LUX AETERNA

musicAeterna | Teodor Currentzis

von Bingen | Ligeti | Retinsky u.a.

Mi, 01.04. | 19.30 Uhr | Nr. 20106

Jesuitenkirche

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Preise (CHF)

CHF 120 80


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Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Teodor

01.04.-04.04. 2020

 

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    (Vitaly Polonsky Einstudierung)

    Hildegard von Bingen (1098–1179)
    O vis aeternitatis
    György Ligeti (1923–2006)
    Lux aeterna
    Alexey Retinsky (*1986)
    Salve Regina

    Byzantinische Gesänge 

    Das weitere Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

    Zu den Markenzeichen von Teodor Currentzis und musicAeterna gehörte von Anfang an, dass sie sich nicht auf das Kernrepertoire aus der Klassik und der Romantik beschränken, sondern die Musikgeschichte in beide Richtungen der Zeitachse tief ausloten wollen: bis ins Mittelalter auf der einen, hinein in die Gegenwart auf der anderen Seite. Das Eröffnungskonzert des «Teodor»-Wochenendes greift deshalb nicht zufällig Werke aus fast tausend Jahren auf und rückt sie in ein ebenso perspektiven- wie aufschlussreiches Wechselspiel. Unter dem Titel Lux aeterna trifft die Äbtissin Hildegard von Bingen auf den Avantgardisten György Ligeti, begegnen uralte byzantinische Gesänge aus Currentzis’ griechischer Heimat der Musik des jungen Ukrainers Alexey Retinsky. Mit verblüffendem Erkenntnisgewinn: Das vermeintlich Alte klingt mit einem Mal frappierend modern, das scheinbar Neue offenbart unerwartete Bezüge zur Tradition. Im Mittelpunkt aber steht der Mensch mit seinem Wunsch, die Endlichkeit zu überwinden – und was könnte besser den Vorschein auf die Ewigkeit eröffnen als die Musik? Teodor Currentzis und sein fabelhafter Chor laden ein zu einer spirituellen Reise in vorösterlicher Zeit.

    musicAeterna

    Das Ensemble musicAeterna, das sich aus einem Orchester und einem Chor zusammensetzt, wurde 2004 von Teodor Currentzis in Nowosibirsk mit dem Ziel gegründet, ein breites Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart zu erarbeiten. Von 2011 bis 2019 war es am Staatlichen Ballett- und Operntheater Perm (Ural) beheimatet, wo es jährlich mehrere Produktionen gestaltete. Seit dem September 2019 arbeitet es frei und privat finanziert. In den letzten Jahren hat sich musicAeterna zu einem echten Exportschlager entwickelt: Gemeinsam mit Teodor Currentzis gastierten das Orchester und der Chor in Wien, Amsterdam, London, Paris, Brüssel, Lissabon, Helsinki, Moskau, St. Petersburg und, auf Einladung der Berliner Philharmoniker, in der dortigen Philharmonie. Opernproduktionen führten sie zur Ruhrtriennale, zum Festival d’Aix-en-Provence und ans Festspielhaus Baden-Baden. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den Salzburger Festspielen, wo musicAeterna 2017 mit Mozarts La clemenza di Tito seinen Einstand gab; gemeinsam mit Currentzis wird das Ensemble dort in den nächsten Jahren Wagners Tristan und Isolde sowie Bachs h-Moll-Messe interpretieren. Anfang 2019 ging es erstmals auf Japan-Tournee, und noch in diesem Jahr debutiert musicAeterna mit Verdis Requiem in New York. Mehrfach haben die Musikerinnen und Musiker neue Werke zur Uraufführung gebracht, so etwa Dmitri Kourliandskis Oper Nosferatu, Philippe Hersants Tristia und Alexei Syumaks Einakter Cantos. Zahlreiche Einspielungen entstanden in den letzten Jahren, darunter der vielbeachtete Mozart-Da Ponte-Zyklus mit Le nozze di Figaro (2013), Così fan tutte (2014) und Don Giovanni (2016). Für diese und andere CDs erhielten das Ensemble und Currentzis den «Preis der deutschen Schallplattenkritik», den «Echo Klassik» und den «Diapason d’or». Überdies wurde musicAeterna bereits siebzehnmal die «Goldene Maske» des russischen Theaterverbands verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit einem reinen Rameau-Programm unter der Leitung von Teodor Currentzis.

    August 2019

    Weitere Termine

    Teodor Currentzis

    Teodor Currentzis, geboren 1972 in Athen, studierte zunächst Violine und Komposition am Nationalkonservatorium seiner Heimatstadt. 1994 zog er nach St. Petersburg und absolvierte dort sein Kapellmeisterstudium bei Ilja Musin, dem legendären Pädagogen, aus dessen Dirigentenklasse auch Semyon Bychkov und Valery Gergiev hervorgegangen sind. Seine erste Chefposition führte Currentzis 2004 an die Staatsoper Nowosibirsk, die er als Generalmusikdirektor sechs Jahre lang leitete. Von 2011 bis Sommer 2019 amtierte er als Musikdirektor an der Oper in Perm; weiterhin verantwortet er dort das Diaghilew-Festival. Internationalen Ruhm erwarb er sich mit seinem 2004 gegründeten Ensemble musicAeterna, das ein Orchester und einen Chor umfasst. Mit ihnen trat er u. a. im Festspielhaus Baden-Baden, am Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw und in der Berliner Philharmonie auf. Als Operndirigent war Currentzis am Moskauer Bolschoi-Theater, an der Bayerischen Staatsoper, am Zürcher Opernhaus, am Teatro Real in Madrid und beim Festival d’Aix-en-Provence zu Gast. 2017 debutierte er mit Mozarts La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen; dort dirigierte er 2018 alle neun Beethoven-Sinfonien, 2019 folgte Mozarts Idomeneo. Seit Herbst 2018 leitet Cur-rentzis als Chefdirigent das SWR Symphonieorchester, mit dem er in den vergangenen Monaten Sinfonien von Mahler, Tschaikowsky und Schostakowitsch erarbeitete und im Wiener Konzerthaus sowie in der Hamburger Elbphilharmonie gastierte. Mit musicAeterna ging er im Februar 2019 erstmals auf Japan-Tournee. Bereits siebenmal wurde Teodor Currentzis mit dem russischen Theaterpreis «Die goldene Maske» ausgezeichnet; 2016 wählten ihn die Kritiker des Magazins Opernwelt zum «Dirigenten des Jahres». Seine CDs wurden mit zahlreichen Preisen bedacht; seine jüngste Einspielung ist Mahlers Sechster Sinfonie gewidmet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit musicAeterna und einem reinen Rameau-Programm.

    August 2019

    Weitere Termine

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