Sinfoniekonzert 28 – Mozart-Da Ponte-Zyklus 3

musicAeterna Orchester und Chor der Oper Perm | Teodor Currentzis | Solisten

Mozart

So, 15.09.16.00 UhrNr. 19357

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 28 – Mozart-Da Ponte-Zyklus 3

    musicAeterna Orchester und Chor der Oper Perm | Teodor Currentzis | Solisten

    musicAeterna Chor der Oper Perm  
    Nadezhda Pavlova  Fiordiligi
    Paula Murrihy  Dorabella
    Konstantin Wolff  Don Alfonso
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Così fan tutte KV 588
    Oper in zwei Akten
    Konzertante Aufführung

    Im Labor der Gefühle. Es ist ein perfides Seelenexperiment, das der Philosoph Don Alfonso in Mozarts Così fan tutte mit zwei jungen Paaren anstellt: Er will den beiden Männern beweisen, dass keine einzige Frau treu sein kann. Deshalb lässt er sie zum Militär einberufen, schickt sie jedoch, als orientalische Adelige verkleidet, sogleich zurück zu ihren Geliebten, mit der pikanten Aufgabe, die Braut des jeweils anderen zu umwerben und zu verführen. Die Versuchsanordnung «gelingt», aber die jungen Leute werden dabei zum Spielball in Alfonsos Intrige – und sind am Ende allesamt Betrogene, nicht nur die Frauen, die es ja «alle so machen», sondern auch die Männer, die sich willfährig darauf eingelassen haben. Così fan tutte bewirkt eine Demontage der herrschenden Moral, diese Oper entlarvt unverbrüchliche Treueschwüre und heldenhafte Tugenden. In unserer Labilität, unserem Irrglauben, unserer Verletzlichkeit sind wir alle gleich, könnte die Quintessenz lauten. Eine frohe Botschaft? Mozarts himmlische Musik ist jedenfalls über alle Zweifel erhaben, wie Teodor Currentzis und seine sechs Solisten um Cecilia Bartoli beweisen werden.

    musicAeterna Orchester der Oper Perm

    Das Ensemble musicAeterna, das sich aus einem Orchester und einem Chor zusammensetzt, wurde 2004 von Teodor Currentzis in Nowosibirsk mit dem Ziel gegründet, ein breites Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart zu erarbeiten. Seit 2011 ist es am Staatlichen Ballett- und Operntheater Perm (Ural) beheimatet, wo es jährlich mehrere Produktionen musiziert. Darüber hinaus hat sich musicAeterna zu einem echten Exportschlager entwickelt: Gemeinsam mit Teodor Currentzis gastierten das Orchester und der Chor in Wien, Amsterdam, London, Paris, Brüssel, Lissabon, Helsinki, Moskau, St. Petersburg und, auf Einladung der Berliner Philharmoniker, in der dortigen Philharmonie. Opernproduktionen führten sie zur Ruhrtriennale, zum Festival d’Aix-en-Provence und ans Festspielhaus Baden-Baden. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den Salzburger Festspielen, wo music-Aeterna 2017 mit Mozarts La clemenza di Tito seinen Einstand gab; gemeinsam mit Currentzis wird das Ensemble dort in den nächsten Jahren Wagners Tristan und Isolde sowie Bachs h-Moll-Messe interpretieren. Anfang 2019 ging es erstmals auf Japan-Tournee, und noch in diesem Jahr debutiert es mit Verdis Requiem in New York. Mehrfach hat musicAeterna neue Werke zur Uraufführung gebracht, so etwa Dmitri Kourliandskis Oper Nosferatu, Philippe Hersants Tristia und Alexei Syumaks Einakter Cantos. Zahlreiche Einspielungen entstanden in den letzten Jahren, darunter der vielbeachtete Mozart-Da Ponte-Zyklus mit Le nozze di Figaro (2013), Così fan tutte (2014) und Don Giovanni (2016). Für diese und andere CDs erhielten das Ensemble und Currentzis den «Preis der deutschen Schallplattenkritik», den «Echo Klassik» und den «Diapason d’or». Überdies wurde musicAeterna bereits siebzehn Mal die «Goldene Maske» des russischen Theaterverbands verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit einem reinen Rameau-Programm unter der Leitung von Teodor Currentzis.

