BEETHOVENS NEUNTE - ABGESAGT

musicAeterna | Teodor Currentzis | Solisten

Beethoven

Sa, 04.04. | 18.30 Uhr | Nr. 20105

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Teodor - Abgesagt

01.04.-04.04. 2020

 

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    BEETHOVENS NEUNTE - ABGESAGT

    musicAeterna | Teodor Currentzis | Solisten

    (Vitaly Polonsky Choreinstudierung)

    Josy Santos  Mezzosopran
    Michael Nagy  Bariton
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

    «Beethoven ist Beethoven», weiss Teodor Currentzis und begreift den vermeintlichen Klassiker als Revolutionär, der keiner Epoche allein zugeordnet werden kann, sondern über seine Zeit weit ausgreift und bis heute ungebrochen aktuell geblieben ist. Auch deshalb lasse sich Beethovens Musik, so glaubt der griechische Dirigent, immer wieder neu deuten und halte ganz verschiedene Interpretationen aus – wie ein Orakel, das sein Geheimnis nie preisgibt. Kein Wunder, dass sich Currentzis an diesem Monolithen der Musikgeschichte stetig reibt und ihn nur zu gern auf seine Programme setzt. Auch im Beethoven-Jahr 2020: In Luzern bringt er mit dem Chor und dem Orchester seines Ensembles musicAeterna die wirkungsmächtigste aller neun Beethoven-Sinfonien zu Gehör und verkündet damit die Botschaft, dass alle Menschen zusammengehören, auch und gerade in Zeiten der gesellschaftlichen Polarisierung: «Diesen Kuss der ganzen Welt!» Und natürlich wird Currentzis, der begnadete Pultekstatiker, die berühmte Freudenmelodie des Finales mitreissend und Beethovens Botschaft weltumarmend ausgestalten.

     

    Aufgrund der aktuellen Situation und der Ausbreitung des Coronavirus müssen leider alle Veranstaltungen des TEODOR-Wochenendes abgesagt werden.  

    Ihre Tickets werden erstattet. Für die Rückerstattung bitten wir Sie, dieses Formular bis Ende April auszufüllen.

     

    musicAeterna

    Das Ensemble musicAeterna, das sich aus einem Orchester und einem Chor zusammensetzt, wurde 2004 von Teodor Currentzis in Nowosibirsk mit dem Ziel gegründet, ein breites Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart zu erarbeiten. Von 2011 bis 2019 war es am Staatlichen Ballett- und Operntheater Perm (Ural) beheimatet, wo es jährlich mehrere Produktionen gestaltete. Seit dem September 2019 arbeitet es frei und privat finanziert. In den letzten Jahren hat sich musicAeterna zu einem echten Exportschlager entwickelt: Gemeinsam mit Teodor Currentzis gastierten das Orchester und der Chor in Wien, Amsterdam, London, Paris, Brüssel, Lissabon, Helsinki, Moskau, St. Petersburg und, auf Einladung der Berliner Philharmoniker, in der dortigen Philharmonie. Opernproduktionen führten sie zur Ruhrtriennale, zum Festival d’Aix-en-Provence und ans Festspielhaus Baden-Baden. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den Salzburger Festspielen, wo musicAeterna 2017 mit Mozarts La clemenza di Tito seinen Einstand gab; gemeinsam mit Currentzis wird das Ensemble dort in den nächsten Jahren Wagners Tristan und Isolde sowie Bachs h-Moll-Messe interpretieren. Anfang 2019 ging es erstmals auf Japan-Tournee, und noch in diesem Jahr debutiert musicAeterna mit Verdis Requiem in New York. Mehrfach haben die Musikerinnen und Musiker neue Werke zur Uraufführung gebracht, so etwa Dmitri Kourliandskis Oper Nosferatu, Philippe Hersants Tristia und Alexei Syumaks Einakter Cantos. Zahlreiche Einspielungen entstanden in den letzten Jahren, darunter der vielbeachtete Mozart-Da Ponte-Zyklus mit Le nozze di Figaro (2013), Così fan tutte (2014) und Don Giovanni (2016). Für diese und andere CDs erhielten das Ensemble und Currentzis den «Preis der deutschen Schallplattenkritik», den «Echo Klassik» und den «Diapason d’or». Überdies wurde musicAeterna bereits siebzehnmal die «Goldene Maske» des russischen Theaterverbands verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit einem reinen Rameau-Programm unter der Leitung von Teodor Currentzis.

