TRISTIA

musicAeterna | Solisten des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Teodor Currentzis

Hersant

Do, 02.04. | 19.30 Uhr | Nr. 20101

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 200 170 130 90 60 30


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Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Teodor

01.04.-04.04. 2020

 

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    TRISTIA

    musicAeterna | Solisten des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Teodor Currentzis

    (Vitaly Polonsky Einstudierung)

    Mikhail Meylach  Sprecher
    Philippe Hersant (*1948)
    Tristia
    Choroper für gemischten Chor und Instrumentalensemble

    Ist es Alte Musik oder Neue? Folklore, Klassik oder Minimal Music? Orthodoxer Gesang oder ein Musikdrama? Philippe Hersants Choroper Tristia entzieht sich jeder Einordnung – und ist gerade deshalb ein fesselndes Ereignis, wie man es nur selten erleben kann. Teodor Currentzis gab das Werk bei dem 1948 geborenen französischen Komponisten in Auftrag und brachte es 2016 mit musicAeterna in Perm zur Uraufführung. In Tristia, das man mit «Klagelieder» übersetzen könnte, vertont Hersant 33 Gedichte, die in russischen und französischen Gefangenenlagern entstanden, darunter Verse von Ossip Mandelstam und Warlam Schalamow. Sie drücken Wut aus und Verzweiflung, aber auch Hoffnung auf Gerechtigkeit und eine bessere Zukunft. Rezitiert werden sie von Mikhail Meylach, der selbst in einem Gulag inhaftiert war. Hersant koppelt die Chorstimmen auch mit volkstümlichen Instrumenten wie der Mundharmonika, dem Akkordeon oder der armenischen Duduk-Oboe; seine Musik ist rhythmisch prägnant, dramatisch und zugleich von ätherischer Schönheit. Denn es geht, so Teodor Currentzis, um «das Kostbarste, was wir haben»: die Freiheit.

    musicAeterna

    Das Ensemble musicAeterna, das sich aus einem Orchester und einem Chor zusammensetzt, wurde 2004 von Teodor Currentzis in Nowosibirsk mit dem Ziel gegründet, ein breites Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart zu erarbeiten. Von 2011 bis 2019 war es am Staatlichen Ballett- und Operntheater Perm (Ural) beheimatet, wo es jährlich mehrere Produktionen gestaltete. Seit dem September 2019 arbeitet es frei und privat finanziert. In den letzten Jahren hat sich musicAeterna zu einem echten Exportschlager entwickelt: Gemeinsam mit Teodor Currentzis gastierten das Orchester und der Chor in Wien, Amsterdam, London, Paris, Brüssel, Lissabon, Helsinki, Moskau, St. Petersburg und, auf Einladung der Berliner Philharmoniker, in der dortigen Philharmonie. Opernproduktionen führten sie zur Ruhrtriennale, zum Festival d’Aix-en-Provence und ans Festspielhaus Baden-Baden. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den Salzburger Festspielen, wo musicAeterna 2017 mit Mozarts La clemenza di Tito seinen Einstand gab; gemeinsam mit Currentzis wird das Ensemble dort in den nächsten Jahren Wagners Tristan und Isolde sowie Bachs h-Moll-Messe interpretieren. Anfang 2019 ging es erstmals auf Japan-Tournee, und noch in diesem Jahr debutiert musicAeterna mit Verdis Requiem in New York. Mehrfach haben die Musikerinnen und Musiker neue Werke zur Uraufführung gebracht, so etwa Dmitri Kourliandskis Oper Nosferatu, Philippe Hersants Tristia und Alexei Syumaks Einakter Cantos. Zahlreiche Einspielungen entstanden in den letzten Jahren, darunter der vielbeachtete Mozart-Da Ponte-Zyklus mit Le nozze di Figaro (2013), Così fan tutte (2014) und Don Giovanni (2016). Für diese und andere CDs erhielten das Ensemble und Currentzis den «Preis der deutschen Schallplattenkritik», den «Echo Klassik» und den «Diapason d’or». Überdies wurde musicAeterna bereits siebzehnmal die «Goldene Maske» des russischen Theaterverbands verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit einem reinen Rameau-Programm unter der Leitung von Teodor Currentzis.