    Februar 2019

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    Teodor Currentzis

    Teodor Currentzis, geboren 1972 in Athen, studierte zunächst Violine und Komposition am Nationalkonservatorium seiner Heimatstadt. 1994 zog er nach St. Petersburg und absolvierte dort sein Kapellmeisterstudium bei Ilja Musin, dem legendären Pädagogen, aus dessen Dirigentenklasse auch Semyon Bychkov und Valery Gergiev hervorgegangen sind. Seine erste Chefposition führte Currentzis 2004 an die Staatsoper Nowosibirsk, die er als Generalmusikdirektor sechs Jahre lang leitete. Seit 2010 amtiert er als Musikdirektor an der Staatsoper in Perm. Internationalen Ruhm erwarb er sich mit seinem 2004 gegründeten musicAeterna Orchester und Chor, die mittlerweile ebenfalls in Perm ansässig sind. Mit diesen Ensembles trat er u. a. im Festspielhaus Baden-Baden, am Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw und in der Berliner Philharmonie auf. Als Operndirigent war Currentzis am Moskauer Bolschoi-Theater, an der Bayerischen Staatsoper, am Zürcher Opernhaus, am Teatro Real in Madrid und beim Festival d’Aix-en-Provence zu Gast. 2017 debutierte er mit Mozarts La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen; dort dirigierte er 2018 alle neun Beethoven-Sinfonien, 2019 folgt Mozarts Idomeneo. Seit Beginn der Spielzeit 2018/19 amtiert Currentzis als Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters, mit dem er in den vergangenen Monaten Sinfonien von Mahler und Tschaikowsky erarbeitete und im Wiener Konzerthaus sowie in der Hamburger Elbphilharmonie gastierte. Mit musicAeterna ging er im Februar 2019 erstmals auf Japan-Tournee. Bereits siebenmal wurde Teodor Currentzis mit dem russischen Theaterpreis «Die goldene Maske» ausgezeichnet; 2016 wählten ihn die Kritiker des Magazins Opernwelt zum «Dirigenten des Jahres». Seine CDs wurden mit zahlreichen Preisen bedacht; seine jüngste Einspielung ist Mahlers Sechster Sinfonie gewidmet und erschien im Herbst 2018.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. März 2015 mit musicAeterna und einem reinen Rameau-Programm.

    Februar 2019

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    Nadezhda Pavlova

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    Paula Murrihy

    Die irische Mezzosopranistin Paula Murrihy stammt aus der Grafschaft Kerry. Sie nahm ihr Studium am DIT Conservatory of Music and Drama in Dublin auf und schloss es am New England Conservatory in Boston ab. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie im Rahmen des «Britten-Pears Young Artist Programme», im Studio der Santa Fe Opera und im «Merola Program» der San Francisco Opera. Seit 2009 gehört Paula Murrihy dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wo sie als Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel, Polissena in Händels Radamisto, Dorabella in Mozarts Così fan tutte, Meg Page in Verdis Falstaff und als Bizets Carmen zu erleben war. Gastengagements führten sie mit Purcells Dido an die Los Angeles Opera, als Octavian in Strauss’ Rosenkavalier an die Nederlandse Opera Amsterdam und die Staatsoper Stuttgart, als Tebaldo in Verdis Don Carlo ans Londoner Royal Opera House oder als Ascanio in Berlioz’ Benvenuto Cellini an die English National Opera. Im Herbst 2016 debutierte Paula Murrihy am Opernhaus Zürich, wo sie den Cherubino in Mozarts Figaro unter der Leitung von Giovanni Antonini gestaltete; im März 2017 folgte ihr Einstand an der New Yorker Metropolitan Opera als Stéphano in Gounods Roméo et Juliette. Teodor Currentzis lud sie für seine Produktion von Purcells Indian Queen ein, die am Grand Théâtre de Genève, in Köln, Bremen und Dortmund gezeigt wurde; ausserdem wirkte sie unter seiner Leitung bei einer Aufführungsserie von Così fan tutte mit und brachte beim Diaghilew Festival in Perm Mahlers Kindertotenlieder und Hindemiths Die junge Magd zu Gehör. Als Liedsängerin gab Paula Murrihy Rezitale beim Aldeburgh und beim Wexford Festival, in der New Yorker Carnegie Hall und der Oper Frankfurt. Dort, an ihrem Stammhaus, wurde sie 2011 mit dem Anny-Schlemm-Preis ausgezeichnet.

