Kosmos Stockhausen 2

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Lin Liao | David Fulmer u.a.

Stockhausen

So, 02.09.11.00 UhrNr. 18628

KKL Luzern, Luzerner Saal

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Preise (CHF)

CHF 50


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Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Kosmos Stockhausen 2

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Lin Liao | David Fulmer u.a.

    Lin Liao  Dirigentin
    David Fulmer  Dirigent
    Winnie Huang  Tänzer-Mimin
    Diego Vásquez  Tänzer-Mime
    Paul Jeukendrup  Klangregie
    Karlheinz Stockhausen (1928–2007)
    INORI. Anbetung für zwei Solisten und grosses Orchester
    Schweizer Erstaufführung

    «Die neue Funktion der Musik muss eine religiöse sein», verkündete Karlheinz Stockhausen bereits in jungen Jahren. Doch erst in den 1970ern, bestärkt durch die Begegnung mit Ostasien und dem Zen-Buddhismus, trat die geistlich-spirituelle Orientierung seines Schaffens deutlich zutage … und irritierte Stockhausens Avantgarde-Kollegen, die ganz auf die politische Dimension der Kunst fixiert waren. In INORI (der japanische Titel bedeutet «Gebet, Anrufung») thronen zwei Tanzmimen hoch über dem 89-köpfigen Orchester auf einem Gerüst. Dort unterlegen sie die Musik mit Gebetsgesten, die Stockhausen verschiedenen Religionen entlehnte und für die er eine eigene Notation entwickelte. Diese ritualhaften Bewegungsabläufe einzustudieren, braucht indes Zeit. Und so bereiten sich zwei junge Tänzerpaare seit vergangenem Sommer auf die beiden Luzerner Aufführungen vor, angeleitet von Alain Louafi und Kathinka Pasveer, die eng mit Stockhausen zusammengearbeitet haben.

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspiel-intendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Mehr als 1.000 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen vierzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. Mit der neuen Leitung hat die Akademie ihr Angebot erweitert: 2017 findet zum zweiten Mal das «Composer Seminar» statt, in dem junge Komponisten ihre Arbeiten mit Wolfgang Rihm diskutieren und sie mit Ensembles der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Der «Meisterkurs Dirigieren» wurde zu einem «Conducting Fellowship» erweitert und bietet seinen Stipendiaten die Möglichkeit, drei Wochen lang die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY gestaltet in diesem Sommer drei Sinfoniekonzerte unter Heinz Holliger und Matthias Pintscher, mit dem es im September zudem in Köln und in der Hamburger Elbphilharmonie gastiert. Darüber hinaus präsentieren die Akademisten mehrere Ensemblekonzerte, u. a. am Erlebnistag, arbeiten mit «composer-in-residence» Michel van der Aa und den «artistes étoiles» Jay Campbell und Patricia Kopatchinskaja zusammen und treten bei den «40min» auf.

    August 2017

    Weitere Termine

    Lin Liao

    Die taiwanesische Dirigentin Lin Liao studierte Komposition und Klavier an der National University of the Arts in Taipeh sowie Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Ein wichtiger Mentor ihrer Karriere war Pierre Boulez, dessen Meisterkurs für Dirigenten sie 2007 im Rahmen der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY besuchte; zum Abschluss wählte er sie, gemeinsam mit Pablo Heras-Casado und Kevin John Edusei, für das Dirigat von Karlheinz Stockhausens Gruppen aus. Damals lernte Lin Liao auch Peter Eötvös kennen, der sie anschliessend als Assistentin für Konzerte beim Rotterdam Philharmonic und beim Asko|Schoenberg-Ensemble verpflichtete und ausserdem 2009 zum Holland Festival einlud. Die zeitgenössische Musik bildet einen Schwerpunkt ihrer Arbeit, ob als Chefdirigentin des Ensembles Laboratorium oder als Gast beim Ensemble Modern, beim Ensemble Aventure, beim Kammerensemble Neue Musik Berlin oder beim Ensemble Avantgarde. Als Erste Kapellmeisterin am Schleswig-Holsteinischen Landestheater erarbeitete sich Lin Liao überdies ein breites Musiktheater-Repertoire. Opernengagements führten sie auch an das Opernhaus Chemnitz, an die Deutsche Oper am Rhein und an die Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach, wo sie u. a. d’Alberts Tiefland, Mozarts Entführung, Puccinis Madama Butterfly und Verdis La traviata dirigierte. Auch taiwanesischen Komponisten fühlt sie sich verpflichtet: So brachte sie am National Theater von Taipeh Chang-Fa Yius Oper The Peach Blossom Fan mit einem Ensemble der Peking-Oper sowie einem westlichen Sinfonieorchester zur Uraufführung. Im Konzertbereich leitete Lin Liao das Radio-Symphonieorchester Wien, das Beethoven-Orchester Bonn, das Sinfonieorchester Wuppertal und das Orquestra Metropolitana de Lisboa. Im Leipziger Gewandhaus war sie mehrfach mit Education-Projekten zu erleben. Mehr unter www.linliao.net.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL im Sommer 2007; Lin Liao übernahm hier eine der drei Dirigentenpositionen bei einer Aufführung von Stockhausens Gruppen.

    August 2016

    Weitere Termine

    David Fulmer

    Das «Stockhausen-Paket»
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