    August 2019

    Weitere Termine

    Solisten des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA

    Das kammermusikalische Miteinander bildet ein Ideal in der künstlerischen Arbeit des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA – seit Beginn seiner Konzerttätigkeit im Sommer 2003. Dieser Gedanke prägt jedoch nicht nur das Musizieren in grosser Besetzung bei den Sinfoniekonzerten; erwünscht ist vielmehr, dass sich die Orchestermitglieder auch in verschiedenen kleineren Ensembles und oft ungewöhnlicher Konstellation zum gemeinsamen Spiel zusammenfinden, um dabei die Kunst, aufeinander zu hören und zu interagieren, in nuce zu entwickeln. Auf diese Weise gelangen auch Werke zu Gehör, die im Konzertleben häufig vernachlässigt werden, weil es für ihre Instrumentalbesetzung keine festen Spezialensembles gibt – man denke etwa an Beethovens Gassenhauer-Trio oder an Poulencs Sextett im heutigen Konzert. Die Besetzung dieser Matinee stellt gleich vierzehn verschiedene Musiker aus den Reihen des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA vor: Gemeinsam haben sie sich ein unterhaltsames Programm ausgedacht, das speziell auf das Thema des diesjährigen Festspielsommers zugeschnitten ist, auf den «Humor», der mit Persiflagen, Schlagern und Ohrwürmern zum Einsatz kommt. Die Auswahl der vier Werke spiegelt aber noch eine weitere Prämisse in der künstlerischen Arbeit des Orchesters, nämlich die Vielfalt des Repertoires und den Anspruch, der Musik einer jeden Epoche mit den adäquaten stilistischen Mitteln zu begegnen – ob Beethoven oder Dvorák, Hindemith oder Poulenc. Die Mitglieder des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA sind international bekannte Solisten und Kammermusiker oder Hochschullehrer, die sich gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern des Mahler Chamber Orchestra allsommerlich zu einem exquisiten Klangkörper formieren.

    August 2015

    Weitere Termine

    Teodor Currentzis

    Teodor Currentzis, geboren 1972 in Athen, studierte zunächst Violine und Komposition am Nationalkonservatorium seiner Heimatstadt. 1994 zog er nach St. Petersburg und absolvierte dort sein Kapellmeisterstudium bei Ilja Musin, dem legendären Pädagogen, aus dessen Dirigentenklasse auch Semyon Bychkov und Valery Gergiev hervorgegangen sind. Seine erste Chefposition führte Currentzis 2004 an die Staatsoper Nowosibirsk, die er als Generalmusikdirektor sechs Jahre lang leitete. Von 2011 bis Sommer 2019 amtierte er als Musikdirektor an der Oper in Perm; weiterhin verantwortet er dort das Diaghilew-Festival. Internationalen Ruhm erwarb er sich mit seinem 2004 gegründeten Ensemble musicAeterna, das ein Orchester und einen Chor umfasst. Mit ihnen trat er u. a. im Festspielhaus Baden-Baden, am Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw und in der Berliner Philharmonie auf. Als Operndirigent war Currentzis am Moskauer Bolschoi-Theater, an der Bayerischen Staatsoper, am Zürcher Opernhaus, am Teatro Real in Madrid und beim Festival d’Aix-en-Provence zu Gast. 2017 debutierte er mit Mozarts La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen; dort dirigierte er 2018 alle neun Beethoven-Sinfonien, 2019 folgte Mozarts Idomeneo. Seit Herbst 2018 leitet Cur-rentzis als Chefdirigent das SWR Symphonieorchester, mit dem er in den vergangenen Monaten Sinfonien von Mahler, Tschaikowsky und Schostakowitsch erarbeitete und im Wiener Konzerthaus sowie in der Hamburger Elbphilharmonie gastierte. Mit musicAeterna ging er im Februar 2019 erstmals auf Japan-Tournee. Bereits siebenmal wurde Teodor Currentzis mit dem russischen Theaterpreis «Die goldene Maske» ausgezeichnet; 2016 wählten ihn die Kritiker des Magazins Opernwelt zum «Dirigenten des Jahres». Seine CDs wurden mit zahlreichen Preisen bedacht; seine jüngste Einspielung ist Mahlers Sechster Sinfonie gewidmet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit musicAeterna und einem reinen Rameau-Programm.

    August 2019

    Weitere Termine

    Einführung
    18.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium


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