz eine Holzpuppe, als Ebenbild seiner selbst. Die Angebetete allerdings verliebt sich prompt in die hölzerne Kopie, nicht in das Original. Für Béla Balász, der dieses Märchen ersann, symbolisiert es «jene tiefe Künstlertragödie, die so häufig vorkommt: Das Werk wird zum Rivalen seines Schöpfers.»

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    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Mehr als 1.000 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen vierzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. Mit der neuen Leitung hat die Akademie ihr Angebot erweitert: 2017 findet zum zweiten Mal das «Composer Seminar» statt, in dem junge Komponisten ihre Arbeiten mit Wolfgang Rihm diskutieren und sie mit Ensembles der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Der «Meisterkurs Dirigieren» wurde zu einem «Conducting Fellowship» erweitert und bietet seinen Stipendiaten die Möglichkeit, drei Wochen lang die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY ist in diesem Sommer mit drei Sinfoniekonzerten unter Matthias Pintscher und Heinz Holliger zu erleben und eröffnet mit John Luther Adams’ Sila den Erlebnistag zum Thema «Identität». Auch ausgewählte Ensembles sind an diesem Tag mit Kammermusik in verschiedener Besetzung dabei; darüber hinaus interpretieren sie Werke von «composer-in-residence» Michel van der Aa, arbeiten mit «artiste étoile» Patricia Kopatchinskaja zusammen und treten bei den «40min» auf.

    April 2017

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    Matthias Pintscher

    Seit 2016 ist Matthias Pintscher der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY als «Principal Conductor» fest verbunden. 1971 im westfälischen Marl geboren, betrachtet er das Komponieren und das Dirigieren als komplementäre Sphären seiner künstlerischen Arbeit. Er studierte Komposition bei Giselher Klebe und Manfred Trojahn; Hans Werner Henze gehörte ebenso zu seinen Förderern wie Peter Eötvös, der ihn auch im Dirigieren unterrichtete. Schnell avancierte Pintscher zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation: Seine Musiktheaterwerke Thomas Chatterton und L’Espace dernier wurden an der Dresdner Semperoper bzw. der Opéra National de Paris uraufgeführt, seine Orchesterstücke von den Berliner und den New Yorker Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic oder dem Cleveland Orchestra. Als Dirigent hat sich Pintscher ein breites Repertoire vor allem mit Werken des 19. und 20. Jahrhunderts erarbeitet. Er leitete u. a. die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das New York und das Los Angeles Philharmonic, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Staatskapelle Berlin, das Mahler Chamber Orchestra und das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia; als «artist-in-association» ist er dem BBC Scottish Symphony Orchestra verbunden. 2013 trat Pintscher das Amt des Musikdirektors beim Pariser Ensemble intercontemporain an, mit dem er 2016/17 eine Asientournee unternahm. Als «composer-in-residence» und «artist in focus» präsentierte ihn die Hamburger Elbphilharmonie in ihrer ersten Saison. In diesem Rahmen trat er dort auch mit dem Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY auf und brachte im April 2017 sein neuestes Werk Shirim mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Christoph Eschenbach zur Uraufführung. Matthias Pintscher lehrt als Professor für Komposition an der New Yorker Juilliard School.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. August 2010 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Fauré, Chausson, Wagner und Ravel. 

    April 2017

    Weitere Termine

    Gregor A. Mayrhofer

    Gregor A. Mayrhofer, Jahrgang 1987, studierte in seiner Heimatstadt München, Paris und Düsseldorf bei Jan Müller-Wieland, Frédéric Durieux, Rüdiger Bohn und Manfred Trojahn. Entscheidende Impulse erhielt er zudem von Peter Eötvös, Kenneth Kiesler und Johannes Schlaefli. Derzeit ist er Assistent beim Ensemble intercontemporain und setzt seine Ausbildung bei Alan Gilbert an der New Yorker Juilliard School fort. Als Dirigent und Komponist hat er u. a. mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, der Rumänischen Staatsphilharmonie und dem Ensemble Musikfabrik zusammengearbeitet. 2013 leitete er die Festspiele der Opera Mauritius. Mayrhofer wurde mit dem «Tassilo-Kulturpreis» der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet und erhielt Kompositionsaufträge u. a. von der Bayerischen Staatsoper, dem Bayerischen Rundfunk und dem Ensemble intercontemporain.

    August 2016

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    Jeffrey Means

    Jay Campbell

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