Kosmos Boulez 3 ─ ABGESAGT

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | David Robertson | Juliet Fraser

Boulez | Saunders

So, 23.08. | 16.00 Uhr | Nr. 20702

KKL Luzern, Luzerner Saal


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Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival – Abgesagt

14.08.-13.09. 2020

 

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    Kosmos Boulez 3 ─ ABGESAGT

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | David Robertson | Juliet Fraser

    Juliet Fraser  Sopran
    Pierre Boulez (1925–2016)
    Livre pour cordes
    Éclat/Multiples für Orchester
    Rebecca Saunders (*1967)
    Nether für Sopran und Ensemble
    (Schweizer Erstaufführung)

    Sie habe sich schwer damit getan, «einen Zugang zur Stimme zu finden, da ich mich in meiner Musik nicht gerne auf eine Aussage festlegen lasse», berichtet Rebecca Saunders. Doch dann liess sie Molly Blooms berühmter Monolog aus James Joyces Jahrhundertroman Ulysses nicht mehr los: ein scheinbar chaotischer Bewusstseinsstrom ohne Punkt und Komma, zusammengesetzt aus Erinnerungsfetzen und Sinneseindrücken an der Schwelle zum Schlaf. Er regte Saunders gleich zu mehreren Werken an. In Nether von 2019 singt, wispert und haucht die Sopranistin; einzelne Worte blitzen auf und verschwinden wieder im Fluss der Musik. Es sei ihr darum gegangen, dass «das, was den Text ausmacht, gehört und gespürt werden kann», so Saunders. Nether ist eine erweiterte «Auskopplung» aus ihrer grossen Joyce-Adaption Yes, und solche Fortschreibungen prägen auch das Schaffen von Pierre Boulez. Etwa das «work-in-progress» Éclat, das Boulez zwar um Multiples ergänzt, aber nie abgeschlossen hat: eine musikalische Meditation über den Nachhall und die immer neuen Farbmischungen von Klavier, Celesta, Harfe, Mandoline, Gitarre und Schlagwerk.

    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten hier junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Fast 1.200 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen fünfzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. 2018 steht das Schaffen von Karlheinz Stockhausen im Zentrum der Orchester- und Ensemblekonzerte, u. a. mit Aufführungen von Inori und Gruppen; bei letzterem schliesst sich das Orchester der Akademie mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pintscher, Sir Simon Rattle und Duncan Ward zusammen. Zur Uraufführung gelangt Peter Eötvös’ neue Partitur Reading Malevich, ausserdem werden Werke von Kurtág, Bella, Zimmermann, Nono und «composer-in-residence» Fritz Hauser präsentiert. Bereits zum dritten Mal findet das «Composer Seminar» statt, in dessen Rahmen junge Komponisten ihre Arbeiten mit Rihm, Dieter Ammann sowie weiteren Gästen diskutieren und sie mit ausgewählten LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Ein «Conducting Fellowship» bietet Stipendiaten die Möglichkeit, die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY wirkt in diesem Sommer auch wieder beim «Erlebnistag» mit und tritt in der Reihe «40min» auf.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    David Robertson

    Der amerikanische Dirigent David Robertson, der 1958 in Santa Monica (Kalifornien) geboren wurde, absolvierte sein Musikstudium an der Londoner Royal Academy of Music in den Fächern Horn, Komposition und Dirigieren. Nach Anfangsjahren als Resident Conductor beim Jerusalem Symphony Orchestra leitete er von 1992 bis 1999 das Ensemble intercontemporain in Paris und von 2000 bis 2004 das Orchestre National de Lyon. 2005 wurde Robertson als Music Director des St. Louis Symphony verpflichtet, dessen Repertoire er für zeitgenössische Werke öffnete; für ihre innovative Programmgestaltung wurden das Orchester und sein Chef mit mehreren amerikanischen Preisen ausgezeichnet. Überdies amtiert David Robertson als Principal Guest Conductor des BBC Symphony Orchestra, das er 2009 auch bei der «Last Night of the Proms» dirigierte. Mit Beginn der Saison 2014/15 wird er die Nachfolge Vladimir Ashkenazys beim Sydney Symphony antreten. Regelmässig ist Robertson bei international führenden Orchestern zu Gast: Während der vergangenen Spielzeiten war er in den USA mit dem Boston und dem Chicago Symphony Orchestra sowie dem San Francisco Symphony und dem New York Philharmonic zu erleben, in Europa wiederum leitete er das Königliche Concertgebouw-orchester, die Dresdner Staatskapelle, die Berliner Philharmoniker und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als profilierter Operndirigent trat David Robertson u. a. an der Metropolitan Opera und der Mailänder Scala, am Théâtre du Châtelet in Paris und an der Bayerischen Staatsoper auf. Intensiv engagiert er sich auch im Bereich der Ausbildung und arbeitet mit Studenten an der Juilliard School und am Pariser Conservatoire, in Tanglewood und in Aspen zusammen. David Robertson ist Fellow der American Academy of Arts und Ehrendoktor mehrerer Universitäten; 2011 wurde er in Frankreich zum «Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 20. August 2000 am Pult des Ensemble intercontemporain mit Werken von Kurtág und Boulez.

    August 2012

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    Das «Rebecca-Saunders-Paket»
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