14.09.2018 Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Gergely Madaras - Stockhausen - On Tour - Lucerne Festival

Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Paris

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Gergely Madaras

Stockhausen

Fr, 14.09.20.30 Uhr

Philharmonie de Paris


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On Tour

12.09.-18.09. 2018

 

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    Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY in Paris

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Gergely Madaras

    Jamil Attar  Tänzer-Mime
    Emmanuelle Grach  Tänzer-Mimin
    Karlheinz Stockhausen (1928–2007)
    INORI. Anbetung für zwei Solisten und grosses Orchester

    «Die neue Funktion der Musik muss eine religiöse sein», verkündete Karlheinz Stockhausen bereits in jungen Jahren. Doch erst in den 1970ern, bestärkt durch die Begegnung mit Ostasien und dem Zen-Buddhismus, trat die geistlich-spirituelle Orientierung seines Schaffens deutlich zutage … und irritierte Stockhausens Avantgarde-Kollegen, die ganz auf die politische Dimension der Kunst fixiert waren. In Inori (der japanische Titel bedeutet «Gebet, Anrufung») thronen zwei Tanzmimen hoch über dem 89-köpfigen Orchester auf einem Gerüst. Dort unterlegen sie die Musik mit Gebetsgesten, die Stockhausen verschiedenen Religionen entlehnte und für die er eine eigene Notation entwickelte. Diese ritualhaften Bewegungsabläufe einzustudieren, braucht indes Zeit. Und so bereiten sich zwei junge Tänzerpaare seit vergangenem Sommer auf die beiden Luzerner Aufführungen vor, angeleitet von Alain Louafi und Kathinka Pasveer, die eng mit Stockhausen zusammengearbeitet haben.

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten hier junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Fast 1.200 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen fünfzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. 2018 steht das Schaffen von Karlheinz Stockhausen im Zentrum der Orchester- und Ensemblekonzerte, u. a. mit Aufführungen von Inori und Gruppen; bei letzterem schliesst sich das Orchester der Akademie mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pintscher, Sir Simon Rattle und Duncan Ward zusammen. Zur Uraufführung gelangt Peter Eötvös’ neue Partitur Reading Malevich, ausserdem werden Werke von Kurtág, Bella, Zimmermann, Nono und «composer-in-residence» Fritz Hauser präsentiert. Bereits zum dritten Mal findet das «Composer Seminar» statt, in dessen Rahmen junge Komponisten ihre Arbeiten mit Rihm, Dieter Ammann sowie weiteren Gästen diskutieren und sie mit ausgewählten LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Ein «Conducting Fellowship» bietet Stipendiaten die Möglichkeit, die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY wirkt in diesem Sommer auch wieder beim «Erlebnistag» mit und tritt in der Reihe «40min» auf.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Gergely Madaras

    Der 1984 in Budapest geborene Dirigent Gergely Madaras studierte zunächst Flöte an der Franz-Liszt-Akademie seiner Heimatstadt. Anschliessend wechselte er an die Universität für Musik nach Wien, wo er die Dirigentenklasse absolvierte. Die zeitgenössische Musik zählte von Anfang an zu seinen Interessensschwerpunkten: Schon 2004 gründete er gemeinsam mit der Flötistin Noemi Gyori in seiner ungarischen Heimat das IKZE Festival, ein Musikfestival für junge Komponisten, und bald darauf trat er auch beim Tanglewood Festival of Contemporary Music und bei Wien Modern auf. Seine Verpflichtung im Rahmen des «Composer Project» der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, bei der er seit 2011 auch als Assistent von Pierre Boulez tätig ist, fügt sich in diese Linie seines Wirkens. Doch Gergely Madaras ist auch als Dirigent im traditionellen Repertoire erfolgreich: 2011/12 dirigierte er im Rahmen von Meisterkursen bei Mariss Jansons, Colin Davis und Mark Elder das Royal Concertgebouw Orchestra, das London Symphony Orchestra und das Hallé Orchestra. Einladungen führten ihn ans Pult des RSO Wien, des Melbourne Symphony Orchestra, des Scottish Chamber Orchestra, der London Mozart Players und der Wiener Symphoniker. 2012 wurde Madaras das «Charles Mackerras Fellowship» verliehen, das ihm eine enge Verbindung mit der English National Opera ermöglicht: Dort wird er 2013/14 mit einer Neuproduktion von Mozarts Zauberflöte debutieren, die Simon McBurney inszeniert. Ausserdem übernimmt er mit der neuen Spielzeit das Amt des Chefdirigenten und Künstlerischen Direktors beim Orchestre Dijon Bourgogne, wo er u. a. Brahms’ Deutsches Requiem, Griegs Peer Gynt und Werke von Mendelssohn und Mozart zur Aufführung bringen wird.

    Juli 2013

    Jamil Attar

    Jamil Attar, geboren 1993 in Frankreich, studierte zeitgenössischen Tanz und Ballett am Conservatoire national supérieur de musique et de danse in Lyon und absolvierte parallel dazu an der École Nationale de Musique, Danse et Art Dramatique de Villeurbanne eine Ausbildung zum Jazzschlagzeuger. Erste Erfahrungen sammelte er im Jeune Ballet de Lyon, mit dem er auf Frankreich-Tournee ging, u. a. mit seinem eigenen Tanzstück Henya. Er wirkte an Produktionen des Giorgio Mancini Ballet (Mozart per Gioco) sowie an Projekten von Mitia Fedotenko und des belgischen Choreographen Wim Vandekeybus mit und brachte 2014 in Genf seine eigene Produktion Artificial Landscape Project heraus. Im Mai gestaltete Attar in Hamburg unter der Leitung von Peter Eötvös den Luzifer-Tänzer in Stockhausens DONNERSTAG aus LICHT. Mit INORI gastiert er im September in Paris, und auch mit Harris Gekas und seiner Compagnie Strates geht er 2018/19 auf Tournee.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Emmanuelle Grach

    Die französische Tänzerin und Choreographin Emmanuelle Grach wurde 1987 in Caen geboren. Bereits als Sechsjährige begann sie am Regionalkonservatorium von Boulogne-Billancourt ihre Ausbildung zunächst im klassischen, später auch im zeitgenössischen Tanz, die sie ab 2004 am Pariser Conservatoire national supérieur de musique et de danse fortsetzte, u. a. bei Susan Alexander, Peter Goss et Joëlle Mazet. Nach ihrem Studienabschluss im Jahr 2009 baute sie ihre eigene Compagnie Nevermind auf, mit der sie beim Choreographen-Wettbewerb «Les Synodales» in Sens den Ersten Platz errang. Auch beim «Concours Danse Élargie» zählte sie 2010 zu den Finalisten. Emmanuelle Grach arbeitete u. a. mit dem Ensemble Le Balcon zusammen, mit dem sie Peter Eötvös’ gleichnamige Oper aufführte, und wirkte als Michael-Tänzerin an Produktionen von Stockhausens DONNERSTAG aus LICHT am Theater Basel (2016) und in Hamburg (2018) mit.

    Juli 2018

    Weitere Termine
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