    Februar 2017

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    Konstantin Suchkov

    Cecilia Bartoli

    Cecilia Bartoli, die aus Rom stammt, wurde von ihrer Mutter Silvana Bazzoni ausgebildet. 1987 gab sie ihr Operndebut, 1988 arbeitete die gerade 22-Jährige bei einer Produktion von Mozarts Così fan tutte erstmals mit Nikolaus Har­non­court zusammen. Gleich am Beginn ihrer Karriere standen auch Begeg­nungen mit Her­bert von Karajan, Sir Georg Solti und Daniel Barenboim. Cecilia Bartoli tritt seit mehr als zwanzig Jahren an den renommiertesten Opern- und Konzerthäusern sowie bei den grossen internationalen Festspielen auf. Schon früh arbeitete sie neben den führenden Sinfonieorchestern auch mit Ensembles der Alten Musik zusammen, darunter Les Arts Florissants, der Concentus Musicus Wien, Il Giardino Armonico, Les Musiciens du Louvre, das Freiburger Barockorchester, La Scintilla und I Barocchisti. 2016 gründete sie das in Monaco beheimatete Orchester Les Musiciens du Prince. Die barocke Literatur, das Mozart-Fach und der Belcanto bilden die Schwerpunkte ihres Repertoires – dabei sorgte sie für die Wiederentdeckung vieler in Vergessenheit geratener Werke. Seit 2012 ist Cecilia Bartoli künstlerische Leiterin der Pfingstfestspiele in Salzburg, wo sie in den vergangenen Jahren u. a. als Bellinis Norma, als Rossinis Cenerentola und Händels Ariodante zu erleben war. 2018 gestaltete sie dort die Titelrolle in Rossinis L’italiana in Algeri, 2019 folgt eine Neuproduktion von Händels Alcina. Cecilia Bartolis CDs wurden mehr als zehn Millionen Mal verkauft – allein fünfmal wurde ihr der «Grammy» verliehen. Zuletzt, im Spätherbst 2017, veröffentlichte sie das Album Dolce Duello mit Sol Gabetta und der Cappella Gabetta. In Italien und Frankreich wurde sie mit höchsten Orden dekoriert, in Dänemark erhielt sie 2010 den Léonie-Sonning-Musikpreis; 2012 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem «Herbert von Karajan Musikpreis» und 2016 mit dem «Polar Music Prize» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 7. September 1995 mit einem Liederrezital, am Klavier György Fischer.

    Juli 2018

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    Konstantin Wolff

    Der deutsche Bassbariton Konstantin Wolff, geboren 1978 in Giessen, studierte bei Donald Litaker an der Musikhochschule in Karlsruhe und gewann 2004 den Mendelssohn-Wettbewerb der Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Im Jahr darauf feierte er seinen Bühneneinstand als Mercurio in Monteverdis L’incoronazione di Poppea bei einer von William Christie geleiteten Aufführung an der Opéra National de Lyon. Die Werke Georg Friedrich Händels stehen im Zentrum seines Opernrepertoires: Mit Orlando war Wolff am Opernhaus Zürich und am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel zu erleben, mit Rodelinda, dirigiert von Nikolaus Harnoncourt, am Theater an der Wien, mit Giulio Cesare bei den Händel-Festspielen in Göttingen. Auch als Mozart-Interpret ist Konstantin Wolff hervorgetreten: René Jacobs lud ihn für seine Produktion der Zauberflöte in Aix-en-Provence ein und verpflichtete ihn als Figaro; Yannick Nézet-Séguin holte ihn als Masetto in Don Giovanni ans Festspielhaus Baden-Baden, und Teodor Currentzis betraute ihn mit der Partie des Don Alfonso in Così fan tutte. Gegenwärtig gestaltet er, als tanzender Sänger, die Rolle des Plutone in einer Inszenierung von Monteverdis L’Orfeo, die von der Choreographin Sasha Waltz erarbeitet wurde und nach Stationen in Amsterdam, Luxembourg, Bergen, Baden-Baden und Berlin 2015/16 an der Opéra de Lille zu sehen ist. Als Konzertsänger tritt Konstantin Wolff mit den führenden Ensembles der Alten Musik auf und hat auch mit Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Sir John Eliot Gardiner, Ton Koopman, Marc Minkowski und Sir Simon Rattle zusammengearbeitet. Gemeinsam mit den Pianisten Alexander Schmalcz und Trung Sam gestaltet er Liedrezitale. Ausserdem beschäftigt er sich mit zeitgenössischer Musik und wirkte bei den Uraufführungen von Dalbavies Gesualdo in Zürich und Merniers Frühlings Erwachen in Brüssel mit.

    Februar 2016

    15.00 Uhr | KKL Luzern, Auditorium
    Konzerteinführung mit Susanne Stähr