Sinfoniekonzert 9

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Heinz Holliger | Patricia Kopatchinskaja

Debussy | Koechlin | Holliger

So, 20.08.10.30 UhrNr. 17315

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 120 100 80 70 50 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    20.

    Aug

    Sonntag
    10.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 9

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Heinz Holliger | Patricia Kopatchinskaja

    Heinz Holliger  Dirigent
    Claude Debussy (1862–1918)
    Khamma (orchestriert von Charles Koechlin)
    Charles Koechlin (1867–1950)
    Les Bandar-log (Scherzo de singes) op. 176
    Heinz Holliger (*1939)
    Violinkonzert Hommage à Louis Soutter

    Heinz Holliger, als Oboist, Dirigent, Komponist und Pädagoge ein wahrhaft kompletter Musiker, der auf eine sechs Jahrzehnte umspannende Karriere zurückblicken kann, bringt den idealen Erfahrungshorizont mit, um die Studierenden der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in die Geheimnisse der Interpretationskunst einzuführen. Bei ihrem gemeinsamen Konzert widmen sie sich einer späten, selten gespielten Ballettmusik von Claude Debussy, Khamma, die der Komponist nicht mehr selbst vollendete – orchestriert hat sie sein elsässischer Kollege Charles Koechlin. Der wiederum ist auch mit der Tondichtung Les Bandar-log nach Rudyard Kiplings Dschungelbuch zu hören: ein groteskes Scherzo, das einer Horde kreischender Affen auf ihrem Weg durch den Urwald folgt. Um Identität geht es dagegen in Holligers eigenem Violinkonzert, das «artiste étoile» Patricia Kopatchinskaja aufführt. Holliger hat es als Hommage an den «umnachteten» Schweizer Maler Louis Soutter geschaffen, der gegen seinen Willen in ein Pflegeheim eingewiesen wurde und dort seine letzten zwei Jahrzehnte zubrachte. 

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    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründete der Komponist und Dirigent Pierre Boulez gemeinsam mit Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommererhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Mehr als 1.000 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen dreizehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie durch die Mitglieder des Pariser Ensemble intercontemporain, die als Instrumentalcoaches fungieren. Mit der neuen Leitung hat die Akademie ihr Angebot erweitert: 2016 findet erstmals ein «Composer Seminar» statt, um auch der schöpferischen Arbeit nachhaltige Impulse zu verleihen und sie enger an die interpretatorische Praxis anzubinden. Zudem wurde der «Meisterkurs Dirigieren», den in diesem Jahr Alan Gilbert leitet, zu einem «Conducting Fellowship» ausgebaut: Die Stipendiaten begleiten drei Wochen lang die Arbeit der Akademie. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, in dem sich alle Instrumentalisten vereinigen, ist mit vier Konzerten unter Pintscher, Gilbert, Kon-stantia Gourzi und Susanna Mälkki zu erleben und wirkt zudem beim Dirigentinnen-Debut von Elim Chan mit. Ausgewählte Ensembles interpretieren darüber hinaus Werke von «composer-in-residence» Olga Neuwirth, sind mit der Jazzmusikerin Maria Schneider zu hören, arbeiten mit den Teilnehmern des «Composer Seminar» zusammen und treten im Rahmen der Reihe «40min» auf.

    August 2016

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    Heinz Holliger

    Heinz Holliger wurde 1939 in Langenthal im Kanton Bern geboren. Er studierte in Bern, Paris und Basel die Fächer Oboe (bei Émile Cassagnaud und Pierre Pierlot), Klavier (bei Sava Savoff und Yvonne Lefébure) sowie Komposition (bei Sándor Veress und Pierre Boulez). Seine internationale Karriere als Oboist begann 1959, als er den Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf gewann; 1961 siegte er überdies beim ARD-Musikwettbewerb in München. Heinz Holliger hat die spieltechnischen Möglichkeiten seines Instruments erweitert und setzt sich bis heute mit Nachdruck für die zeitgenössische Musik wie auch für weniger bekannte Werke ein. Zahlreiche Komponisten, unter ihnen Henze, Ligeti und Lutosławski, widmeten ihm neue Partituren. 1977 nahm Heinz Holliger seine Dirigentenlaufbahn auf, die ihn bald zu den renommiertesten Orchestern brachte, zu den Berliner und den Wiener Philharmonikern etwa, zum Cleveland Orchestra, zum Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam oder zum Philharmonia Orchestra. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem Chamber Orchestra of Europe. Mit seinem eigenen Schaffen präsentierte sich Heinz Holliger 1998 als «composer-in-residence» bei den IMF Luzern, dem heutigen LUCERNE FESTIVAL. 2002 wurde seine Oper Schneewittchen in Zürich uraufgeführt. Holliger wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt, darunter der Kompositionspreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins (1985), der Sonning-Musikpreis Kopenhagen (1987), der Frankfurter Musikpreis (1988), der Siemens-Musikpreis (1991), der Premio Abbiati (1995), der Zürcher Festspielpreis (2007) und der Rheingau Musik Preis (2008). 2015 wurde er mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet, 2016 ernannte ihn die American Academy of Arts and Sciences zum Ehrenmitglied, und im kommenden Januar wird ihm der Robert-Schumann-Preis verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 31. August 1961 als Oboist mit Veress’ Passacaglia concertante.

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    Patricia Kopatchinskaja

    Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja, die 1977 im moldawischen Chişinău geboren wurde, stammt aus einer Musikerfamilie – die Mutter spielt ebenfalls Geige, der Vater das Cimbalom. 1989 emigrierte die Familie nach Wien: Dort nahm Patricia Kopatchinskaja als 16-Jährige ihr Studium an der Musikuniversität auf; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Als Siegerin des Interna-tionalen Szeryng-Wettbewerbs (2000) wurde sie in Fachkreisen bekannt; 2002 erhielt sie den «Credit Suisse Young Artist Award». Heute arbeitet Patricia Kopatchinskaja mit führenden Orchestern zusammen und sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zuhause wie im romantischen Repertoire oder in der Moderne, spielt rege Kammermusik und entwickelt inszenierte Konzerte. In der laufenden Saison ist sie «artist-in-residence» am Berliner Konzerthaus und in der Londoner Wigmore Hall, im Sommer 2017 wird sie dann als «artiste étoile» wichtige Programmakzente beim Luzerner Sommer-Festival setzen. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 musizierte sie Ligetis Violinkonzert mit der Filarmonica della Scala, den Berliner Philharmonikern sowie dem Helsinki Philharmonic und Prokofjews Zweites mit dem London Philharmonic; Tschaikowskys Violinkonzert präsentierte sie auf einer Tournee mit den Wiener Symphonikern und Teodor Currentzis. Für ihre CDs wurde Kopatchinskaja mit dem «Echo Klassik» (2009 und 2013), dem «International Classical Music Award», dem «Prix Caecilia» und dem «Recording of the Year Award» des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Zuletzt erschienen ihre Interpretationen der Violinkonzerte von Schumann (Leitung: Heinz Holliger) und Tschaikowsky (mit Currentzis) sowie das Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2002 mit dem Sibelius-Konzert und den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons.

    Februar 2017

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