Chorkonzert 4

musicAeterna orchestra and chorus of Perm Opera | Teodor Currentzis | Solisten

Verdi

Mi, 10.04.19.30 UhrNr. 19105

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

06.04.-14.04. 2019

 

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    Chorkonzert 4

    musicAeterna orchestra and chorus of Perm Opera | Teodor Currentzis | Solisten

    musicAeterna Chor der Oper Perm  
    Hermine May  Mezzosopran
    Giuseppe Verdi (1813–1901)
    Messa da Requiem

    Mit der Kirche hatte Giuseppe Verdi wenig im Sinn: Die politische Macht, die der Vatikan sich anmasste, fand er skandalös und empörte sich darüber, dass man in Rom Werte wie Toleranz oder Gewissensfreiheit ablehnte und der italienischen Einigungsbewegung kritisch gegenüberstand. Auch mit Gott haderte er, nachdem er früh seine Frau und die Kinder verloren hatte und plötzlich allein dastand. Doch ausgerechnet dieser Häretiker schuf eine der erschütterndsten und bildkräftigsten Vertonungen der Totenmesse. Bei Verdis Musik glaubt man, den Weihrauch zu riechen; man erlebt das Jüngste Gericht mit naturalistischer Drastik oder feiert die himmlischen Heerscharen mit dem wohl beschwingtesten «Sanctus» aller Zeiten. Und in den schönsten Momenten, wie bei der Bitte um Errettung, hat man das Gefühl, es öffne sich geradewegs der Himmel ... Verdis grandiose Messa da Requiem ist ein Werk, das wie geschaffen für Teodor Currentzis scheint. Denn der griechisch-russische Dirigent ist ein Meister der musikalischen Wahrhaftigkeit, seine Deutungen gehen radikal bis an die Grenzen: zum Himmel und zur Hölle.

    «Warum...»
    «...in dieses Konzert?» - Festival-Dramaturgin Susanne Stähr gibt Insider-Tipps zum Konzert.
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    musicAeterna Orchester der Oper Perm

    Das Ensemble musicAeterna, das sich aus einem Orchester und einem Chor zusammensetzt, wurde 2004 von Teodor Currentzis in Nowosibirsk mit dem Ziel gegründet, ein breites Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart zu erarbeiten. Seit 2011 ist es am Staatlichen Ballett- und Operntheater Perm (Ural) beheimatet, wo es jährlich mehrere Produktionen musiziert. Darüber hinaus hat sich musicAeterna zu einem echten Exportschlager entwickelt: Gemeinsam mit Teodor Currentzis gastierten das Orchester und der Chor in Wien, Amsterdam, London, Paris, Brüssel, Lissabon, Helsinki, Moskau, St. Petersburg und, auf Einladung der Berliner Philharmoniker, in der dortigen Philharmonie. Opernproduktionen führten sie zur Ruhrtriennale, zum Festival d’Aix-en-Provence und ans Festspielhaus Baden-Baden. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den Salzburger Festspielen, wo music-Aeterna 2017 mit Mozarts La clemenza di Tito seinen Einstand gab; gemeinsam mit Currentzis wird das Ensemble dort in den nächsten Jahren Wagners Tristan und Isolde sowie Bachs h-Moll-Messe interpretieren. Anfang 2019 ging es erstmals auf Japan-Tournee, und noch in diesem Jahr debutiert es mit Verdis Requiem in New York. Mehrfach hat musicAeterna neue Werke zur Uraufführung gebracht, so etwa Dmitri Kourliandskis Oper Nosferatu, Philippe Hersants Tristia und Alexei Syumaks Einakter Cantos. Zahlreiche Einspielungen entstanden in den letzten Jahren, darunter der vielbeachtete Mozart-Da Ponte-Zyklus mit Le nozze di Figaro (2013), Così fan tutte (2014) und Don Giovanni (2016). Für diese und andere CDs erhielten das Ensemble und Currentzis den «Preis der deutschen Schallplattenkritik», den «Echo Klassik» und den «Diapason d’or». Überdies wurde musicAeterna bereits siebzehn Mal die «Goldene Maske» des russischen Theaterverbands verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit einem reinen Rameau-Programm unter der Leitung von Teodor Currentzis.

    Februar 2019

    Weitere Termine

    Teodor Currentzis

    Teodor Currentzis, geboren 1972 in Athen, studierte zunächst Violine und Komposition am Nationalkonservatorium seiner Heimatstadt. 1994 zog er nach St. Petersburg und absolvierte dort sein Kapellmeisterstudium bei Ilja Musin, dem legendären Pädagogen, aus dessen Dirigentenklasse auch Semyon Bychkov und Valery Gergiev hervorgegangen sind. Seine erste Chefposition führte Currentzis 2004 an die Staatsoper Nowosibirsk, die er als Generalmusikdirektor sechs Jahre lang leitete. Seit 2010 amtiert er als Musikdirektor an der Staatsoper in Perm. Internationalen Ruhm erwarb er sich mit seinem 2004 gegründeten musicAeterna Orchester und Chor, die mittlerweile ebenfalls in Perm ansässig sind. Mit diesen Ensembles trat er u. a. im Festspielhaus Baden-Baden, am Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw und in der Berliner Philharmonie auf. Als Operndirigent war Currentzis am Moskauer Bolschoi-Theater, an der Bayerischen Staatsoper, am Zürcher Opernhaus, am Teatro Real in Madrid und beim Festival d’Aix-en-Provence zu Gast. 2017 debutierte er mit Mozarts La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen; dort dirigierte er 2018 alle neun Beethoven-Sinfonien, 2019 folgt Mozarts Idomeneo. Seit Beginn der Spielzeit 2018/19 amtiert Currentzis als Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters, mit dem er in den vergangenen Monaten Sinfonien von Mahler und Tschaikowsky erarbeitete und im Wiener Konzerthaus sowie in der Hamburger Elbphilharmonie gastierte. Mit musicAeterna ging er im Februar 2019 erstmals auf Japan-Tournee. Bereits siebenmal wurde Teodor Currentzis mit dem russischen Theaterpreis «Die goldene Maske» ausgezeichnet; 2016 wählten ihn die Kritiker des Magazins Opernwelt zum «Dirigenten des Jahres». Seine CDs wurden mit zahlreichen Preisen bedacht; seine jüngste Einspielung ist Mahlers Sechster Sinfonie gewidmet und erschien im Herbst 2018.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit musicAeterna und einem reinen Rameau-Programm.