    August 2019

    Weitere Termine

    Teodor Currentzis

    Teodor Currentzis, geboren 1972 in Athen, studierte zunächst Violine und Komposition am Nationalkonservatorium seiner Heimatstadt. 1994 zog er nach St. Petersburg und absolvierte dort sein Kapellmeisterstudium bei Ilja Musin, dem legendären Pädagogen, aus dessen Dirigentenklasse auch Semyon Bychkov und Valery Gergiev hervorgegangen sind. Seine erste Chefposition führte Currentzis 2004 an die Staatsoper Nowosibirsk, die er als Generalmusikdirektor sechs Jahre lang leitete. Von 2011 bis Sommer 2019 amtierte er als Musikdirektor an der Oper in Perm; weiterhin verantwortet er dort das Diaghilew-Festival. Internationalen Ruhm erwarb er sich mit seinem 2004 gegründeten Ensemble musicAeterna, das ein Orchester und einen Chor umfasst. Mit ihnen trat er u. a. im Festspielhaus Baden-Baden, am Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw und in der Berliner Philharmonie auf. Als Operndirigent war Currentzis am Moskauer Bolschoi-Theater, an der Bayerischen Staatsoper, am Zürcher Opernhaus, am Teatro Real in Madrid und beim Festival d’Aix-en-Provence zu Gast. 2017 debutierte er mit Mozarts La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen; dort dirigierte er 2018 alle neun Beethoven-Sinfonien, 2019 folgte Mozarts Idomeneo. Seit Herbst 2018 leitet Cur-rentzis als Chefdirigent das SWR Symphonieorchester, mit dem er in den vergangenen Monaten Sinfonien von Mahler, Tschaikowsky und Schostakowitsch erarbeitete und im Wiener Konzerthaus sowie in der Hamburger Elbphilharmonie gastierte. Mit musicAeterna ging er im Februar 2019 erstmals auf Japan-Tournee. Bereits siebenmal wurde Teodor Currentzis mit dem russischen Theaterpreis «Die goldene Maske» ausgezeichnet; 2016 wählten ihn die Kritiker des Magazins Opernwelt zum «Dirigenten des Jahres». Seine CDs wurden mit zahlreichen Preisen bedacht; seine jüngste Einspielung ist Mahlers Sechster Sinfonie gewidmet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit musicAeterna und einem reinen Rameau-Programm.

    August 2019

    Weitere Termine

    Janai Brugger

    Josy Santos

    Mingjie Lei

    Der Tenor Mingjie Lei, geboren im chinesischen Hengyang, graduierte 2013 als Master an der New Yorker Manhattan School of Music und setzte sein Studium anschliessend noch am Curtis Institute of Music in Philadelphia fort, wo er sein Diplom erhielt. Von 2015 bis 2017 sammelte Lei erste Bühnenerfahrungen als Mitglied des Ryan Opera Centre an der Lyric Opera of Chicago. 2016 absolvierte er das «Young Singers Project» der Salzburger Festspiele, die ihn im Folgejahr gleich für eine Aufführung von Donizettis Lucrezia Borgia verpflichteten. Seit 2018 ist Mingjie Lei Ensemblemitglied an der Staatsoper Stuttgart; dort konnte er sich u. a. als Ernesto in Donizettis Don Pasquale und als Ferrando in Mozarts Così fan tutte vorstellen. Im Dezember 2019 debutiert er mit Rossinis Il turco in Italia am Opernhaus Zürich. Mingjie Lei ist Preisträger des Gesangswettbewerbs «Neue Stimmen» (2017) und des ARD-Musikwettbewerbs in München (2018).

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Michael Nagy

    Der 1976 geborene deutsche Bariton Michael Nagy stammt aus einer Familie mit ungarischen Wurzeln und erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. Sein Gesangsstudium absolvierte er bei Rudolf Piernay an der Musikhochschule Mannheim, Liedgestaltung belegte er bei Irwin Gage in Saarbrücken, und überdies nahm er zwei Jahre lang Dirigierunterricht. 2004 gewann Michael Nagy den «Internationalen Wettbewerb für Liedkunst» der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart und wurde als Ensemblemitglied an die Komische Oper Berlin verpflichtet. Nach zwei Spielzeiten folgte der Wechsel an die Oper Frankfurt, der er insgesamt fünf Jahre angehörte, ehe er sich für die freischaffende Tätigkeit entschied. Nagys Repertoire reicht von der Barockoper bis zu Werken des 20. Jahrhunderts und umfasst gleichermassen das deutsche wie das italienische und das französische Fach. An der Bayerischen Staatsoper war er als Graf Luna in Pfitzners Palestrina zu Gast, am Theater an der Wien sang er den Nardo in Mozarts La finta giardiniera unter der Leitung von René Jacobs. 2011 debutierte Michael Nagy als Wolfram im Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen, 2013 gestaltete er den Papageno in Mozarts Zauberflöte unter der Stabführung von Simon Rattle bei den Osterfestspielen in Baden-Baden. Als Konzertsänger arbeitet er regelmässig mit Philippe Herreweghe zusammen, so etwa bei Aufführungen der Bachschen Matthäus-Passion in New York und von Mendelssohns Elias in Amsterdam. Auch Riccardo Chailly, Christoph Eschenbach, Paavo Järvi und Helmuth Rilling gehören zu seinen künstlerischen Partnern. Einen wichtigen Stellenwert nimmt für Michael Nagy der Liedgesang ein: So präsentierte er unlängst gemeinsam mit Gerold Huber einen Eichendorff-Abend in Frankfurt und Köln.

    Mai 2013

    Das «Teodor-Currentzis-Paket» ist bereits ausverkauft. Über unsere Konzertübersicht erhalten Sie Karten für einzelne Konzerte.