Schumann-Zyklus 3

Mozarteumorchester Salzburg | Mirga Gražinytė-Tyla

Schumann | Weinberg

So, 05.09. | 18.30 Uhr | Nr. 211330

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 170 120 90 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Schumann-Zyklus 3

    Mozarteumorchester Salzburg | Mirga Gražinytė-Tyla

    Robert Schumann (1810–1856)
    Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 Frühlingssinfonie
    Mieczysław Weinberg (1919–1996)
    «Adagio» aus der Sinfonie Nr. 2 op. 30
    Robert Schumann (1810–1856)
    Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

    Die ersten beiden Sinfonien Robert Schumanns spiegeln die Wechselfälle seines Lebens. Wie im Rausch komponierte Schumann die Frühlingssinfonie binnen weniger Wochen zu Beginn des Jahres 1841. Er war frisch verheiratet, voller Enthusiasmus und setzte zu einem schöpferischen Höhenflug an. Vier Jahre später, als er die Zweite schuf, sah das ganz anders aus. Er klagte über Schlaflosigkeit und Schwindelanfälle, litt unter eigenartigen Angststörungen und Gehörhalluzinationen. Nur mühselig kämpfte sich Schumann mit dieser Partitur aus der Krise heraus. Im Finale, das ein Zitat aus Beethovens Liederzyklus An die ferne Geliebte als Liebesbekenntnis an seine Frau Clara einsetzt, scheint die Genesung erreicht. Oder ist das Werk doch schon ein Vorbote des finalen Zusammenbruchs, der 1854 zu seiner Einweisung in die Nervenheilanstalt führen sollte? Die litauische Maestra Mirga Gražinytė-Tyla, die bei den Sommer-Festivals von 2016 und 2017 für Sternstunden sorgte, wird mit dem Salzburger Mozarteum-Orchester Antworten geben – und in die widersprüchlichen Wunderwelten von Schumanns Musik führen.

    Patronatskonzert der Freunde Lucerne Festival

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Mozarteumorchester Salzburg

    Die Anfänge des Mozarteumorchesters Salzburg gehen auf den «Dommusikverein und Mozarteum» zurück, der 1841 mit Unterstützung von Mozarts Witwe Constanze und und den gemeinsamen Söhnen ins Leben gerufen wurde. Seit 1908 trägt es seinen heutigen Namen. Gegenwärtig gehören ihm rund 90 Musiker*innen an, die sich auf das Mozart-Repertoire und die Wiener Klassiker spezialisiert haben und für ihre Interpretationen 2016 mit der Goldenen Mozart-Medaille ausgezeichnet wurden – als erstes Orchester nach den Wiener Philharmonikern. Als Chefdirigenten haben Leopold Hager, Hans Graf, Hubert Soudant und Ivor Bolton das Mozarteumorchester in den letzten Jahrzehnten wesentlich geprägt. Seit Herbst 2017 amtiert der Italiener Riccardo Minasi an der Spitze und bringt Impulse aus der historisch-informierten Aufführungspraxis mit ein. Das Orchester musiziert einen jährlichen Konzertzyklus in der Stiftung Mozarteum, im Grossen Festspielhaus Salzburg und seit 2020 auch im eigenen Orchesterhaus. Im Salzburger Landestheater ist es bei Aufführungen von Opern, Operetten, Balletten und Musicals zu erleben. Bei den Salzburger Festspielen wirkt es seit mehr als 90 Jahren mit und gestaltet dort allsommerlich die Mozart-Matineen, aber auch einzelne Opernproduktionen wurden in den vergangenen Jahren übernommen. Überdies tritt das Mozarteumorchester bei der Salzburger Mozartwoche und beim Festival Dialoge auf. Hinzu kommen Gastspielreisen, die es durch ganz Europa, nach Asien sowie nach Nord- und Südamerika geführt haben. Die Diskographie des Orchesters umfasst nahezu alle Musikepochen; viele der Aufnahmen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet.

    Juli 2021

    Mirga Gražinytė-Tyla

    1986 in eine litauische Musikerfamilie hineingeboren, wurde Mirga Gražinytė-Tyla zunächst an der Čiurlionis-Kunstschule ihrer Heimatstadt Vilnius als Chordirigentin ausgebildet, ehe sie in Graz und Bologna, an der Leipziger Musikhochschule bei Ulrich Windfuhr und an der Zürcher Hochschule der Künste bei Johannes Schläfli auch Orchesterdirigieren studierte. Nach einem Meisterkurs bei Kurt Masur verpflichtete der Maestro sie als seine Assistentin beim Orchestre de Paris. 2011 wurde sie als Kapellmeisterin ans Theater Heidelberg berufen, 2013/14 war sie als Erste Kapellmeisterin am Konzerttheater Bern tätig. Nachdem Gražinytė-Tyla 2012 den «Salzburg Festival Young Conductors Award» gewonnen hatte, berief sie das Salzburger Landestheater zur Musikdirektorin. Parallel dazu begann auch ihre Zusammenarbeit mit dem Los Angeles Philharmonic, das sie zunächst als Assistant Conductor und dann, 2016/17, als Associate Conductor verpflichtete. Seit 2016 amtiert Mirga Gražinytė-Tyla als Musikdirektorin beim City of Birmingham Symphony Orchestra, in der Nachfolge von Sir Simon Rattle und Andris Nelsons. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie seit 2013 mit der Kremerata Baltica und Gidon Kremer; dies führte u. a. zu einer «Hommage à Mieczysław Weinberg» mit Konzerten bei den Wiener Festwochen und im dortigen Musikverein sowie der Einspielung von Weinbergs Sinfonien Nr. 2 und 21, die mit dem Gramophone Award und dem Opus Klassik ausgezeichnet wurde. Als Gast hat Mirga Gražinytė-Tyla das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Danish National Symphony Orchestra, das Helsinki Philharmonic, das Royal Stockholm Philharmonic, das Konzerthausorchester Berlin, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das RSO Wien, das Orchestre Philharmonique de Radio France und das Chamber Orchestra of Europe sowie, in den USA, das Seattle und das San Diego Symphony Orchestra dirigiert. Im Januar 2022 gibt sie ihren Einstand an der Bayerischen Staatsoper mit einer Neuproduktion von Janáčeks Das schlaue Füchslein.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 21. August 2016, als sie im Rahmen des «PrimaDonna»-Erlebnistages Šerkšnytės De profundis und Beethovens Pastorale mit dem Chamber Orchestra of Europe musizierte.

    Juni 2021

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