    Februar 2019

    Weitere Termine

    Zarina Abaeva

    Die 1986 geborene russische Sopranistin Zarina Abaeva stammt aus Wladikawkas in Nordossetien, wo sie zunächst bei Nelly Khestanova studierte, ehe sie 2011 ihre Ausbildung bei Rusanna Lisitsian am Moskauer Gnessin-Institut abschloss. Die Preisträgerin der «All-Russian Nadezhda Obu-khova Young Vocalists’ Competition» und der «Minsk International Christmas Singing Competition» gehört seit 2012 dem Ensemble der Oper Perm an. Dort sorgte Abaeva vor allem als Tschaikowsky-Interpretin für Furore, so als Iolanta, als Tatiana in Eugen Onegin, Maria in Mazeppa oder Agnès Sorel in der Jungfrau von Orléans. Zu ihrem Repertoire zählen aber auch die Micaëla in Bizets Carmen, Antonia in Offenbachs Les Contes d’Hoffmann, Blanche in Poulencs Dialogues des Carmélites oder die Titelrollen von Puccinis Suor Angelica und Madama Butterfly sowie Verdis Aida. Im Herbst 2017 war sie als Mimì in Puccinis La Bohème am Festspielhaus Baden-Baden zu Gast.

    Februar 2019

    Hermine May

    Die Mezzosopranistin Hermine May, geboren im rumänischen Timişoara, studierte an der Musikhochschule in Stuttgart und wurde gleich nach ihrem Abschluss in das Ensemble der Deutschen Oper Berlin verpflichtet, dem sie drei Jahre lang angehörte. Seit 1996 ist sie freischaffend tätig und hat sich mit Partien wie Wagners Kundry (Parsifal), Venus (Tannhäuser), Brangäne (Tristan) und Ortrud (Lohengrin), Verdis Azucena (Il trovatore) und Amneris (Aida), Bizets Carmen oder Saint-Saëns’ Dalila einen Namen gemacht. Hermine May arbeitete mit Sylvain Cambreling, Rafael Frühbeck de Burgos, Marek Janowski, Zubin Mehta und Marcello Viotti zusammen. Sie trat an der Mailänder Scala, an der Opera di Roma sowie beim Maggio Musicale Fiorentino auf und konzertierte mit dem Israel Philharmonic Orchestra. Zu ihrem Konzertrepertoire gehören Werke wie Brahms’ Alt-Rhapsodie, Wagners Wesendonck-Lieder, Mahlers Lied von der Erde und die Neunte Beethoven.

    Februar 2019

    Dmytro Popov

    Der ukrainische Tenor Dmytro Popov begann seine Karriere am Nationaltheater Kiew. Nachdem er 2007 den Zweiten Preis bei Plácido Domingos «Operalia»-Wettbewerb gewonnen hatte, wurde er an zahlreiche renommierte Bühnen engagiert. Sein internationaler Durchbruch erfolgte 2013, als er am Londoner Royal Opera House mit dem Rodolfo aus Puccinis La Bohème debutierte. Seither gastierte Popov auch an der Bayerischen, der Sächsischen und der Wiener Staatsoper, an der Opéra national de Paris, an der New Yorker «Met» und am Moskauer Bolschoi-Theater. 2018/19 ist er in Köln als Prinz in Dvořáks Rusalka, in Dresden als Cavaradossi in Puccinis Tosca und in Paris als Vaudémont in Tschaikowskys Iolanta zu erleben. Er arbeitete mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Vladimir Jurowski, Kent Nagano, Antonio Pappano und Tugan Sokhiev zusammen. Mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern spielte er Rachmaninows Die Glocken ein.

    Februar 2019

    Tareq Nazmi

    Der 1983 in Kuwait geborene Bassist Tareq Nazmi wuchs in München auf. An der dortigen Musikhochschule studierte er bei Edith Wiens Gesang und absolvierte die Meisterklasse von Christian Gerhaher. Seine Laufbahn begann er 2010 im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper; von 2012 bis 2016 gehörte er dem Ensemble des Hauses an. Seither ist Nazmi freischaffend tätig und war zuletzt u. a. als Sprecher in Mozarts Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen zu erleben, trat als Bottom in Brittens A Midsummer Night’s Dream am Theater an der Wien auf und wirkte bei Aufführungen von Beethovens Leonore unter René Jacobs in Wien, Paris, Brüssel und Amsterdam mit. Auf dem Konzertpodium arbeitete er mit Ivor Bolton, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding und Philippe Herreweghe zusammen, als Liedinterpret konzertiert er mit dem Pianisten Gerold Huber und stellte sich bei der Schubertiade Hohenems, in München, Köln und in der Londoner Wigmore Hall vor.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 23. August 2012 mit Bruckners Te Deum und dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe.

    Februar 2019

    18.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium

    Patronatskonzert der Freunde LUCERNE FESTIVAL