NZZ-Podium

Nora Gomringer | Patricia Kopatchinskaja | Harald Welzer | Martin Meyer

So, 03.09.16.00 UhrNr. 17460

KKL Luzern, Auditorium

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    NZZ-Podium

    Nora Gomringer | Patricia Kopatchinskaja | Harald Welzer | Martin Meyer

    Nora Gomringer  Lyrikerin
    Harald Welzer  Soziologe
    Martin Meyer  Leiter NZZ-Podium

    Gesprächsrunde zum Thema «Identität» 

    Wer bin ich? Wer sind wir? Diese Fragen rühren an die Kernzonen des menschlichen Daseins – sei es in seiner individuellen, sei es in seiner sozialen Existenz. Identität kann dabei verstanden werden als ein Bei-sich-selber-sein, das sich aus verschiedenen Quellen speist. So sehen wir unsere Identität etwa durch Herkunft beeinflusst, aber auch durch eine Entwicklung, die nie völlig abgeschlossen sein kann; durch Arbeit, die uns als Beruf oder sogar als Berufung begleitet; durch Liebe, die im Idealfall ein Zusammenspiel zwischen Geben und Nehmen ist; schliesslich durch Gesellschaft, Politik, Religion und Kultur, letztere verstanden als schwer zu fassende, aber für Geist und Gefühl zentrale Grösse. Das NZZ-Podium führt zum Thema Identität drei Persönlichkeiten zusammen, die auf je individuelle Weise ihre Eigen-Art einbringen und dabei ihre Originalität unter Beweis stellen. Eines ist jetzt schon gewiss: ohne ein Bewusstsein von Selbst-Bewusstsein leben wir fragmentiert – in diesen turbulenten Zeiten ohnehin.

    Nora Gomringer

    Patricia Kopatchinskaja

    Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja ist «artiste étoile» beim Luzerner Sommer-Festival 2017. Sie wurde 1977 im moldawischen Chişinău in eine Musikerfamilie geboren – die Mutter spielt ebenfalls Geige, der Vater das Cimbalom. 1989 emigrierte die Familie nach Wien: Dort nahm Patricia Kopatchinskaja als 17-Jährige ihr Studium an der Musikuniversität auf; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Als Siegerin des Internationalen Szeryng-Wettbewerbs (2000) wurde sie in Fachkreisen bekannt; 2002 erhielt sie den «Credit Suisse Young Artist Award». Heute arbeitet Patricia Kopatchinskaja mit führenden Orchestern zusammen und sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zuhause wie im romantischen Repertoire oder in der Moderne, spielt rege Kammermusik und entwickelt inszenierte Konzerte. In der Saison 2016/17 war sie «artist-in-residence» am Berliner Konzerthaus und in der Londoner Wigmore Hall. Sie musizierte Ligetis Violinkonzert mit der Filarmonica della Scala, den Berliner Philharmonikern sowie dem Helsinki Philharmonic und Prokofjews Zweites mit dem London Philharmonic; gemeinsam mit dem russischen Ensemble musicAeterna und Teodor Currentzis ging sie auf Europa-Tournee und spielte Berg und Mozart. 2018 übernimmt sie als Music Director die Verantwortung beim kalifornischen Ojai Festival. Für ihre CDs wurde Kopatchinskaja mit dem «Echo Klassik» (2009 und 2013), dem «International Classical Music Award», dem «Prix Caecilia» und dem «Recording of the Year Award» des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Zuletzt erschienen ihre Interpretationen der Violinkonzerte von Schumann (Leitung: Heinz Holliger) und Tschaikowsky (mit Currentzis) sowie das Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2002 mit dem Sibelius-Konzert und den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons.

    April 2017

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