Hommage à Klaus Huber

Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Wolfgang Rihm

Huber

Sa, 08.09. | 11.00 Uhr

Kunstmuseum Luzern

Vergangenes Konzert


Eintritt frei mit Museumsticket

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Hommage à Klaus Huber

    Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Wolfgang Rihm

    Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY  
    Wolfgang Rihm   Einführung
    Klaus Huber (1924–2017)
    Ein Hauch von Unzeit
    Moteti – Cantiones für Streichquartett
    Des Dichters Pflug für Streichtrio
    Ecce homines für Streichquintett

    Im Oktober 2017, wenige Wochen vor seinem 93. Geburtstag, starb Klaus Huber, einer der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit. Als Lehrer prägte er Brian Ferneyhough, Toshio Hosokawa, Michael Jarrell, Claus-Steffen Mahnkopf, Younghi Pagh-Paan, Wolfgang Rihm oder Johannes Schöllhorn, um nur einige seiner Schüler zu nennen. Mit einer zweiteiligen Hommage erinnert LUCERNE FESTIVAL an Klaus Huber, dessen Œuvre dem Festspielpublikum durch zahlreiche Aufführungen vertraut ist. Die Hommage fokussiert das Kleine und das ganz Grosse: Teilnehmer der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY erarbeiten wichtige Kammermusikwerke Hubers. Sein «opus summum» wiederum, das politische Oratorium Erniedrigt – geknechtet – verlassen – verachtet …, wird durch den Film El pueblo nunca muere («Das Volk stirbt nie») vergegenwärtigt, der Aufnahmen von der Uraufführung des Werks 1983 in Donaueschingen mit dokumentarischem Material verbindet und in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Komponisten entstanden ist. 

    Mit freundlicher Unterstützung der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

    Wolfgang Rihm

    Der deutsche Komponist Wolfgang Rihm, seit Sommer 2016 der Künstlerische Leiter der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, wurde 1952 in Karlsruhe geboren und begann schon früh mit dem Komponieren. Noch während er das humanistische Gymnasium besuchte, wurde er 1968 in die Kompositionsklasse von Eugen Werner Velte an der Musikhochschule in Karlsruhe aufgenommen. Später setzte er seine Ausbildung bei Karlheinz Stockhausen in Köln (1972/73) und schliesslich bei Klaus Huber in Freiburg (1973–1976) fort. An der Universität Freiburg besuchte er ausserdem musikwissenschaftliche Seminare bei Hans Heinrich Eggebrecht. Durch eine Reihe grosser Orchesterwerke gelang Wolfgang Rihm in den späten siebziger Jahren der internationale Durchbruch. Er zählt heute zu den fruchtbarsten und vielseitigsten Komponisten der Gegenwart und hat ein facettenreiches Œuvre geschaffen, das mittlerweile mehr als 400 Werke umfasst, darunter allein neun Musiktheaterwerke: Faust und Yorick (1976), Jakob Lenz (1977/78), Die Hamletmaschine (1983/86), Oedipus (1987), Die Eroberung von Mexico (1987/91), Séraphin (1994), Das Gehege (2006), Proserpina (2009) sowie Dionysos, der 2010 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde. Seit 1985 lehrt Rihm als Professor für Komposition an die Musikhochschule Karlsruhe. LUCERNE FESTIVAL ist er seit langem eng verbunden: 1997 prägte er als «composer-in-residence» das Programm, im Folgejahr erklang zur Eröffnung des KKL Luzern sein Orchesterwerk IN-SCHRIFT; weitere Werkaufträge folgten, so die Sinfonie Nähe fern (2011/12), das Hornkonzert (2014) und sein Gruss-Moment zum 90. Geburtstag von Pierre Boulez. Wolfgang Rihm, der auch mehrere Bände mit Essays und Gesprächen veröffentlicht hat, gehört zahlreichen Akademien an und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der Ernst von Siemens Musikpreis (2003), der Robert-Schumann-Preis (2014), der «Grawemeyer Award» (2015) und der Preis der Europäischen Kirchenmusik (2017). Er ist «Commandeur dans l’Ordre des Arts et des Lettres», Träger des Grossen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Mitglied des Ordens «Pour le Mérite».

     

    Februar 2017

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